Bildtext einblenden
Die Stepptanzgruppe des TSV Trostberg tanzte als »Schneeflocke«. Foto: Mix

Begeisternde Wiederauflage der Theaterweihnacht im »Theaterchen O«

Traunreut – Lang, lang ist’s her, dass in den früheren Räumlichkeiten des »Theaterchen O« an der Wichernstraße jedes Jahr eine »Theaterweihnacht« gefeiert worden war. Viele Traunreuter erinnern sich noch gerne daran und freuten sich daher umso mehr, dass es in diesem Jahr eine Neuauflage gab.


An zwei Abenden boten »Al Dente«, »Elsa & Friends« sowie Mitglieder des »Theaterchen O« und der Stepptanzgruppe des TSV Trostberg ein buntes Programm. Es ging dabei mal besinnlich und leise zu, dann aber auch wieder witzig und etwas lauter.

Nicht nur viele Besucher in der Theaterfabrik erlebten schon vor Jahren regelmäßig die Theaterweihnacht. Auch unter den Interpreten waren einige damals schon dabei und hatten beschlossen, das Erfolgsmodell neu aufzulegen. Im Programm waren wunderschöne Lieder, vorgetragen vom A-Capella-Ensemble »Al Dente« und Elsa Lichtmannegger, die dieses Mal nur einen »Friend« dabei hatte, nämlich Klaus Obermair als Begleitung am Klavier.

Der Chor sang unter anderem weihnachtliche Lieder wie das von »Rudolph, the Red-Nosed Reindeer«, aber auch das hoffnungsvolle »Von guten Mächten wunderbar geborgen«. Claudia Leitmeyr bot zu »I’m Singing in the Rain« und »Frosty, the Snowman« die passende Stepptanzeinlage. Elsa Lichtmannegger mit ihrer souligen Stimme brachte »What a Wonderful World«, Hildegard Knefs »Für mich soll’s rote Rosen regnen« und manch andere Lieder dar.

Amüsant war die vorgelesene Geschichte »Was man vor dem Besuch des Weihnachtsgottesdienstes wissen sollte«. Darin ging es um Tipps für »Selten-Kirchgänger«. Es sei zum Beispiel nicht üblich, in die Kirche eine Brotzeit mitzunehmen, man solle zu den Liedern nicht schunkeln und wenn der Klingelbeutel durch die Reihen geht, sei es üblich, Geld hineinzulegen und nicht etwas herauszunehmen.

Über seine ganz alltäglichen Probleme erzählte Nikola Sihon als Santa Claus. Es ging um kranke Elfen, die die Spielzeugproduktion beeinträchtigen, schwangere Rentiere in Mutterschutz, Mäuse, die den Stollen angeknabbert haben und nicht zuletzt um den angekündigten Besuch der Schwiegermutter.

Klara Miller-Führen gab einen Einführungskurs ins Jodeln und brachte den ganzen Saal dazu, Dü-Rü-Hollero zu rufen. Zudem waren ein Gedicht von der Schneeflocke zu hören, der gespielte jährliche Mutter-Tochter-Weihnachtsabend zu sehen und eine bierselige Männergruppe, die am Heiligen Abend über den Ursprung von Weihnachten philosophierte. Die drei brachten nach mehreren alkoholischen Getränken allerdings so einiges in der biblischen Geschichte durcheinander, meinten beispielsweise Maria und Josef seien damals aus dem Paradies vertrieben worden. Am Ende stand die schlaue Erkenntnis: »Weihnachten soll einfach an das Weihnachtsfest erinnern.«

Die Besucher der Theaterweihnacht in der gut gefüllten Theaterfabrik genossen einen sehr abwechslungsreichen Abend und bedachten die Darsteller mit begeistertem Applaus. Ob es nächstes Jahr eine Wiederholung gibt oder die Theaterweihnacht gar wieder zu einer festen Einrichtung werden könnte, darüber ließ sich Moderator Stefan Waldherr allerdings nicht aus. Er meinte nur: »Nächstes Jahr ist wieder Weihnachten. Schau ma mal.«

mix

Mehr aus Traunreut