Ende November soll der Verkehr wieder fließen

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Die Bauarbeiten an der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut kommen gut voran. Das bestätigte sich bei einem Ortstermin mit zweitem Bürgermeister Reinhold Schroll (rechts) und Udo Albrich vom städtischen Tiefbauamt. Die neu ausgebaute Straße soll Ende November wieder für den Verkehr freigegeben werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Bauarbeiten an der Adalbert-Stifter-Straße gehen in die finale Phase, bis Ende November sollen sie abgeschlossen sein. Das wurde bei einem Ortstermin mit 2. Bürgermeister Reinhold Schroll und dem Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, Udo Albrich, deutlich.

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Mittlerweile wurde entlang der gesamten Ausbaustrecke, also auch auf dem im letzten Jahr sanierten, westlichen Teilstück der Straße, der Deckenbau aufgebracht. Was jetzt noch fehlt, sind die Bereiche der Straßenzufahrten, die rot markiert werden sollen, und die beidseitigen Fahrradschutzstreifen, die auch im westlichen Teilstück noch aufgebracht werden müssen. Befahrbar wird die Straße voraussichtlich erst Ende November sein, wenn auch die Parkplätze vor dem katholischen Kindergarten neu geordnet sind. Die Straße noch vor der Fertigstellung der klar definierten Stellplätze am Kindergarten für den Verkehr freizugeben, wäre nach Ansicht von Albrich weder im Interesse der Bauarbeiter noch der Verkehrsteilnehmer. »Deshalb bleibt die Straße während dieser Baumaßnahmen noch geschlossen«, so Albrich. Festzustellen sei aber, dass mittlerweise schon sehr viele Fußgänger auf den neuen Gehwegen unterwegs seien. Weiter teilte er mit, dass die Anlieger viel Verständnis gezeigt hätten. Während der Bauphase sei von ihnen keine einzige Beschwerde in der Stadtverwaltung eingegangen. Da die Straße etwas erhöht werden musste, sei auch den betroffenen Grundstücksbesitzern empfohlen worden, die Parkplätze vor ihren Gebäuden entsprechend der neuen Stufe anzugleichen. Zum Großteil sei das auch umgesetzt worden, sagte Albrich.

Zu den Kosten konnte Albrich noch keine konkrete Aussage treffen. »Wir müssen noch die Schlussrechnungen abwarten.« Schroll geht davon aus, dass der geplante Kostenrahmen auch eingehalten werden kann. Für den gesamten Straßenausbau – sowohl für den westlichen als auch für den östlichen Abschnitt – wurden rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt. »Ich erwarte bei den Kosten keine große Abweichung, zumal die Baumaßnahme, wie geplant und ohne größere Probleme gelaufen ist«, erklärte Schroll.

Mit Beginn der Sommerferien war mit dem Ausbau der östlichen Adalbert-Stifter-Straße begonnen worden. Das westliche Teilstück der rund 900 Meter langen Straße war bereits im letzten Jahr nach dem Bau eines Kreisverkehrs an der Traunwalchner Straße, der die beiden Straßenabschnitte verbindet, fertiggestellt worden. Vom Kreisverkehr aus arbeitete sich die Mannschaft ab dem Johannes-Heidenhain-Gymnasium vom Westen nach Osten bis zum Traunring vor. Wie im ersten Bauabschnitt des westlichen Straßenabschnitts wurden auch auf der Südseite Längsparkplätze angeordnet. Die Parktaschen für jeweils drei bis vier Autos, wurden zwischen den Bäumen positioniert. Damit wurde auch gewährleistet, dass keine Bäume gefällt werden müssen. Durch die neue Stellflächen-Anordnung stehen jetzt nur noch rund 20 Parkplätze für Pkws zur Verfügung. Dies hat aber auch den Vorteil, dass dort keine Transporter und dergleichen mehr parken dürfen und damit der »wilden Parkerei« ein Ende gesetzt wird. Um tagsüber auch die Dauerparker im Blick zu behalten, sei es nach Angaben der Verwaltung auch nicht ausgeschlossen, dass das Ordnungsamt eine zeitliche Begrenzung der öffentlichen Parkplätze anordnen werde.

Die Fahrbahn selbst wurde nur minimal breiter. Links und rechts entstanden jeweils zwei Meter breite Gehwege. Die noch fehlenden Fahrradschutzstreifen sollen jeweils 1,25 Meter breit werden. Damit wird der östliche Bauabschnitt quasi eins zu eins zum westlichen Bauabschnitt umgesetzt. Das Bauvorhaben wurde auch genutzt, um einige marode Kanalleitungen zu erneuern und einen Fernwärmeanschluss an ein Gebäude herzustellen.

Bei dem »Baustellentermin« ergab sich auch die Gelegenheit, mit Reinhold Schroll über die Zeit zu sprechen, in der er urlaubsbedingt 1. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat vertrat. Dangschat kehrt am Dienstag ins Büro zurück, Schroll kann sich also nächste Woche wieder auf seinen eigentlichen Beruf konzentrieren. Der 57-Jährige aus Hörzing ist Lehrer an der Staatlichen FOS-BOS-Traunstein. In der ersten Woche war Schroll berufsbedingt nur am Nachmittag im Rathaus und in der Ferienwoche ganztags: »Es war in dieser Woche mehr zu tun, als man meint«, resümierte er. Es sei sehr interessant gewesen und er habe sich stets auf das Vorzimmer verlassen können. »Es wird viel vom Sekretariat vorbereitet. Das Team arbeitet sehr professionell«, lobte Schroll die Mitarbeiter. Neben dem Tagesgeschäft und regelmäßigen Jour-Fixe-Besprechungen musste er sich auch mit dem Thema Corona befassen. »Wir hatten diesbezüglich jeden Freitag eine Krisensitzung.«

In Absprache mit Bürgermeister Dangschat, der täglich telefonisch erreichbar gewesen sei, habe man sich auch darauf verständigt, aufgrund des Lockdowns Ratssitzungen zu streichen. Mit Ausnahme der Bauausschusssitzung am kommenden Mittwoch um 16 Uhr, wurden die übrigen im November geplanten Sitzungen des Verkehrs-, Werks- und Hauptausschusses abgesagt. Nach aktuellem Stand wird jedoch die Stadtratssitzung am 19. November stattfinden. ga


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