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Faschingshochzeit in Tengling – Bartl und Annamierl gaben sich das Ja-Wort

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Foto: FDLnews/Lamminger

Taching am See – Nach 20 Jahren Pause veranstalteten der Heimatverein Tengling und die Burschen- und Dirndlschaft Tengling-Törring e.V. am Samstag in Tengling wieder eine Faschingshochzeit. Unter dem Motto „Lieber voll als liebevoll“ gaben sich Seehuber Lisa alias Bartl Steckerlzoaga und Stefan Fellner alias Annamierl Ganzschebroad mehr oder weniger freiwillig das JA-Wort.

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Damit sich alle gemütlich auf die Faschingshochzeit einstimmen konnten, gab es am Vormittag erst einmal ein Weißwurstfrühstück auf dem Dorfplatz in Tengling. Durch die verkehrten Faschingskostüme, wie sie für eine Faschingshochzeit üblich sind – Mann geht als Frau und Frau geht als Mann – brauchte es oft einen zweiten Blick, bis man seinen Gegenüber erkannte.

Gegen 12.30 Uhr machte sich der Kirchenzug, angeführt von der Tenglinger Musik, auf den Weg durch das Dorf. Gefolgt von über 300 Hochzeitsgästen zog ein alter Bulldog einen Anhänger, auf dem das nicht zusammenpassende Brautpaar in einem Bett lag. Dahinter folgte, der „Schneizer Pass Fisching I“, der sich die Seele aus dem Leib schneizte, und die Faschingshochzeitsmusi Waging vom Alkoholvernichtungsverein „So Haumvoi“, die das ganze musikalisch begleiteten.

Wieder am Dorfplatz angekommen, schreitete die Braut „Annamierl Ganzschebroad“ in das Standesamt – eine aufgebaute Bühne auf dem Dorfplatz. Der „Schneizer Pass Fisching I“ gab mit einer Einlage noch mal sein Bestes bevor die Hochzeitszeremonie begann. Nur war dann der Bräutigam abgängig. Hatte er es sich noch anders überlegt? Nicht ganz ohne Wiederstand wurde „Bartl Steckerlzoaga“ zu seiner Zukünftigen gebracht. Der Kirchenchor untermalte die Trauung mit seinem traurigen Gesang.

Fotos von der Faschingshochzeit in Tengling:

Ehe diese jedoch beginnen konnte wurde die Trauung von einer Verflossenen vom „Bartl“ mehrmals unterbrochen. Sie wollte ihren Geliebten von der Hochzeit abhalten und wieder zurückerobern. Die Hochzeitsgesellschaft hielt sie jedoch davon ab. Nun packten der Hochzeitslader „Ferdl Meidafeid“ und der Bürgermeister „Professor Dr. Ursus Dippfelscheisser“ die Sache an und vermählten das nicht zusammenpassende Brautpaar.

Bunte Ringe aus dem Kaugummiautomaten waren das Zeichen der Liebe, die sie sich gegenseitig ansteckten. Noch ein Gruppenfoto am Dorfplatz und die Hochzeitsgesellschaft zog weiter nach Taching. Dort wurde sich beim ehemaligem Bergwirt für die anstehende Feierlichkeit gestärkt. Mit Spielen und live Musik feierte die närrische Hochzeitsgesellschaft bis tief in die Nacht.

 

FDL/Lamminger