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Deutliche PFC-Belastung in stillgelegter Hausmülldeponie

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Unter dieser Öko-Ausgleichsfläche nahe der Wohnsiedlung »Weisbrunner Feld III« in Traunreut befindet sich eine stillgelegte Hausmülldeponie, auf der im Rahmen einer Sanierungsuntersuchung eine deutliche PFC-Belastung festgestellt wurde. Ein weiteres Gutachten soll jetzt Aufschluss geben, ob und in welchem Umfang eine Sanierung notwendig wird. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Im Zuge der Untersuchungen einer ehemaligen Hausmülldeponie im »Weisbrunner Feld III«, wurden neue Erkenntnisse über eine deutliche PFC-Belastung gewonnen. Perflourcarbone (PFC) sind Chemikalien, die kaum abbaubar sind und auch gesundheitsgefährdend sein können.


Deshalb hatte das Wasserwirtschaftsamt im vergangenen Jahr auf Vorschlag eines Gutachters der Stadt Traunreut und der Gemeinde Altenmarkt empfohlen, ein konkretes Untersuchungskonzept entwickeln zu lassen und hierfür einen nach dem Bundesbodenschutzgesetz zugelassenen Gutachter zu beauftragen.

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Die Bezuschussung dieser Arbeiten wurde im Sommer vergangenen Jahres bei der Gesellschaft für Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) beantragt. Ein seitens der GAB genehmigter Zuschuss-Vertrag liegt jetzt vor. In der Sitzung des Hauptausschusses wurde Bürgermeister Klaus Ritter ermächtigt, seitens der Stadt Verträge mit der GAB abzuschließen.

Nach Angaben der Verwaltung wurde der erste Teil (A) der Sanierungsuntersuchung für die ehemalige Hausmülldeponie, auf deren Gelände eine ökologische Ausgleichsfläche angelegt wurde, im Juli abgeschlossen.

Die Kosten wurden zwischen der Gemeinde Altenmarkt (20 Prozent) und der Stadt Traunreut (80) aufgeteilt, wobei auch noch Ausgleichsansprüche gegenüber zwei Privatnutzern der Deponie bestehen. Nicht nur die Traunreuter und Steiner Bürger haben seinerzeit dort den Hausmüll entsorgt, sondern auch Bürger der Gemeinde Altenmarkt. Mit der Übernahme der Abfallentsorgung durch den Landkreis Traunstein Anfang der 1970er Jahre wurde die Müllkippe stillgelegt.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der ersten Teiluntersuchung durch die Fachbehörden des Wasserwirtschaftsamts und Landratsamts, wurde darauf hingewiesen, dass aufgrund der neu gewonnenen Erkenntnisse über die deutliche PFC-Belastung (Überschreitung des Stufe-2-Werts) vor der eigentlichen Sanierungsplanung noch weitere Untersuchungen unter anderem auch zur Begrenzung der Oberflächenabdeckung erforderlich seien.

Durch die Anregung, einen Gutachter zu beauftragen, der ein konkretes Untersuchungskonzept entwickelt, wurde daraufhin ein Zuschuss-Antrag bei der GAB eingereicht. Der jetztige Vertragsentwurf stimmt nach Angaben der Stadtverwaltung im Wesentlichen mit dem Vertrag zur Teil-A-Sanierungsuntersuchung überein.

Eine Sanierung der ehemaligen Müllkippe scheint auf Nachfrage unserer Zeitung in der Verwaltung wahrscheinlich. In welchem Umfang dies passieren müsste und ob möglicherweise sogar ein Bodenaustausch vorgenommen werden müsste, stehe erst fest, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen. ga