Bildtext einblenden
Der frisch geweihte Priester Andeas Krehbiel bei der Nachprimiz in der Traunreuter Kirche.

Der Priester mit dem grünen Daumen – Andreas Krehbiel lernte ursprünglich den Beruf des Zierpflanzengärtners

Traunreut – In dieser Folge der Kaplanserie geht es um Andreas Krehbiel, der von 2001 bis 2003 als »Priesteramtskandidat im Pastoralkurs« in der Pfarrei zum Heiligsten Erlöser war. Vor einigen Wochen kam er extra zur Beerdigung von Margarete Auer in die Stadt, zu der er über all die Jahre den Kontakt gehalten hatte, und die in seinen Augen »ein ganz besonderer Mensch« war, weil sie »so viel Gutes getan« hat. 


Andreas Krehbiel hat in München seine Schulausbildung gemacht und zunächst eine Ausbildung zum Zierpflanzengärtner absolviert. »Als Priester schadet es nicht, einen grünen Daumen zu haben«, sagt er. Er entschied sich dann aber für den Beruf des Pfarrers. Nach dem Fachabitur studierte er Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit sowie daran anschließend in Benediktbeuern Theologie. In der Vorbereitung auf die Diakonen- und Priesterweihe verbrachte er seinen Pastoralkurs in Traunreut. Danach folgte die erste Kaplanstelle in St. Martin Moosach, drei Jahre später die zweite Kaplanstelle in St. Johann Baptist in Gröbenzell im Landkreis München. Seit September 2008 ist er in der Pfarrgemeinde St. Mauritius in München als Seelsorger tätig. Die Pfarrei liegt am Münchener Westfriedhof und gehört zum Pfarrverband Moosach-Olympiadorf.

Andreas Krehbiel erinnert sich an seine Traunreuter Zeit: »Ich wurde von unserem damaligen Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter nach Traunreut geschickt als junger, fertiger Theologe nach dem Theologiestudium in den sogenannten Pastoralkurs, der zwei Jahre dauerte und in dessen Verlauf ich zum Diakon und dann 2003 an dessen Ende zum Priester geweiht wurde. Mein Einsatzpfarrer war der von uns allen so geschätzte Monsignore Thomas Schlichting, der heutige Seelsorgereferent unserer Erzdiözese München und Freising.« Die zwei Jahre mit ihm, dem damaligen Kaplan Wolfgang Neidl, »der ja viel zu früh gestorben ist«, und dem damaligen Diakon Helmut Reiter seien geprägt gewesen »von gegenseitigem Wohlwollen, großem Verständnis und einem sehr guten und humorvoll-ernsthaften Miteinander«. Krehbiel sagt rückblickend weiter: »Das hat mir in der Anfangsphase meines pastoralen Wirkens in der Erzdiö-zese sehr gut getan und geholfen. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.«

Besonders lebendig seien ihm die wunderbaren Feste und auch die Gottesdienste in Erinnerung, die beim »Heiligsten Erlöser« ge-feiert wurden. »Die volle Kirche, die gute Gebetsgemeinschaft, das schöne Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen, die lebendige Ministrantengemeinschaft, die großartige Kirchenmusik, die vielen netten und aufgeschlossenen Menschen machen Traunreut zu dem, was es ist: eine besondere Stadt und eine besondere Pfarrei.«

In seiner freien Zeit geht Andreas Krehbiel gerne mal ins Kabarett oder ins Konzert und musiziert mit seiner Klarinette. In Traunreut fiel er durch seine gute Singstimme auf und Margarete Auer nannte ihn deshalb gerne »Zeiserl«. Die frühere Vorsitzende des Pfarrgemeinderats war bekannt für ihre humorvollen Gedichte und hatte auch zur Primizfeier Krehbiels ein Lied getextet. Darin heißt es: »Vor zwei Jahr im September kam zu uns ins schöne Traunreut der liebe Andreas Krehbiel und wir haben uns sehr gefreut. Seit diesem Tag ist er unser Zeiserl, als Sänger der beste im Land. Und auch bei der Sonntagspredigt glänzt er mit viel Herz und Verstand.«

Eine Abordnung aus Traunreut war zur Primiz in seine Heimatpfarrei Heilig Blut in München-Bogenhausen gefahren, um zusammen mit Andreas Krehbiel dieses große Ereignis zu feiern. Eine Woche später fand eine Nachprimiz in Traunreut statt mit Darbietungen der verschiedensten Gruppen der Pfarrei. »Gerne erinnere ich mich an meine Nachprimiz in der Pfarrei zum Heiligsten Erlöser im Juli 2003. Der Festgottesdienst und die anschließende Feier im Pfarrsaal sind mir bis heute unvergessen und eine große Kraftquelle für meinen Dienst.« Krehbiel betont: »Die Zeit in Traunreut beim Heiligsten Erlöser wird mir für die Zukunft unvergesslich bleiben. Das liegt auch an den Menschen, die mir dort begegnet sind und die ich dankbar im Herzen trage.«

mix

Mehr aus Traunreut