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Eine Million zusätzlich: Sanierung von Traunreuter Freibad wird deutlich teurer

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Sanierung des Traunreuter Freibads wird billiger
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Das Freibad in Traunreut ist bei Familien im Sommer sehr beliebt. Bis Ende 2020 soll es saniert werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Stadtrat hat rund eine Million Euro bewilligt, die zusätzlich für die laufende Sanierung des Franz-Haberlander-Freibads benötigt werden. Im Nachtragshaushalt 2019 sollen 591.000 Euro und im Finanzplan für nächstes Jahr 411.800 Euro veranschlagt werden.


Die ursprüngliche Kostenberechnung aus dem Jahr 2017 lag bei fünf Millionen Euro. Mittlerweile ist man bei über sechs Millionen Euro angelangt, wobei in diesem Betrag noch nicht alle Gewerke berücksichtigt sind.

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Nach Angaben des Leiters der Stadtwerke, Frank Wachsmuth, wurden bislang 92 Prozent der Gewerke ausgeschrieben. Deshalb sei damit zu rechnen, dass weitere rund 600.000 Euro benötigt werden, um die restlichen Kosten abzudecken. Als Grund für die Kostensteigerung nannte Wachsmuth die in den vergangenen eineinhalb Jahren gestiegenen Baupreise und Plananpassungen wie zum Beispiel der Bau eines Sanitärgebäudes für das Kleinkinderbecken.

Wie berichtet, mussten im Rahmen der Vergaben einige Aufträge aufgrund erhöhter Preise neu ausgeschrieben werden. Das betrifft zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch die HLS-Technik (Heizung, Lüftung, Sanitär). Hier wurde ein Angebot von 448.000 Euro eingereicht, was im Vergleich zur Kostenberechnung von 210.000 Euro Mehrkosten von 88 Prozent bedeuten würde. Deshalb wurde diese Ausschreibung aufgehoben. Die HLS-Technik soll jetzt in einem beschränkten Verfahren neu ausgeschrieben werden.

Erklärungsbedürftig für Reinhold Schroll (CSU) war auch die 30-prozentige Kostensteigerung bei der Badewassertechnik, die, wie vom Werkausschuss empfohlen, für 1,5 Millionen Euro an eine Münchner Firma vergeben wurde. »Man kann sich doch nicht um 30 Prozent verschätzen, das ist ein ganzer Haufen«, kritisierte Schroll.

»Wir können die Marktpreise, die der aktuellen Baukonjunktur geschuldet sind, nicht beeinflussen«, erklärte Wachsmuth. Das sei das Los bei öffentlichen Ausschreibungen. Auch Ernst Ziegler (SPD) beanstandete die allgemeinen Kostensteigerungen und machte das Planungsbüro dafür verantwortlich: »Wenn das Planungsbüro die Kosten nicht besser im Griff hat, ist es nicht geeignet«, so Ziegler.

Auch bei den Baumeisterarbeiten mussten die Kosten um rund 212.000 Euro oder knapp 17 Prozent nach oben korrigiert werden. ga