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»Eines der schönsten Freibäder in der Region«

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Der Blick von oben auf das neu renovierte Franz-Haberlander-Freibad in Traunreut, das heute öffnet. (Foto: Stadt Traunreut)

Traunreut – Nach umfangreicher Sanierung öffnet das Traunreuter Franz-Haberlander-Freibad ab Samstag (11. Juli) wieder für Badegäste. Die Besucher erwartet trotz Corona-Regeln ein ungetrübter Badespaß mit vielen neuen Attraktionen: Ein größeres Schwimmerbecken, ein neuer Sprungturm samt eigenem Becken, ein neues Kleinkinderbecken und ein Wasserspielplatz sowie eine neue Wellenrutsche.


All das und viele weitere Neuerungen kosteten über sieben Millionen Euro. Am Freitag wurde die Wiedereröffnung des Freibads mit Vertretern der Stadt und der Firmen gefeiert. »Das Werk aller an der Sanierung beteiligten kann sich sehen lassen«, sagte Frank Wachsmuth, Leiter der Traunreuter Stadtwerke, die 2017 den Bäderbetrieb des Frei- und Hallenbads übernommen haben.

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Eigentlich wäre die Wiedereröffnung schon Anfang Juni geplant gewesen, doch das Corona-Virus und das verregnete Wetter hätten dem Bauprojekt einen Strich durch die Rechnung gemacht, so Wachsmuth. Umso mehr könnten sich jetzt die Badegäste auf allerlei neue Attraktionen, wie ein vergrößertes Schwimmerbecken aus Edelstahl, eine Wellenrutsche, ein neues Kinderbecken oder einen Wasserspielplatz freuen. Darüber hinaus sei auch die Badewassertechnik auf den aktuellen Stand gebracht worden. Dass die Arbeiten reibungslos und ohne größere Probleme ausgeführt werden konnten, sei allen am Projekt beteiligten Firmen geschuldet, sagte Wachsmuth.

Ein ausdrücklicher Dank galt Projektleiter Hartmut Hille von den Stadtwerken. Hille habe auch stets darauf geachtet, »dass uns die Kosten nicht über den Kopf wachsen.« So sei es gelungen, dass sich die Kosten im Vergleich zu den Planungskosten nur um sechs Prozent auf rund sieben Millionen Euro erhöht haben. Die Schlussrechnungen lägen zwar noch nicht vor, aber man erwarte keine unangenehmen Überraschungen.

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Bei fast 30 Grad war der neue Wasserspielplatz für die kleine Sophia und ihre Mutter, Stadträtin Steffi Gampert-Straßhofer, eine willkommene Abkühlung. (Foto: Rasch)

Bürgermeister Hans-Peter Dangschat wünschte den Badegästen trotz der außergewöhnlichen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie »eine schöne Badesaison und einen riesigen Badespaß«. Er bat aber auch um Nachsicht und Achtsamkeit. Wie berichtet, können das Bad im Moment täglich nur bis zu 800 Gäste besuchen. Es gibt eine sogenannte Frühschwimmer-Karte, die von 8 bis 10.30 gültig ist, sowie eine Tageskarte ab 10.30 Uhr und eine Karte ab 16 Uhr.

Das Franz-Haberlander-Freibad sei seit Jahrzehnten ein viel besuchter Naherholungsort in Traunreut und sei vor allem auf Familien ausgerichtet, sagte Dangschat. Dies drücke sich auch in den Eintrittspreisen aus, die trotz Sanierung nicht erhöht werden. »Wir haben Glück, eines der schönsten Freibäder in der Region zu haben, was auch die Vielzahl an Badegästen aus der ganzen Umgebung bestätigt.«

Ursprünglich sei lediglich angedacht gewesen, die marode Badewassertechnik zu sanieren, blickte Bäderleiter Andreas Lohr zurück. Wegen erwarteter Kosteneinsparungen sei dann ein Konzept für eine Gesamtsanierung in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Krautloher ausgearbeitet und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt worden. »Was rausgekommen ist, ist absolut lässig«, sagte Lohr sichtlich stolz.

»Toi, Toi, Toi«, wünschte der Architekt Josef Krauthohner den Traunreutern für die neue Badesaison. Mit der jetzt fertiggestellten Sanierung verfüge das Freibad mit einer Gesamtgrundstücksfläche von 40.000 Quadratmetern insgesamt über 2000 Quadratmeter Wasserfläche und rund 3600 Kubikmeter Wasser. In dem neuen Technikgebäude seien sechs Filter eingebaut worden, die rund 1500 Kubikmeter Wasser in der Stunde umwälzen. Weiter teilte er mit, dass die neue Wellenrutsche mit einer Länge von 26 Metern und eine Breite von drei Metern ein Novum in der Region sei.

»Die Menschen sind nicht nur zum Arbeiten da. Zur Erfüllung des Lebens gehört auch eine Freizeiteinrichtung, wie das Freibad dazu.« Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Thomas Tauchert von der katholischen Pfarrgemeinde im Beisein des evangelischen Pfarrers, Stefan Radetzky, und Constantin Bartock von der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde den Segensgruß. »Dass wir heute hier stehen und ein Freibad einweihen, dafür bin ich unendlich dankbar«, sagte Pfarrer Radetzky. Das sei ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Stadt Traunreut. ga


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