Baustelle für neues Kulturzentrum gesegnet

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Auf das neue Kulturzentrum der rumänisch-orthodoxen Gemeinde freuten sich zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll (von links), Johann Kotzur, Pfarrer Iconom Stavrofor Constantin Bartok, ehemaliger Bürgermeister Klaus Ritter, Dr. Serafim Joanta, Rumänisch-Orthodoxer Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, Dr. Ioan Selejan, Metropolit des Banats, Dr. Peter Ramsauer, Bundestagsabgeordneter und Bundesminister a.D., Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und Pater Markus Jasny.

Traunreut – Das Herbstfest der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Traunreut war heuer besonders feierlich. Denn in diesem Rahmen erfolgte nun die Segnung des Grundsteins und der Baustelle für das geplante Kulturzentrum. Mit Dr. Ioan Selejan, Metropolit des Banats, und Dr. Serafim Joanta, Rumänisch-Orthodoxer Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, waren hochrangige geistliche Würdenträger vor Ort.


Bei strahlendem Wetter begrüßten die Kinder der rumänischen Schule in ihren bunt bestickten Trachten die Ankunft der festlich dekorierten Kutsche mit den beiden Metropoliten sowie Pfarrer Iconom Stavrofor Constantin Bartok und Bürgermeister Hans-Peter Dangschat vor der rumänisch-orthodoxen Kirche in Traunreut. Untermalt mit zünftigen Klängen der Traunwalchner Blaskapelle wurde ihnen vor der schmucken Holzkirche »Zur Ehre der Heiligen Drei Hierarchen« ein würdiger Empfang bereitet.

Die erst seit fünf Jahren bestehende, rumänisch-orthodoxe Kirche an der Siebenbürgener Straße war aufs Prächtigste geschmückt und die auf dem Gelände versammelten Gemeindemitglieder waren überwiegend in farbenfrohen Landestrachten gekleidet. Der Liturgie mit den traditionellen Riten und Gesängen im Gotteshaus folgte eine kirchliche Zeremonie im Freien, bei der auch der Grundstein für das neue Kulturzentrum gesegnet wurde.

Metropolit Dr. Serafim Joanta betonte die Wichtigkeit von sozialen Bindungen auch außerhalb der Kirche. Daher rühre der Wunsch nach einem Kulturzentrum. Er lobte ausdrücklich die lokalen Behörden für die Unterstützung bei den Bauangelegenheiten. Sie hätten von Anfang an die Bauprojekte der Kirchengemeinde begrüßt und auch finanziell »mit einer bedeutenden Summe« unterstützt.

Das Kulturzentrum, von dem das Fundament bereits steht, soll den Gemeindemitgliedern als eine Stätte der Begegnung dienen und zusammen mit der Kirche den in Deutschland aufgewachsenen Kindern und Jugendlichen eine geistige Heimat im Glauben und der bewahrten Traditionen geben. Von den insgesamt 120 rumänisch-orthodoxen Gemeinden Deutschlands gibt es 20 gemeindeeigene Kirchen. Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Traunreut ist die erste, die einen eigenen Kultursaal errichten und betreiben wird.

Bürgermeister Dangschat würdigte den Einsatz von Pfarrer Bartok, dem Gründer der Traunreuter rumänisch-orthodoxen Gemeinde. Sie umfasst mittlerweile knapp 3800 Mitglieder zwischen München und Salzburg. »Als Anlaufstelle für neu zugezogene, rumänische Mitbürgerinnen und Mitbürger leistet sie somit auch einen wichtigen Integrationsbeitrag«, so Dangschat. Zudem sei die Holzkirche mit der hochwertigen Handwerkskunst und den Wand- und Deckengemälden ein Schmuckstück der Region und Anziehungspunkt für Touristen aus nah und fern.

Pfarrer Bartok würdigte die Unterstützung von Bürgermeister Dangschat und Brauchtumsreferent Markus Schupfner. Er betonte, dass die Stadt Traunreut die rumänisch-orthodoxe Gemeinde von Anfang an immer willkommen geheißen habe. Volkstanzeinlagen boten einen fröhlichen Abschluss des offiziellen Festakts und gewährten Einblick in eine Kultur, die von Lebensfreude, Tradition und Verbundenheit geprägt ist. Der Tag fand im Festzelt bei Speis und Trank in geselligem Beisammensein einen gemütlichen Ausklang.

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