weather-image
23°

CSU Traunreut vertraut der bewährten Führung

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Der Vorstand des CSU-Ortsverbandes Traunreut wurde bei den Neuwahlen bestätigt (von links): Elfi Lösch, Florian Brandl, Hans-Peter Dangschat, Holger Büttner, Andrea Haslwanter und Hans Jobst. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Traunreut im Gasthaus Namberger in Hörpolding wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Alois Glück sprach über seine Arbeit am »Runden Tisch« zum Artenschutz-Volksbegehren »Rettet die Bienen«.


Geschäftsführer Florian Brandl gab einen Überblick über die Aktivitäten des Ortsverbands in den letzten zwei Jahren. Erstmals lud die CSU 2017 zum Wirtschaftsempfang, der zur festen Einrichtung werden soll. Heuer kommt Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zum Empfang. Etabliert ist inzwischen die regelmäßige Veranstaltung »Stadtpolitik aus erster Hand«, die abwechselnd in den verschiedenen Stadtteilen durchgeführt wird. Das Sommerfest, die Beteiligung am Stadtlauf und am Faschingszug sind weitere jährliche Aktivitäten des Ortsverbandes.

Anzeige

Vorsitzender Hans-Peter Dangschat betonte in seinem Bericht: »Unsere Richtung stimmt, wir haben wichtige Themen besetzt.« Er spüre, dass in der Stadt das Vertrauen in die CSU gestiegen sei und der Wunsch nach Veränderung, nach einem neuen Stil wachse. Er wolle einen Stil des Miteinanders mit den anderen Stadtratsfraktionen ins Rathaus tragen und es gebe hier schon erste Erfolge. Bei den drei Bürgerbegehren pflege man einen engen Austausch mit den Fraktionen von SPD, Bürgerliste sowie Grünen und sei gut dabei, eine gemeinsame Linie durchzusetzen.

In Bezug auf die Stadtbücherei sieht die CSU nach seinen Worten einen Synergieeffekt in einem Neubau zusammen mit der VHS neben dem k1. »Das wäre die vernünftigere und langfristig kostengünstigere Lösung«, betonte der Ortsvorsitzende. Ein mögliches Volksfest solle in der Innenstadt durchgeführt werden: »Wir sind strikt dagegen, am Rand wertvolle Flächen zu verbrauchen, die dann die meiste Zeit im Jahr als Lkw-Parkplatz genutzt werden.« Und beim Frühlinger Spitz müsse einfach abgewartet werden, da es wenig Sinn mache, jetzt etwas zu bauen, was später bei Realisierung der Ostumfahrung vielleicht wieder rausgerissen werden muss.

Laut Schatzmeister Holger Büttner schloss die Kasse des 145 Mitglieder starken Ortsverbandes letztes Jahr mit einem kleinen Überschuss (585 Euro). Sorgen bereitet ihm die mangelhafte Spendenbereitschaft, 2018 gingen nur zwei Geldspenden in Höhe von insgesamt 350 Euro ein. »Allein mit den Mitglieds- und Mandatsträgerbeiträgen kommen wir aber nicht weit, das reicht nicht für den Wahlkampf«, so die Meinung des Schatzmeisters.

Bei der Neuwahl des Ortsvorstandes gab es bis auf einige Beisitzer keine Veränderungen. Vorsitzender bleibt weitere zwei Jahre Hans-Peter Dangschat, seine drei Stellvertreter sind Andrea Haslwanter, Elfi Lösch und Hans Jobst. Schatzmeister ist Holger Büttner, Schriftführer Jürgen Plontsch. Zum Vorstand gehören außerdem ohne Wahl der Geschäftsführer Florian Brandl, JU-Vorsitzender Marco Siller und Elfi Lösch in ihrer zweiten Funktion als Vorsitzende der Frauenunion. Zu Beisitzern gewählt wurden Sebastian Gruchot, Sabine Schmidts, Manfred Nord, Charly Haslwanter, Steffen König, Stefan Gsinn, Regina Schatt, Christian Zunhammer und Anna Ianc. Kassenprüfer sind Otto Lösch und Reinhard Piehler.

Alois Glück berichtete über den Runden Tisch zum Volksbegehren. Das Volksbegehren anzunehmen, sei die richtige Entscheidung gewesen, meinte er. Beim Runden Tisch, den Glück leitete, sei es gelungen, die Atmosphäre zu »entgiften« und auf einer respektvollen Ebene miteinander zu reden, was im Vorfeld während des Bürgerbegehrens nicht möglich gewesen sei. Das Problem sei nun, dass laut Verfassung die Formulierung des Volksbegehrens nicht mehr geändert werden darf. Ein umfangreicher Themenkatalog sei am Runden Tisch abgearbeitet worden. Jetzt sei der Landtag am Zug.

Für Glück ist die heutige Art der Menschen zu leben nicht zukunftsfähig. »Nur der rasche Erfolg ist unser Maßstab, wir haben zu wenig Zukunftsverantwortung und sind nun mit Dingen konfrontiert, die wir lange verdrängt haben«, beklagte er. Man solle sich aber so verhalten wie gute Eltern, die für ihr Kind auf manches verzichten, was gerade nicht unbedingt notwendig ist. Für ihn steht fest: »Wohlstandsräume von gestern werden Problemräume von morgen. Zukunftsverantwortung ist nun das Schlüsselthema und wir sind hier enorm gefordert.« mix