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Auf einem Areal in Tengling entsteht eine neue Kinderkrippe. Den Auftrag zum Verlegen eines neuen Regenwasserkanals und eines Abwasserkanals hat der Gemeinderat bereits vergeben. (Foto: Caruso)

Schritt für Schritt zur Kinderkrippe

Taching am See – Nicht alles, was der Gemeinderat beschließt, erfährt auch gleich die Öffentlichkeit. Manches gibt das Gemeindeoberhaupt erst später bekannt, so zum Beispiel Auftragsvergaben. So informierte Bürgermeisterin Stefanie Lang zu Beginn der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung über den in der vorausgegangenen nichtöffentlichen Sitzung gefassten Beschluss, mit dem die Gemeinde die Kanalbauarbeiten im Bereich des Kindergartens Tengling vergeben hat.


Im Zuge des dortigen Kinderkrippenneubaus lässt die Gemeinde Taching auch einen neuen Abwasser- und einen neuen Regenwasserkanal verlegen. Die entsprechenden Arbeiten gingen an die Schneckenpointner GmbH in Waging am See. »Die Angebotssumme unterliegt auch weiterhin der Nichtöffentlichkeit«, sagte Lang.

Überdies ließ sie wissen, dass sich der Gemeinderat darauf verständigt hat, das Aquasoli Ingenieurbüro für Wasserbau & Hydrodynamik in Siegsdorf mit dem Erstellen einer Starkregenstudie zu betrauen. Das Ratsgremium habe sie auch ermächtigt, diese Studie auf das Gebiet »Am Linnerfeld« in Gessenhausen ausweiten zu lassen, falls dieses Neubaugebiet nicht schon von der eigentlichen Studie miterfasst werden sollte, so die Bürgermeisterin.

Wie sie im weiteren Verlauf der Sitzung informierte, gab es in letzter Zeit vermehrt Anfragen von Personen, die Waren und Dienstleistungen in den Strandbädern in Taching und Tengling anbieten wollen. Da-runter sei auch eine Physiotherapeutin, die einen Pavillon in Tengling aufstellen möchte, in dem sie den Strandbadbesuchern Massagen gegen Bezahlung feilbieten wolle. Nachgefragt worden sei auch das Abhalten eines Yogakurses am See, der Verkauf von Schmuck und von Eiscreme. Der Eisverkauf einer Gelateria aus Laufen sei nur an Tagen angedacht, an denen der Gastwirt des Strandbads in Taching Ruhetag hält.

Nach längerer Diskussion, in der das Pro und Contra dieser zusätzlichen Angebote abgewogen worden war, beschloss der Gemeinderat, in der kommenden Saison nur der Physiotherapeutin entgegenzukommen. Sie darf während der Sommermonate einen wieder abbaubaren Pavillon auf die Liegewiese stellen, in der sie die Massageliege unterbringt.

Der Gemeinderat beschloss auch, dass bei jeder Anfrage eine Einzelfallentscheidung getroffen wird. Die Räte beraten darüber aber nur, wenn Anfragen formell bei der Gemeinde mit Namen und Anschrift eingegangen sind.

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