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Den Brunnen und die Brunnenstube Haunerting III nahm der Zweckverband Surgruppe offiziell in Betrieb, mit dabei (von links) Werkleiter Franz Hasholzner, der Vorsitzende Thomas Gasser und Surbergs Bürgermeister Michael Wimmer. (Foto: Buthke)

Zweckverband Surgruppe nahm Brunnen Haunerting III offiziell in Betrieb

Surberg – Der Brunnen Haunerting III des Zweckverbands Surgruppe in der Gemeinde Surberg ist zwar schon seit Ende Dezember in Betrieb, erst jetzt wurde er vom Vorsitzenden der Surgruppe, Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser, dem Surberger Bürgermeister Michael Wimmer, dem Werkleiter der Surgruppe, Franz Hasholzner, und Anton Mader vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold offiziell in Betrieb genommen. Mehr als zwei Jahre war daran gearbeitet worden. Die Gesamtkosten für den 47 Meter tiefen Brunnen beliefen sich ohne Wasserleitung und Elektrokabelverlegung auf rund 555.000 Euro.


Gasser betonte, dass ein sehr guter Standort mit der Gemeinde Surberg abgestimmt worden sei. Das Gebäude zu bauen und die Leitungen zu verlegen, hätte nicht allzu viel Zeit gebraucht. Viel Zeit dagegen hätten die zahlreichen Genehmigungen und Prüfungen in Anspruch genommen. Sein Dank galt den Bayerischen Staatsforsten, auf deren Grund und Boden Brunnen und die Brunnenstube stehen.

Die »Brunnenstube« ist ein schlichtes und funktionales Bauwerk, das von einem 20 mal 20 Meter langen Zaun umgeben ist, um die unmittelbare Umgebung des Brunnens vor Verschmutzung zu schützen und abzusichern. In dem Gebäude arbeitet eine Brunnenpumpe, die an die Fernwirkanlage des Zweckverbands angeschlossen ist und über einen gesicherten Zugang gesteuert werden kann. Die Fernwirkanlage und ein Druckausgleichsbehälter befinden sich neben dem Steigrohr des Brunnens mit der innen liegenden Pumpe.

Der Errichtung des Brunnens ging nach den Worten Gassers ein über viele Jahre laufendes Wasserschutzgebietsverfahren voraus. Bereits 2006 wurde der Brunnen zur Beurteilung des Wasserangebots und der Wasserqualität »abgeteuft«. Ursprünglich wurde der Antrag auf Ausweisung eines Wasserschutzgebiets bereits 2000 eingereicht. Da sich die Vorgaben zur Ausweisung von Wasserschutzgebieten im Laufe der Jahre immer wieder änderten, mussten die Unterlagen nachgebessert und jeweils einer neuen Bewertung durch die Fachbehörden unterzogen werden, sodass das neue Wasserschutzgebiet erst im März 2018 ausgewiesen wurde. Die Schutzgebietsausweisung sei für den Zweckverband ein wichtiger Meilenstein gewesen, weil mit der Schaffung des rechtlichen Rahmens die Fertigstellung des Brunnens unter finanziellen Gesichtspunkten vorangetrieben werden konnte, so der Vorsitzende.

Der Bau des Brunnens wurde unter anderem notwendig, weil bei den Brunnen Haunerting I und II und dem Brunnen Weibhausen die Wasserförderung nicht mehr ausgeweitet werden konnte. Mit der Realisierung des Brunnens Haunerting III verfüge der Zweckverband über eine zusätzliche Wasserfördermöglichkeit von 20 Litern pro Sekunde, wodurch die Versorgungssicherheit durch den Hochbehälter Surberg deutlich erhöht worden sei, so Gasser. Im Hinblick auf die immer öfter auftretenden Trockenperioden sei dies von großer Bedeutung. Er stellte ferner fest, dass die Wasserqualität aus dem Brunnen einwandfrei sei. Pflanzenschutzmittel seien nicht nachweisbar. Der Nitratwert liege mit 12 Milligramm pro Liter deutlich unter dem Grenzwert von 50. Damit kann das Trinkwasser aus den vier Brunnen unbehandelt an die Abnehmer in den Gemeinden Surberg, Wonneberg und Waging abgegeben werden.

Bjr