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Foto: FDL/Benje

»Action pur« beim Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren des Stadtgebietes Traunreut

Traunreut – Nach 2 Jahren Pandemie konnte jetzt endlich wieder ein Berufsfeuerwehrtag für die Jugendgruppen der Traunreuter Feuerwehren stattfinden. Die Feuerwehren aus Traunreut, Stein/Traun, Traunwalchen, Matzing und Pierling organisierten für diesen Tag spannende und actionreiche Einsätze für Ihre Jugendgruppen.


Die Jugendlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren traten an diesem Tag einen 24-Stunden Dienst an, um Einsätze abzuarbeiten, aber auch um Geräte zu warten und natürlich um die Gemeinschaft zu stärken. Los ging es gegen 16.00 Uhr, wo sich die circa 40 Jugendlichen und die 20 Ausbilder, Helfer und Organisatoren am Gerätehaus der Feuerwehr Pierling trafen.

Kaum dort angekommen, kam bereits der erste Alarm. Die Feuerwehren wurden in unterschiedlichen Gruppen eingeteilt und es galt, den ersten von drei Wechseleinsätzen abzuarbeiten. Während die Feuerwehr aus Stein/Traun den Brand einer Holzhütte in Traunwalchen zu bewältigen hatte, mussten die Floriansjünger aus Pierling, Matzing und Traunwalchen nach Traunreut zu einem unter Wasser stehenden Keller ausrücken. Dieser wurde durch einen mit Wasser gefüllten Baucontainer simuliert. Die Feuerwehr aus Traunreut war währenddessen in Matzing zu einem Waldunfall mit vermissten Personen unterwegs. Diese Einsätze wurden während der 24 Stunden dauernden Einsätze von allen Gruppen abgearbeitet.

Als man sich gegen 20.00 Uhr bereits auf den Abend vorbereitete, gab es den ersten Großalarm. Ein Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen im Bereich der Geothermieanlage im Einsatzgebiet der Feuerwehr Stein/Traun wurde alarmiert. Dort angekommen, gab es für alle zunächst einen Adrenalinschub. Eines der Fahrzeuge begann zu brennen und der Unfallort war im strömenden Regen in dichtem Rauch gehüllt. Geschockte Unfallbeteiligte irrten an der Unfallstelle umher, während sich noch bewusstlose Personen in einem der Fahrzeuge befanden.

Hier bemerkten die angehenden Floriansjünger sehr schnell, dass dies alles nur in einer gut funktionierenden Gemeinschaft zu bewältigen ist. Es galt den beginnenden Fahrzeugbrand so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Die geschockten Unfallbeteiligten mussten beruhigt werden und das Befreien der eingeklemmten Personen hatte ebenso oberste Priorität. Auch der Verkehr musste umgeleitet werden. Aber auch dieses Szenario wurde von den gut 40 Jugendlichen unter Anleitung Ihrer Ausbilder souverän gemeistert.

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Foto: FDL/Benje

Anschließend ging es zum Feuerwehrhaus nach Traunreut, wo man die Nacht verbrachte. Gegen 6.00 Uhr morgens wurde man dann unsanft durch den ersten Alarm aus den Federn geholt. Es war wieder einer der drei Wechseleinsätze abzuarbeiten. Anschließend traf man sich zum Frühstück bei der Feuerwehr in Traunwalchen. Kaum war man mit dem Frühstück durch, gab es den nächsten Großalarm. Ein Grillunfall mit beginnenden Flächen und Waldbrand sowie mehreren vermissten Personen in der Nähe der Kläranlage in Traunreut wurde alarmiert.

Auch hier musste man wieder bei der Ankunft am Einsatzort sich einen Überblick verschaffen, verschiedene Abschnitte generieren und loslegen. Es galt zunächst das Feuer unter Kontrolle zu bringen und eine Wasserversorgung mittels Saugleitung aus der nahen Traun aufzubauen. Der Abschnitt Rettung machte sich sofort auf den Weg, um die vermissten Personen ausfindig zu machen. Das alles lief wieder Hand in Hand und so konnte nach circa einer Stunde Feuer aus gemeldet werden. Auch alle vermissten Personen wurden aufgefunden. Nach einer Lagebesprechung kehrte man an das Feuerwehrgerätehaus in Traunreut zurück, reinigte die Ausrüstung und gegen Mittag machte man sich auf den Weg nach Hause.

Man kann nur stolz und dankbar sein, wie es unsere Feuerwehren immer wieder schaffen, die Jugend für das Ehrenamt bei den Freiwilligen Feuerwehren zu begeistern, um auch in Zukunft nicht auf unsere Sicherheit verzichten zu müssen.

fb/red

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