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»Der Beschwerdelevel ist extrem angestiegen«

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»Es schaut aus, wie bei den 'Grattlern'«, beschreibt Beppo Wohlrab die Zustände, wie hier vor der Realschule in Traunreut. Neben den überfüllten Müllkörben liegen auch gebrauchte Hundekottüten und leere Flaschen.

Traunreut – Ob die Corona-Situation dazu geführt hat, dass auf Traunreuter Stadtgebiet die Müllkörbe und Container überfüllt sind, darüber kann nur spekuliert werden. Dass es aber einige Bürger mit der Entsorgung nicht so genau nehmen und ihren Abfall dort ablegen, wo er absolut nicht hingehört, ist nicht erst seit Corona zu einer Unart geworden. Beobachtung dieser Art machte in den vergangenen Tagen auch Beppo Wohlrab aus Traunreut und lieferte dem Traunsteiner Tagblatt einen bebilderten Beleg.


Er sei mit seiner Frau am Sonntag am Waldrand der Wohnsiedlung Traunsteiner Wald spazieren gegangen und habe folgende Beobachtungen gemacht. Die Mülleimer neben der Bank bei den Fitnessgeräten seien total mit roten Hundekottüten überfüllt gewesen: »Da kann man sich nicht hinsetzen oder Übungen machen. Da kommt mir das Kotzen«, beschreibt der Traunreuter die Zustände. Die Situation habe sich am Tag darauf vor der Realschule mit ebenfalls überfüllten Müllkörben und herumliegenden, gebrauchten Hundekottüten zugespitzt. »Wo sind die Stadtarbeiter, die hier für Ordnung sorgen und hat das unser neuer Bürgermeister schon gesehen?«, fragt er sich. Es sei wirklich zum Schämen und es schaue aus, wie bei den »Grattlern« – kein schönes Aushängeschild für die Stadt Traunreut! Die Kritik, die Stadt würde hier nicht für Ordnung sorgen, weist der Leiter des städtischen Bauhofs, Josef Bernhofer, deutlich zurück. Die Müllkörbe werden seinen Aussagen zufolge derzeit regelmäßig, außer am Wochenende, täglich vom Bauhof geleert und mindestens einmal pro Woche die rund 60 Hundetoiletten.

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Aufgabe des dafür zuständigen Mitarbeiters sei es auch, den Unrat rund um die Müllkörbe und Hundetoiletten einzusammeln. In den Sommermonaten werden die Entsorgungsarbeiten sogar auf das Wochenende ausgedehnt: »Zwischen Mai und Ende Oktober fahren wir auch an den Wochenenden raus«, so Bernhofer.

Die Stadtverwaltung sprach von einer Sisyphusarbeit des Bauhofmitarbeiters: Kaum drehe dieser dem einen Mülleimer den Rücken zu, sei schon der nächste wieder voll, sagte Claudio Beilhack. Die Unart, dass die Menschen den Abfall dort ablegen, wo er absolut nicht hingehört, habe extrem zugenommen und damit auch die Beschwerden in der Stadtverwaltung: »Der Beschwerdelevel ist extrem angestiegen.«

ga


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