Ein freier Träger leitet künftig das Jugendzentrum Traunreut

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Das Traunreuter Jugendzentrum soll ab April nächsten Jahres an einen freien Träger übergeben werden. Personelle Gründe hatten den Stadtrat dazu bewogen, die Einrichtung in fremde Hände zu legen. In der jüngsten Sitzung wurden die Kriterien für neues Personal festgelegt. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Stadt will das Jugendzentrum (JuZ) Traunreut im April in fremde Hände legen. Personelle Gründe hatten den Ausschlag gegeben, die Einrichtung an einen freien Träger zu übertragen. Bei der Suche nach neuem Personal will die Stadt aber ein Wörtchen mitreden und hat dafür nun Kriterien festgelegt. In der jüngsten Sitzung im k1 hat der Stadtrat die Rahmenbedingungen des sozialpädagogischen Bereichs einschließlich eines sogenannten Streetworkers einstimmig verabschiedet.


Wie mehrfach berichtet, wird das JuZ seit September provisorisch von einem freien Träger betrieben. Es hat im Moment nur dienstags und freitags von 17 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Ende Oktober hat der Stadtrat dann entschieden, den Betrieb in Zusammenarbeit mit einem freien Träger auszuschreiben. Wie Bürgermeister Hans Peter Dangschat (CSU) mitteilte, müsse unter Berücksichtigung der geltenden Schwellenwerte für Dienstleitungsaufträge die Ausschreibung europaweit durchgeführt werden.

Gesucht werden drei Vollzeitkräfte und eine Teilzeitkraft. Bewertet werden die Angebote von der Jugendreferentin Veronika Lauber (Grüne) sowie den städtischen Mitarbeitern Stefan Stadler und Evi Dettl.

Zum größten Teil einstimmig verabschiedet wurden auch die vom Hauptausschuss bereits genehmigten Finanzmittel, die für größere Projekte in den Haushalt 2022 eingestellt werden sollen (wir berichteten). Angeregt wurde, bei der Umgestaltung der Kantstraße, die als Staatsstraße durch die Innenstadt führt, noch einmal zu eruieren, ob die Möglichkeit besteht, die Straße abzustufen und dafür den Traunring in eine Staatsstraße umzuwidmen. »Dadurch hätten wir viel mehr Entscheidungsmöglichkeiten beim Ausbau der Kantstraße«, erklärte Martin Czepan (Grüne). Laut Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann hat das Staatliche Bauamt Traunstein aber eine Abstufung der Kantstraße abgelehnt.

Bernhard Seitlinger (CSU) wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob der im Zuge der Sanierung geplante Rückbau der Busbuchten oder die neuen Gehwege dann in den Aufgabenbereich des Straßenbaulastträgers fallen. Die Randgestaltung obliege der Stadt und sei auch in der Förderung berücksichtigt, so Gätzschmann.

Als zu hochpreisig bewerte zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll (CSU) die geplante Lagerfläche für den Straßenaushub (Asphalt), der künftig im Bauhof gelagert werden und dort auf mögliche Schadstoffe untersucht werden soll. Die vorgeschlagenen 250.000 Euro sollten ursprünglich für eine überdachte Lagerhalle eingestellt werden. Nachdem aber der Hauptausschuss eine Halle für unnötig gehalten hatte, wurde der Vorschlag des Bürgermeisters angenommen, den Betrag trotzdem in der geplanten Höhe für eine Lagerfläche einzustellen.

Nach Angaben des Bauhofs muss eine befestigte Fläche von 3000 Quadratmetern bereitgestellt werden. »Die Materialien müssen getrennt und abgedeckt werden«, teilte Bauhofleiter Josef Bernhofer mit.

In welcher Größenordnung sich die Sanierung des Tiefgaragenbodens im k1 bewegen wird, muss zunächst untersucht werden. Dort haben sich mit der Zeit Haarrisse gebildet, die nach Angaben der Verwaltung auf eindringendes Wasser und Salz im Winter zurückzuführen seien. Um größere Schäden zu vermeiden, sollen für eine Untersuchung 10 000 Euro eingestellt werden. Die Reparatur wurde auch bereits vom Hauptausschuss kritisch hinterfragt. Wie Gätzsch-mann jetzt auch auf Nachfrage im Stadtrat versicherte, werde man bei einer Reparatur natürlich derzeit aktuelle Materialien verwenden. Beim Bau der Tiefgarage vor über zehn Jahren habe man entsprechend den damaligen Anforderungen für 30 Stellplätze gehandelt.

Im Zuge einer neuen Heizung im Heimathaus, für die 30.000 Euro veranschlagt werden sollen, regten Matthias Bauregger (FW) und Czepan an, über eine umweltfreundliche Anlage nachzudenken. Ein Anschluss an die städtische Fernwärme ist laut Kämmerer Bernard Pecher mit Blick auf die hohen Kosten nicht möglich. Allein die Kosten für eine Fernwärmeleitung würden sich bei 200.000 Euro bewegen.

ga


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