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BL-Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt

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Die bisherige Vorstandschaft der Bürgerliste Traunreut ist in ihren Ämtern bestätigt worden (von links): Johannes Danner (Schriftführer), Hanni Herold (Beisitzerin), Sepp Winkler (Vorsitzender), Arnulf Erler (Kassenprüfer), Renate Kling (Beisitzerin), Andi Weißhaupt (Beisitzer) und Peter Fuchs (zweiter Vorsitzender).

Traunreut – In der Jahreshauptversammlung der Bürgerliste im Gasthaus Namberger in Hörpolding ist die Vorstandschaft komplett in ihren Ämtern bestätigt worden: Vorsitzender Sepp Winkler, zweiter Vorsitzender Peter Fuchs, Schriftführer Johannes Danner, Schatzmeisterin Gabi Liebetruth, Beisitzer Hanni Herold, Renate Kling und Andi Weißhaupt, Kassenprüfer Arnulf Erler.


Peter Fuchs ging in seinem Rückblick auf die Veranstaltungen der Bürgerliste in den vergangenen zwölf Monaten ein. Die BL-Radltour im Mai sei wieder auf gute Resonanz gestoßen. Waren die Pflasterung am Rathausplatz und die Sanierung der Nansenstraße damals noch in Planung, so seien beide Projekte inzwischen fertig.

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Der Neubau der Grundschule Nord ziehe sich dagegen weiter in die Länge. Zwar hatte Bürgermeister Klaus Ritter vor seinem Amtsantritt den Neubau noch mit höchster Priorität bewertet, aber das Projekt werde in seiner jetzigen Amtszeit nicht mehr zum Abschluss gebracht, so Fuchs. Im Juni wurden die neuen Räume der Schützengilde Traunwalchen besichtigt und die Ladesäule für E-Autos am k1 eingeweiht. Selbst als Straßenmeisterei war die Bürgerliste unterwegs und hat falsch geschriebene Straßenschilder der Frau(e)nhoferstraße korrigiert.

Im Januar hat die Bürgerliste mit großer Mehrheit Roger Gorzel zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Gorzel repräsentiere ausgezeichnet den Slogan der BL »Klare Werte – klare Worte«. Im Februar folgte ein BL-Treff unter dem Motto: »Wie tickt die Bürgerliste?« Hier hätten interessierte Mitbürger einen guten Eindruck gewinnen können, wie die Bürgerliste Probleme angeht, hinterfragt und sachlich diskutiert. Dass die BL-Stadträte nicht immer einer Meinung im Stadtrat sind, mache gerade den Geist der BL aus, so Fuchs.

Im Tätigkeitsbericht der Fraktion ging Stadtrat Sepp Winkler zuerst auf den Munapark ein. Hier gebe es eine sehr professionelle Vorgehensweise, um ein optimales Ergebnis für die Bebauung zu erzielen. Bei dem Antrag von Bürgern aus dem Fasanenjäger zum Verbot von Großveranstaltungen auf der Steiner Burg wäre es fair gewesen, den Bürgern früher zu sagen, dass ein Verbot ein reiner Verwaltungsvorgang und ein Stadtrat dafür gar nicht zuständig sei.

Das Festhalten an der Traunreuter Sortimentsliste, nach der bestimmte Produktgruppen wie Kleidung nur in der Kernstadt verkauft werden dürfen, habe heuer zu einem positiven Ergebnis geführt, so Winkler. So komme jetzt in die ehemalige Metzgerei ein Damenbekleidungsgeschäft und nicht, wie zwischenzeitlich befürchtet, weitere Büroräume, die nichts zur innerstädtischen Belebung beigetragen hätten.

Die Stadt habe 37 Millionen Euro auf dem Sparbuch: »Das ist sehr erfreulich«, sagte Winkler. Allerdings stünde die Realisierung großer Projekte wie der Neubau der Grundschule Nord mit 14 Millionen Euro weiterhin aus. Auch der Neubau der Stadtbücherei mit der Volkshochschule stehe an. Hier sei besonders die Äußerung von Bürgermeister Klaus Ritter bei der Unterschriftenübergabe der drei Bürgerbegehren ärgerlich, dass er die Anmietung von Räumen, wie im Bürgerbegehren gefordert, teile. Dabei habe er selbst im Dezember für den Neubau gestimmt, wie auch der gesamte Stadtrat. Damit sei auch seine Aussage »So haben wir bis jetzt noch keine Lösung« einfach nur falsch.

Danach ging Gorzel auf die innerstädtischen Sanierungspläne ein. Die Lenkungsgruppe zur Städtebauförderung habe letztmals vor einem Jahr getagt. Im Januar 2018 fand ein Bürgerdialog bezüglich der Sanierung der Kantstraße statt. Seither gebe es aber nichts Neues zu berichten. Auch seien die Eigentümer bisher nur teilweise befragt worden. Stadtgestaltung könne nur mit den Bürgern funktionieren.

Zum Bürgerbegehren »Ausbau des Frühlinger Spitz« machte Gorzel nochmals deutlich, dass ein Ausbau an die Ostumfahrung gekoppelt sei. Ein Umsetzungsvertrag zwischen der Stadt Traunreut und dem Staatlichen Straßenbauamt sei werbewirksam unterschrieben worden. Man könne nicht über eine Million Euro in eine Straßensanierung stecken, von der von vorneherein bekannt sei, dass ein Teil davon wieder abgerissen werden müsse. Kein Hausbesitzer saniere aufwändig ein Haus, wenn er weiß, dass ein Teil für den Neubau wieder abgerissen werden müsse. he