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Erfreuliche Haushaltsentwicklung in Taching am See

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Taching am See
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Taching am See steht finanziell gut da.

Taching am See – Finanzthemen bestimmten die jüngste Sitzung des Gemeinderats Taching am See. Auf der Tagesordnung standen der Rechenschaftsbericht des abgelaufenen Haushaltsjahrs 2017, sowie die Vorberatungen zum Haushalt 2019.


Der Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2017 spiegelte die durchaus gute Finanzsituation der Gemeinde wider. Der Verwaltungshaushalt, in dem sämtliche Steuern, Gebühren und sonstige Einnahmen aus dem laufenden Betrieb verbucht wurden, schloss mit einem Ergebnis von 3,69 Millionen Euro. Die Einnahmen überstiegen die Ausgaben um rund 570 000 Euro. Dieser Einnahmeüberschuss stand der Gemeinde für Investitionen zur Verfügung.

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Hohe Investitionsaufwendungen entstanden der Gemeinde durch die Verbesserung der Breitbandversorgung, für den Kauf eines neuen Bauhoffahrzeugs und für bauliche Maßnahmen an gemeindlichen Gebäuden wie der Schule und dem Kindergarten. Sämtliche Investitionen konnten ohne Kreditaufnahme finanziert werden. An Rücklagen konnte die Gemeinde bis zum Jahresende 2017 etwas über 1,8 Millionen Euro ansparen. Die Verschuldung betrug Ende vergangenen Jahres insgesamt etwa eine Million Euro, so dass unter Berücksichtigung der Guthaben auf dem Rücklagenkonto die Gemeinde als schuldenfrei bezeichnet werden kann. Abschließend ging Kämmerer Bernhard Kraus noch auf über- und außerplanmäßige Ausgaben im Haushaltsjahr 2017 ein, wobei hier keine nennenswerten Überschreitungen vorlagen.

Im Verwaltungshaushalt 2019 zeichnet sich eine unproblematische Haushaltsabwicklung ab. Die prognostizierten Steuereinnahmen der Gemeinde liegen bei etwa 2,3 Millionen Euro. Die Einnahmen werden sich nach derzeitiger Berechnung auf rund 3,8 Millionen Euro belaufen. € Für die geplante Waldkindergartengruppe werden voraussichtlich ab Herbst nächsten Jahres weitere Personalkosten auf die Gemeinde zukommen. Das Defizit aus der Kinderbetreuung wird dann auf jährlich 240 000 Euro ansteigen.

Die gute Betreuung der Kinder in den gemeindlichen Betreuungseinrichtungen ist Bürgermeisterin Ursula Haas und dem Tachinger Gemeinderat eine wichtige Angelegenheit. Trotz der hohen Ausgaben und des Defizits, das die Gemeinde übernimmt, sollen die Eltern der Kinder nicht mit hohen Kindergartenbeiträgen belastet werden. In dieser Hinsicht ist die weitere politische Entwicklung abzuwarten, da die Übernahme der Elternbeiträge durch den Freistaat Bayern derzeit aktuell diskutiert wird.

Großzügig zeigte sich der Rat auch bei der geplanten Kostenübernahme für eine Sanierung des Tenglinger Sportplatzes. Die in den Sportvereinen ehrenamtlich geleistete Arbeit wird vom Rat lobend anerkannt. Für die notwendige Sportplatzsanierung werden im Haushalt 20 000 Euro eingeplant.

Im Vermögenshaushalt wurden alle Ansätze einzeln besprochen und beraten. Die Gemeinde wird im Rahmen der Verbesserung der Ortsdurchfahrt Tengling in den Jahren 2019/20 mit insgesamt 700 000 Euro zur Kasse gebeten werden. Maßnahmenträger ist hier der Freistaat Bayern, der der Gemeinde den Kommunalanteil in Rechnung stellen wird. Noch keine endgültige Entscheidung wurde getroffen, ob, und wenn ja, welches Nutzfahrzeug für den Bauhof angeschafft werden soll. Im Haushalt wurden dazu Mittel von 150 000 Euro veranschlagt.

An den Sportplätzen in Taching und in Tengling ist teilweise kein Flutlicht vorhanden und die bestehenden Flutlichtanlagen sind veraltet und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die voraussichtlichen Investitionskosten von 100 000 Euro wären für die Sportvereine nicht zu schultern, so dass die Gemeinde die Sportvereine finanziell kräftig unterstützen wird. Große Summen wird die weitere Verbesserung der Breitbandversorgung verschlingen. 600 000 Euro sieht der Haushalt dazu vor, wobei ein Großteil wieder an Fördermittel in die Gemeindekasse zurückfließt. In der Dachsteinstraße soll 2019 ein Kinderspielplatz mit modernen Spielgeräten und einer Einzäunung entstehen.

Kreditaufnahmen zur Finanzierung der Investitionsausgaben sind nicht vorgesehen. Die im Finanzplan ab 2020 eingeplanten, bisher bekannten Investitionen können ebenfalls ohne Kredite finanziert werden. Die endgültige Verabschiedung des Haushalts 2019 ist für die Gemeinderatssitzung am 12. Dezember geplant. bk