weather-image
12°

»Die Besucher sind sehr verständnisvoll«

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Die neue Wellenrutsche ist eine Hauptattraktion im Trauneuter Freibad. An heißen Tagen genießen bis zu 1600 Badegäste über den Tag verteilt die Freizeiteinrichtung. Seit rund vier Wochen ist das Franz-Haberlander-Freibad nach einer umfangreichen Sanierung wieder geöffnet. (Foto: Rasch)

Traunreut – 30 Grad und mehr: Was liegt da näher, als sich im kühlen Nass des Traunreuter Freibads abzukühlen. Gregorios Varouxis hat seinen geplanten Griechenland-Urlaub in das frisch sanierte Franz-Haberlander-Bad verlegt: »Eigentlich wollte ich nach Griechenland fahren, aber wegen Corona bin ich da geblieben«, sagt der Traunreuter. »Das Bad ist toll geworden und meine Kinder und unser Nachbarjunge kriegen nicht genug.« Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt lobte er auch das Bäderpersonal und das zusätzlich eingestellte Security-Team.


Das Bäderpersonal spielt den Ball zurück: »Die Besucher sind sehr verständnisvoll und halten sich besser an die Regeln als in den letzten Jahren«, lobte Schwimmmeister Robin Zink. »Ein paar Ausnahmen gibt es immer«, ergänzte Anel Kadiric vom Security-Team. Die meisten seien froh, endlich wieder in das Freibad gehen zu können. Allerdings mache den Leuten die Hitze zu schaffen und viele wirkten dadurch sehr gereizt. Vor allem, wenn sie aufgrund der Einlassregeln bis zu 45 Minuten Schlange stehen müssen. Die Situation führe nicht selten dazu, dass viele Besucher wieder kehrtmachen. »Es sind in der Tat in dieser Saison keine einfachen Bedingungen. Wir versuchen, so gut es geht, mit Sonnenschirmen zu arbeiten«, so Zink. Soweit es personell möglich ist, nutzen die Security-Mitarbeiter die Wartezeit am Eingang, und nehmen von den Besuchern schon mal die Personalien auf. Damit werde auch das Kassenpersonal ein wenig entlastet. Denn die Kassendamen müssen neben der Erfassung der Personalien, die bei der Bezahlung des Eintritts bei der Kasse abgegeben werden müssen, nebenbei alle Besucher zählen, die rein oder raus gehen. »Die Kassendamen sind am Limit, geben dafür aber ihr Bestes«, sagt Zink.

Anzeige

Laut den Corona-Regeln dürfen sich nicht mehr als 1000 Besucher auf einmal im Bad aufhalten. An besonders heißen Tagen war die Obergrenze schnell erreicht. Dann muss erst ein Badegast das Bad verlassen, damit ein neuer rein gelassen werden kann. Mittlerweile würden auch viele Badegäste anrufen, um sich zu erkundigen, ob sie überhaupt eine Chance haben, reingelassen zu werden. Die telefonische Voranfrage funktioniert laut Zink sehr gut. Der große »Run« auf das Freibad beginnt gegen 12.30 Uhr. »Gegen halb eins kommen die meisten Gäste und ab 14.30 Uhr kommen dann die Schichtarbeiter; ab 16 Uhr entspannt es sich wieder.« Was den Mindestabstand betrifft, könne man nur daran appellieren, diesen auch einzuhalten, sagt der Schwimmmeister.

Unter den Badegästen gibt es aber auch immer wieder »Unverbesserliche«, die meinen, aus der Reihe tanzen zu müssen. »Sowohl beim Eingang, als auch am Kiosk gilt Maskenpflicht«, betont Zink und appelliert an die Eigenverantwortung der Badegäste. Schwimmcoach Michael Halisch bedauert, dass sich viele der meist jugendlichen Besucher oft nicht an die Baderegeln halten: »Ich kann 100-mal sagen, dass es gefährlich ist, von der Seite ins Becken zu springen. Das ist ihnen wurscht«, beklagt Halisch.

Der Schwimmcoach ist täglich im Bad und unterstützt neben der Wasserwacht und den Sicherheitsleuten das Bäderpersonal. Zink und seine Kollegen sind über diese Unterstützung sehr froh und loben die Hilfsbereitschaft der Sicherheitsleute auch nach Dienstschluss: »Obwohl ihr Dienst um 20 Uhr zu Ende ist, helfen sie uns beim Müll- und Fundsacheneinsammeln. Das ist sehr nett von ihnen.«

Mit etwas Verspätung wurde das Freibad nach einer umfassenden Sanierung am 11. Juli wieder geöffnet. Eigentlich wäre die Wiedereröffnung schon Anfang Juni geplant gewesen, doch das Corona-Virus und das verregnete Wetter hatten dem Sieben-Millionen-Euro-Bauprojekt einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Seit der Wiedereröffnung hatte es der Wettergott mit Temperaturen von teilweise über 30 Grad besonders gut mit den Badegästen gemeint. Bis zu 1600 Besucher auf den Tag verteilt nutzen seither den Badespaß im Franz-Haberlander-Bad mit allerlei neuen Attraktionen, wie die beliebte Wellenrutsche. Der Badespaß im Traunreuter Freibad kann voraussichtlich noch bis zum 13. September genutzt werden. ga


Mehr aus Traunreut