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Beheizter Warteraum für die Busschüler?

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Vom laufenden Ausbau der Fridtjof-Nansen-Straße profitiert auch die Werner-von Siemens-Mittelschule. Die fußläufige Anbindung von der Durchfahrtsstraße auf das Schulgelände wurde im Zuge des Straßenausbaus verbessert. Daran anknüpfend baut der Entwurf für eine Umgestaltung des westlichen Schulhofs auf. (Foto: Rasch)

Traunreut – Grundsätzlich einverstanden erklärte sich der Traunreuter Stadtrat in seiner Sitzung mit dem Entwurf für die Umgestaltung des westlichen Schulhofs der Werner-von-Siemens-Mittelschule. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss die sogenannte Variante zwei vorgeschlagen, auf deren Basis die Planung jetzt weiterentwickelt werden soll.


Ab Mitte nächsten Jahres soll die Maßnahme umgesetzt werden. Der Entwurf und die Kosten in Höhe von 450 000 Euro wurden einstimmig genehmigt.

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Groß diskutiert wurde über den Entwurf, den der Planer Harald Hell aus Prien auch dem Gesamtgremium vorgestellt hatte, nicht. Lediglich Christian Stoib (SPD) regte an, ob die Möglichkeit bestehe, einen beheizten Warteraum für die Busschüler mit zu berücksichtigen. Ein Wartehäuschen im Freien, das es bisher nicht gibt, wurde auf Wunsch der Schule mit eingeplant. Für die Schüler, die mit dem Bus zur Schule fahren und dort zum Teil schon um kurz nach 7 Uhr ankommen, sollte nach Auffassung von Stoib vor allem im Winter ein beheizter Raum zur Verfügung stehen, da das Schulgebäude erst um 7.45 Uhr aufgesperrt wird.

Nach Angaben von Bürgermeister Klaus Ritter habe man sich darüber bereits Gedanken gemacht. Sollte sich im Schulgebäude eine Möglichkeit ergeben, wäre jedoch eine Aufsichtsperson erforderlich. »Wir werden mit den Lehrern reden, ob was möglich ist«, versprach Ritter. Er regte an, dieses Thema nicht von der Planung abhängig zu machen, sondern separat zu diskutieren.

Ein Lob sprach Konrad Unterstein (FW) dem Planer aus: »Mir gefällt der Entwurf gut. Sogar an die Feuerwehr und an die Müllabfuhr denkt man«, so Unterstein. Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge sowie die Müllabfuhr und der Öllieferant werden nach der Umgestaltung die einzigen motorisierten Fahrzeuge sein, die das Schulgelände bei Bedarf anfahren dürfen. Ansonsten soll das gesamte Areal autofrei bleiben. Das bedeutet auch, dass, wie bisher, unmittelbar vor dem Schulgebäude nicht mehr geparkt werden darf.

Die Planung der Neugestaltung der Westseite schließt sich der Linienführung des bereits im vergangenen Jahr neu gestalteten südlichen Pausenhofs an. Der Architekt sprach von einer geradlinigen, funktionellen und Vandalismus-sicheren Platzgestaltung. Durch den Wegfall des Hausmeistergebäudes – es soll im nächsten Frühjahr abgerissen werden – steht jetzt mehr Platz zur Verfügung. Dadurch lässt sich nicht nur der Eingangsbereich, sondern auch der gesamte Vorplatzbereich schülerfreundlicher und großzügiger gestalten.

Busbuchten künftig besser an Schule angebunden

Eine neue räumliche Situation ergibt sich auch durch den derzeit laufenden Ausbau der Fridtjof-Nansen-Straße. Durch eine Verschiebung der Busbuchten für die Schulbusse verbessert sich die Anbindung zum Schulgelände an der Pestalozzistraße. Als zentrale Erschließungsachse soll zwischen dem Anschluss Nansen-Straße und dem Hauptgebäude der Schullandschaft eine gepflasterte Esplanade mit Sitzgelegenheiten entstehen. Der bestehende Baumbestand soll so weit möglich erhalten bleiben. Lediglich kleinere Sträucher und Gehölze müssen weg.

Ein Fahrradabstellplatz für 90 Fahrräder soll auf der Seite der Pestalozzistraße entstehen, um die Esplanade vom Fahrradverkehr weitgehend freizuhalten. Eine zusätzliche Beleuchtung und zusätzliches Grün sowie eine Eiche im Rahmen des »Eichenprojekts« sollen das Umfeld noch freundlicher erscheinen lassen.

Um auch die Maßnahmen zu realisieren, die nicht in der geschätzten Bausumme von 350 000 Euro enthalten sind, die auch den Abriss des ehemaligen Hausmeistergebäudes und die Beseitigung des Altbestands beinhalten, hatte der Bauausschuss dem Stadtrat empfohlen, den Betrag auf 450 000 Euro aufzustocken. Unter diese Mehrkosten fallen nicht nur ein überdachter Fahrradabstellplatz und ein Wartehäuschen, sondern auch ein überdachtes Mülltonnenhäuschen. Außerdem soll in die Schule ein Breitbandanschluss verlegt werden. Auf der Basis des genehmigten Entwurfs und der genehmigten Kosten erhielt der Architekt den Auftrag, die Planung weiterzuentwickeln. ga

 


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