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Zwei Einsatzfahrzeuge und ein leistungsstarker Stromerzeuger für insgesamt 450.000 Euro wurden in Surberg ihrer Bestimmung übergeben. Bei der kirchlichen Segnung durch Robert Hintereder bekam Kommandant Stefan Burghartswieser (links) symbolisch die Schlüssel der Fahrzeuge von Bürgermeister Michael Wimmer (Mitte) und Altbürgermeister Sepp Wimmer.

Neues Feuerwehr-Löschfahrzeug in Lauter übergeben

Surberg – Feierlich wurden in Lauter zwei neue Einsatzfahrzeuge und ein leistungsstarkes Notstromaggregat an die Freiwillige Feuerwehr Surberg übergeben. Neben den Mitgliedern der Feuerwehr und Vertretern der Gemeinde waren auch die Nachbarfeuerwehren und Ortsvereine zu der Feier vor dem Feuerwehr-Gerätehaus gekommen. Den kirchlichen Segen spendete Pastoralreferent Robert Hintereder.


Neben dem Löschgruppenfahrzeug (LF 20), das ein mehr als 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ersetzt, können die Aktiven nun zusätzlich auf einen Mannschaftstransportbus zurückgreifen. Als »wichtige Investition für die Bevölkerung« bezeichnete Bürgermeister Michael Wimmer den Kauf eines leistungsstarken Stromerzeugers, der in erster Linie zur Notstromversorgung des Feuerwehrhauses dient, aber auch für andere Einsatzorte zur Verfügung steht.

Das Löschgruppenfahrzeug war vor wenigen Wochen bereits zur Unterstützung der Feuerwehren im Berchtesgadener Land im Einsatz und hat bei dem Unwetter in Schönau und Berchtesgaden wertvolle Hilfe geleistet.

Pastoralreferent Robert Hintereder spendete den Geräten und den Menschen, die sie einsetzen, den kirchlichen Segen. »Sich auf-einander zu verlassen ist die Grundhaltung des christlichen Glaubens und genau das ist auch bei der Feuerwehr von großer Bedeutung. Es ist wichtig, dass sich die Feuerwehrkameraden aufeinander verlassen können. Aber auch auf die Technik soll Verlass sein«, so seine Worte.

Rund 430.000 Euro kostete das Löschgruppenfahrzeug. Vom Freistaat Bayern habe die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro erhalten. »Der Feuerwehrverein hat sich mit 10.000 Euro an der Finanzierung beteiligt, was eine großartige Leistung ist«, so Bürgermeister Michael Wimmer in seiner Ansprache. »Wir waren bei der Schneekatastrophe 2019 sehr froh, dass wir überörtliche Hilfe zur Unterstützung bekommen haben und wollen seitens der Gemeinde auch alles tun, um jederzeit anderen zu helfen.« Rund vier Jahre habe die Planungs- und Beschaffungsphase gedauert, ehe es abgeholt werden konnte. Das ist inzwischen schon einige Zeit her. Aufgrund der Pandemie wurde die offizielle Übergabe aber erst jetzt nachgeholt.

Das geländegängige Fahrzeug mit 300 PS besitzt ein Fahrgestell von Mercedes, den Aufbau fertigte die Firma Rosenbauer in Linz. Die Ausrüstung wurde von der Firma BAS beschafft. Neben der vollständigen Ausstattung für eine Löschgruppe verfügt das Fahrzeug über einen 2500 Liter fassenden Wassertank, eine sogenannte Rettungsplattform und eine Tragkraftspritze. »Das neue Löschfahrzeug ist unser Zweitangriffsfahrzeug und speziell auch für Unwettereinsätze sowie für Einsätze am Ettendorfer Tunnel ausgerüstet«, sagt Kommandant Stefan Burghartswieser.

Ein zweites Leben als Feuerwehrfahrzeug hat der ehemalige Schulbus der Gemeinde Surberg erhalten. Das Fahrzeug mit einem Restwert von etwa 11.750 Euro wurde von der Feuerwehr übernommen, unter Leitung von Gerätewart Markus Handrick komplett zerlegt und für die Zwecke der Feuerwehr ausgestattet. 7500 Euro wurden seitens des Vereins dafür aufgewendet. »Ich war mir ja nicht mehr sicher, ob sie die gesamten Einzelteile wieder zusammenbringen, als ich den zerlegten Bus gesehen habe«, so der Bürgermeister schmunzelnd. »Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen«. Der Bus steht nun den Aktiven und der Jugend für Lehrgangs- und Transportfahrten zur Verfügung.

Um für längere Stromausfälle gerüstet zu sein, beschaffte die Gemeinde zudem ein transportables Notstromaggregat für 15.300 Euro. »Es dient in erster Linie zum Erhalt der kritischen Infrastruktur wie dem Feuerwehrhaus, kann aber auch an anderen Stellen zum Einsatz gebracht werden«, so Burghartswieser.

Voller Stolz präsentierte bei dem Fest auch die Fahnenabordnung – bestehend aus Konrad Eglseer, Rainer Zoff und Korbinian Brandner – die frisch restaurierte Fahne des Feuerwehr-vereins. Rund 1300 Euro hatte der Verein für die Arbeiten aufgewendet. »Nun seid's wieder bestens aufgestellt, um Feste zu feiern«, freute sich Bürgermeister Wimmer und hoffte, dass es davon künftig wieder mehr geben wird. Kreisbrandmeister Albert Rieder überbrachte die Glückwünsche der Landkreiswehren und überreichte den Verantwortlichen der Feuerwehr Surberg zwei Christophorus-Medaillen für die neuen Fahrzeuge: »Das investierte Geld ist gut angelegt und die Unwetter der vergangenen Wochen zeigen, wie wichtige eine gute Ausrüstung der Feuerwehren ist.«

Altbürgermeister Sepp Wimmer freute sich ebenfalls über die Neuerungen und erinnerte daran, dass die Gemeinde während seiner Amtszeit rund 1 Million Euro in den abwehrenden Brandschutz investiert habe. Zusammen mit den Vertretern der Nachbarfeuerwehren aus Kammer, Traunstein und Wonneberg folgte ein gemeinsames Abendessen beim Gerätehaus. Die »Wabach Musi« sorgte für die musikalische Begleitung.

hob