Verkehrsreferent befürchtet Verkehrschaos

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Traunreut – Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) befürchtet, dass eine weitere Wohnbebauung am westlichen Stadtrand südöstlich der Hofer Straße mit drei Wohnblöcken ein Verkehrschaos auslösen könnte. Deshalb lehnte er in der Stadtratssitzung als Einziger die Empfehlung des Bauausschusses ab, die Bauleitplanung auf der Basis eines Entwurfs weiterzuentwickeln. Günther Dzial (SPD) schloss sich zwar der großen Mehrheit an, forderte aber ebenfalls wie Gorzel, ein Verkehrskonzept. »Wir sollten uns Gedanken machen, wie es verkehrsmäßig dort weiterlaufen wird, weil´s immer dichter wird.«


Näher kommentiert wurden die Befürchtungen der beiden Stadträte nicht. Laut dem vorliegenden Entwurf soll die Erschließung über die Hofer Straße durch eine Sackgasse mit einem Wendehammer geregelt werden. Der dort verlaufende Stadtrundweg wird nicht berührt, bestätigte der Planer, Martin Jobst.

Wie berichtet, sollen auf dem rund 6000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück drei Wohnblöcke mit rund 40 Wohnungen gebaut werden. Sobald das Baurecht abgewickelt ist, soll das nach den Vorstellungen des Stadtrats zu bebauende Grundstück an einen Investor veräußert werden. In diesem Zusammenhang wurde auch bereits in der Bauausschusssitzung angeregt, nicht nur Besserverdienen zu einem Eigentum zu verhelfen, sondern auch günstigen Wohnraum anzubieten.

Sepp Winkler (Bürgerliste) brachte diese Anregung erneut aufs Tablett. Eine Debatte darüber soll aber erst in einer der nächsten Sitzungen geführt werden. Das gleiche gilt für die Ausstattung der Gebäude. Gretl Gineiger (Grüne) wollte wissen, ob die Gebäude auch barrierefrei gebaut werden.

Der Entwurf des Architekten, der diesen auch dem Gesamtgremium vorstellte, wurde grundsätzlich begrüßt. »Mir gefällt die Situierung der Gebäude sehr gut », sagte Bürgermeister Klaus Ritter. Positiv wertete er auch, dass für die bestehende Wohnbebauung zusätzlich zehn Stellplätze mit eingeplant sind. Nach Angaben von Jobst seien im Laufe des vergangenen Jahres die Grundlangen, wie beispielsweise Bestandsvermessungen und Höhen auf dem relativ abfallenden Gelände durchgeführt worden. Auch seien die städtebaulichen Untersuchungen hinsichtlich der Baukörper, Dichte der Bebauung und Anordnung der zukünftigen Wohngebäude an einem Modell entwickelt worden. Als Baukörper schlägt er drei Würfelhäuser vor. Durch die Situierung der Baukörper entsteht eine Art Innenhof, der sich beispielsweise als Gemeinschaftstreffpunkt eignen könnte. Ein Spielplatz ist im Entwurf ebenfalls enthalten. Die Häuser mit jeweils 13 Wohneinheiten sollen jeweils vier Vollgeschosse und ein Dachgeschoß erhalten. Insgesamt sind 60 Stellplätze eingezeichnet, 43 Tiefgaragenplätze und 17 oberirdische Parkplätze. Nach Angaben des Architekten seien bei der Erschließung des Grundstücks auch die Vorgaben des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) berücksichtigt worden. Das Umfeld, und dazu gehört auch der Stadtrundweg, ist im ISEK-Verfahren als wichtiger Naherholungsbereich definiert. Gegen die Stimme von Roger Gorzel wurde der Architekt beauftragt, auf der Basis des Entwurfs weiterzuplanen. ga

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