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Ab Montag gehen Abschlussklassen in Traunreut wieder in die Schule

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Abstand einhalten: Oberstudiendirektor Matthias Schmid (links) und Hausmeister Gerhard Altmann vom Johannes-Heidenhain-Gymnasium messen den Abstand zwischen den Einzeltischen in der Aula nach. Dieser beträgt sogar mehr als die erforderlichen 1,50 Meter. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Die Schulen in Bayern am Montag für die Abschlussklassen wieder geöffnet. Da im laufenden Betrieb wichtige Hygienebestimmungen und Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen, werden die Schulen vor große Herausforderungen gestellt. So muss unter anderem gewährleistet sein, dass in den Klassenräumen der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird.


In der Werner-von-Siemens-Mittelschule ist das laut Rektor Dieter Flessa kein Problem, da die Schule in den Räumen für die neunten und zehnten Klassen sowieso Einzeltische hat. In den zwei zehnten Klassen sind jeweils nur 17 Schüler, die gemeinsam in ausreichend großen Zimmern unterrichtet werden können. Die neunten Klassen werden in Gruppen geteilt und getrennt beschult. Dabei helfen Lehrer aus, die ansonsten in den unteren Klassenstufen eingesetzt wären. Obwohl die Organisation des Unterrichtes nun viel Arbeit für alle bedeutet, ist Dieter Flessa doch froh, wenn es wieder losgeht. »Das Homeoffice ist viel mehr Arbeit als der normale Unterricht.« Er hat in den letzten Wochen viel Material per Mail an seine Schüler verschickt, musste es dann korrigieren und zurückschicken, Fragen beantworten und vieles mehr, alles wesentlich komplizierter, als wenn man die Schüler direkt vor sich hat.

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Ein glücklicher Umstand kommt dem Johannes-Heidenhain-Gymnasium entgegen: Der Abiturjahrgang ist heuer mit 39 Schülern der kleinste seit Jahren. »Abstand halten ist daher bei uns kein Problem«, erklärt Studiendirektor Matthias Schmid. In der Aula und im Musiksaal stehen bereits die Einzeltische für den Unterricht bereit. Der Stundenplan für die Abschlussschüler muss nun für die noch zu unterrichtenden Abiturfächer ganz neu erstellt werden und wird sich auf die Vormittage begrenzen.

An der Walter-Mohr-Realschule machen dieses Jahr 84 Schüler den Abschluss. In den kommenden Wochen werden sie, aufgeteilt in Gruppen mit maximal 15 Schülern, unterrichtet. Ausreichend Räume sind vorhanden, sodass sich die Schüler auf das ganze Schulhaus verteilen können.

Eine Sonderstellung unter den Traunreuter Schulen nimmt die Schule Schloss Stein als Internatsschule ein. Hier wurden 22 ausländische Schüler aus China und Mexiko auch während der vergangenen Wochen, sogar in den Osterferien, betreut, da diese in der momentanen Situation nicht nach Hause können. Wie alle anderen Klassen auch, wurden sie digital unterrichtet. Die Q 12 besuchen in Stein 22 Abschlussschüler, für die am Montag der Unterricht wieder regulär beginnt. In den Hauptfächern sind die Abiturienten sowieso in Gruppen von zehn bis zwölf Teilnehmern aufgeteilt, die zusammen in einem Zimmer mit dem notwendigen Abstand sitzen können. Die Abschlussschüler werden in Stein in eigenen Räumen getrennt von den übrigen Klassenstufen unterrichtet.

Generell gilt für die Schulen: Einen Raumwechsel soll es für die Schüler während des Unterrichts nicht geben und auch keinen Pausenverkauf. Während der Pausen bleiben die Jugendlichen voraussichtlich im Klassenzimmer. Mundschutz müssen sie in den Schulhäusern nicht tragen, allerdings auf dem Schulgelände und im Schulbus schon. Für sonstige Hygienemittel wie ausreichend Seifen und Desinfektionsmittel müssen die Sachaufwandsträger – sprich die Stadt Traunreut bei der Mittelschule und der Landkreis bei den weiterführenden Schulen – sorgen. Matthias Schmid wollte sich aber nicht darauf verlassen und hat schon rechtzeitig Hausmeister Gerhard Altmann angewiesen, ausreichend Desinfektionsmittel zu besorgen, die in allen Toiletten der Schule und in den Klassenzimmern zur Verfügung stehen. mix


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