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Tittmoninger Stadtrat beschließt Glyphosat- und Insektizid-Verbote

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In vielen Städten und Gemeinden der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land brennt derzeit eine hitzige Diskussion um Glyphosat-Verbote. (Foto: Symbolbild/dpa)

Tittmoning – Auch der Tittmoninger Stadtrat kehrt dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat auf den städtisch-landwirtschaftlichen Flächen den Rücken zu. Das ergab die jüngste Sitzung am Dienstag.


Durch den Beschluss wird auf den etwa 22 Hektar umfassenden landwirtschaftlichen Flächen, die sich im Eigentum der Stadt befinden und an Landwirte verpachtet werden, der Einsatz des Herbizids verboten.

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Dies gilt nicht nur für zukünftige Vertäge; auch bestehende sollen entsprechend abgeändert werden. Des weiteren dürfen auch bestimmte Insektenvernichter (Neonicotinoide) auf den Flächen nicht eingesetzt werden, beschloss der Stadtrat am Dienstagabend mit großer Mehrheit.

Das Pflanzengift Glyphosat sorgt seit einiger Zeit in der gesamten EU-Politik für große Diskussionen. In Traunreut kam es nach einem angestrebten Verbot von Spritzmittelzusätzen auf Empfehlung des Bauausschusses zu einer Grundsatzdiskussion über die herkömmliche Landwirtschaft. Die Landwirte fühlten sich an den Pranger gestellt. Auch die BGL-Gemeinde Ainring hat Glyphosat bereits verboten. Genauso wie die Molkerei Berchtesgadener Land, die ihren rund 1800 Genossenschaftsmitgliedern Ende letzten Jahres mit sofortiger Wirkung den Gebrauch des Unkrautvernichters untersagt hat.

red