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Der neue Tenglinger Dorfladen ist im Erdgeschoß dieses Gebäudes an der Weinbergstraße angedacht. (Foto: Caruso)

Dorfladen kommt in ehemaliges Bankgebäude

Taching am See – Dass der Einbau eines Dorfladens in das ehemalige Raiffeisenbank-Gebäude an der Tenglinger Weinbergstraße vom Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen worden ist, gab Bürgermeisterin Stefanie Lang in der jüngsten öffentlichen Ratssitzung bekannt. Überdies ist es künftig wieder möglich, Geldgeschäfte an einem Bankautomaten zu tätigen.


Weiter signalisierte der Gemeinderat seine Zustimmung, dass die Hausmeisterwohnung im Tachinger Grundschulgebäude in absehbarer Zeit für die offene Ganztagsschule verwendet und entsprechend umgebaut werden soll. Einen Beschluss gibt es aber noch nicht.

Bürgermeisterin Stefanie Lang verwies darauf, dass Grundschüler ab 2026 einen Rechtsanspruch auf acht Stunden Betreuung pro Tag haben. Die Gemeinde müsse dann diese Betreuung von Montag bis Freitag gewährleisten.

Jetzt stelle sich die Frage, welche Räume sie dafür zur Verfügung stellen könne. Man habe zwar verschiedene Möglichkeiten geprüft, aber keine wirkliche Alternative zur Hausmeisterwohnung gefunden.

Ziel der heutigen Sitzung sei, im Ratsgremium Einverständnis herzustellen, dass in einer der nächsten Sitzungen ein Planungsbüro mit dem Umbau der Wohnung beauftragt wird, genauer mit dem Ermitteln der Grundlagen, der Vorplanung und der Entwurfsplanung. »Nach Vorliegen einer Kostenberechnung sollen Finanzierungsvorschläge erarbeitet werden«, sagte Lang.

Laut Bürgermeisterin zeichnet sich aufgrund der Schülerzahlen-Prognosen ab, dass ab dem Schuljahr 2023/ 2024 alle Räume in der Tachinger Grundschule mit Klassen belegt und damit maximal ausgelastet sind. »Rechtzeitig und frühzeitig sollten wir daher darüber nachdenken, wo und wie eine Ganztagsbetreuung realisierbar ist.« Sie habe den Gemeinderat bereits im Februar unterrichtet, dass die Hausmeisterwohnung eine optimale Lösung böte. »Eine erste Grobeinschätzung hat auch ergeben, dass die Wohnung so umgebaut werden kann, dass sie den Brandschutzbestimmungen entspricht.«

Unabhängig von der verpflichtenden Einführung der Ganztagsbetreuung stehe die Gemeinde aber schon im Schuljahr 2023/24 vor dem Problem, keinen Platz mehr für alle Schüler zu haben. Laut Gutachten gebe es 2022/23 schon 120 Schüler, verteilt auf sechs Klassen. Die Zahl der Schüler steige im Jahr 2024/ 25 auf 172 und erreiche damit einen Höchststand.

Aktuell besuchten 39 Schulkinder die Mittagsbetreuung. Ihnen stünde nur ein Raum mit rund 40 Quadratmetern zur Verfügung. »Die Gemeinde muss also handeln.« Der Gemeinderat sah dies ebenso und stimmte zu, die jetzige Hausmeisterwohnung als Räume für die Schule umzufunktionieren. Mit dem Hausmeister sei bereits gesprochen worden, hieß es.

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