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Aperschnalzen rund um den Waginger See

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Tittmoning: Aperschnalzen rund um den Waginger See
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Die Pass Schönram II gewann das Aperschnalzen rund um den Waginger See. Bei Sonnenschein verfolgten viele Zuschauer die Brauchtumsveranstaltung. (Foto: Albrecht)

Tittmoning – Der Klimawandel funkt auch den »Aperschnalzern« dazwischen. Mit dem Schnalzen soll der Winter ausgetrieben werden. Das Wort »Aper« oder »Awer« bezeichnete nämlich das Verschwinden des Schnees und das Ergrünen der Landschaft.


In dieser Hinsicht war das Schnalzen »Rund um den Waginger See« in Mayerhofen bei Tittmoning wegen des fehlenden Schnees eigentlich unnötig. Trotzdem sei es schön, das Brauchtum zu erhalten, meinte Schirmherr, Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner, bei seiner Begrüßung. Und es habe ja auch Vorteile, statt beim Zuschauen im Schneesturm in der Sonne zu stehen. Dem stimmte auch der Gauvorstand der Rupertiwinkler Schnalzer, Rudi Roider, zu.

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Schon der Einzug der 20 Jugendpassen und 29 Allgemeinen Passen zur Schnalzerwiese wurde von mehreren Hundert Schaulustigen verfolgt. Beim Schnalzen kamen die Jugendpassen zuerst zum Zug. Schon die jüngsten, kaum Sechsjährigen, gaben sich redlich Mühe beim Schwingen der langen Goaßln. Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Aperschnalzen eine reine Männersache, beim Schnalzen um den Waginger See trat eine reine Frauenpass an, die sich – es war ihr erster Auftritt – schon recht passabel anhörte.

Um die Resultate bei diesen Schnalzerwettbewerben möglichst fair und unbeeinflusst zu werten, werden die Preisrichter in eine fensterlose Kammer gesperrt und die Passen nur per Nummern aufgerufen. Turbulent geht es stets bei der Preisverleihung zu, die auch in diesem Fall mit Spannung erwartet wurde. Bei der Jugend war der Gewinner Waging II. Es folgten, Schönram I, Roth I, Kirchanschöring I, Waging I, Schnoat, Roth II, Kühnhausen, Kirchanschöring II, Laufen I, Palling, Waging III, Schönram II, Fridolfing und Tittmoning.

Bei den Allgemeinen Passen war Schönram II siegreich. Auf den Plätzen folgten Tittmoning I, Waging IV (die Gewinner vom letzten Jahr), Kirchanschöring IV, Roth I, Schönram III, Waging II, Waging III, Laufen II, Kühnhausen, Schönram I, Tittmoning III, Kirchanschöring I, Laufen IV.

Einmal werden die Schnalzer in diesem Jahr noch ausrücken, zum größten Wettbewerb überhaupt, dem Rupertigau Preisschnalzen. Dieses wird am kommenden Wochenende bei der Lodronhalle in Roth bei Kirchanschöring ausgetragen. Der Jugendwettbewerb beginnt am Samstag um 12.30 Uhr und der Erwachsenenwettbewerb am Sonntag um 12 Uhr. al