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Heiraten während der Corona-Krise: Formeller Akt statt rauschendem Fest

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Hochzeit während Corona-Krise: Formeller Akt statt rauschendem Fest | Taching am See
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Foto: privat

Taching am See – Die gute Nachricht vorweg: Es wird ein großes Hochzeitsfest geben – nur wann, das steht derzeit noch nicht fest. Nach 13 Jahren »wilder Ehe« und inzwischen zwei Kindern wollen sich Agnes Lamminger und ihr Lebensgefährte Andi Giesbrecht endlich das Ja-Wort geben: am Freitag, den 27. März.


Im großen Saal des historischen Rathauses in Tittmoning ist die Trauung geplant. Doch dann kam die Corona-Krise und stellt das Paar nun vor eine ganz besondere Prüfung.

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Da das Paar nur standesamtlich heiraten möchte, war die Trauung mit 50 Leuten vorgesehen, mit Familie, Verwandten und Freunden, am Abend sollte ein rauschendes Fest mit rund 70 Gästen in Kühnhausen steigen. »Wir hatten uns das alles so schön ausgedacht«, sagt Lamminger.

Welchem Risiko darf oder will man Gäste und Familie aussetzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Paar nicht erst seit der Ausgangsbeschränkung, die inzwischen gilt. Ausgerechnet seit Freitag, 13. März, war absehbar, dass sich gravierend etwas ändern würde.

Seither ist das Brautpaar in enger Abstimmung mit dem Standesamt der Stadt Tittmoning. »Noch findet die Trauung statt, aber nur mit den beiden Trauzeugen – so habe ich mir meinen Hochzeitstag nicht vorgestellt, das ist irgendwie jämmerlich.« Daher wird sie ihr Brautkleid auch nicht anziehen, selbst wenn die Trauung stattfinden kann. »Das hebe ich mir für die große Feier mit allen Freunden und Verwandten im nächsten Jahr auf.«

Lamminger und Giesbrecht wollen die Trauung aber durchziehen, solange es möglich und erlaubt ist. »Als rein formellen Akt«. Trotz der großen persönlichen Enttäuschung betont die Tenglingerin: »Es ist kein Riesendrama, uns geht es gut, wir sind gesund, das ist derzeit das Wichtigste.« Gefeiert wird dann eben nächstes Jahr. vew 


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