Bildtext einblenden
Für 40 Jahre aktive Dienstzeit zeichneten Kreisbrandmeister Albert Rieder (rechts) und Kommandant Stefan Burghartswieser (links) Hans Mader mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold aus. Bei der Versammlung gab es zahlreiche weitere Ehrungen.

Korbinian Brandner neuer Vorsitzender des Feuerwehrvereins

Surberg – Auch im Jahr 2021 stellte die Corona-Pandemie die Freiwillige Feuerwehr Surberg vor besondere Herausforderungen. Es sei von einem stark dezimierten Übungs- und Einsatzbetrieb geprägt gewesen, stellte Kommandant Stefan Burghartswieser bei der Jahreshauptversammlung fest. In Bezug auf die Einsätze sei es mit 54 Stück aber ein ganz normales Jahr gewesen.


Im Berichtsjahr 2021 leistet die Feuerwehr Surberg insgesamt 2440 ehrenamtliche Stunden. Besonders erwähnte er bei den Einsätzen die Starkregen- und Sturmereignisse in der Gemeinde Surberg und im Berchtesgadener Talkessel. Mit einem Hilfeleistungszug des Landkreises Traunstein wurde auch die Surberger Feuerwehr nach Schönau am Königssee zu Hilfe gerufen.

Die Zahl der aktiven Feuerwehrdienstleistenden gab der Kommandant mit unverändert 73 an. Davon sind 29 Atemschutzgeräteträger, 21 Lkw-Fahrzeugführer und 47 Funkmeldeempfänger. Besonders freute er sich über die steigende Mitgliederzahl bei der Jugendfeuerwehr. Sie stieg im Laufe von 2021 von anfänglich fünf auf 19 am Ende des Jahres. Man müsse immer wieder schauen, dass man Jugendliche nachziehe, betonte Burghartswieser.Bei den Beschaffungen konnte für 17.500 Euro ein Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt werden. Der Kommandant dankte dabei der Gemeinde Surberg, von der die Feuerwehr den gebrauchten Schulbus übernehmen konnte. Sein Dank galt ferner dem Feuerwehrverein, der mit 7500 Euro den feuerwehrtechnischen Ausbau finanzierte.

Für 78.000 Euro wurde neue Einsatzkleidung angeschafft. Durch den hohen Verschleiß der alten Kleidung konnten die vorgeschriebenen Prüfungen vom Kleiderwart nicht mehr ordnungsgemäß durchgeführt werden. Zudem war die Versorgung des vorhandenen Modells durch die Hersteller schon seit Längerem nicht mehr gewährleistet.

Neuwahlen und Ehrungen

Beim Feuerwehrverein brachten die Neuwahlen einige Änderungen, weil sich der Vorsitzende Hans Mader nach 25 Jahren Vorstandstätigkeit und auch sein Stellvertreter Christopher Haimerl nicht mehr zur Wahl stellten. Zum neuen Vorsitzenden wurde Korbinian Brandner gewählt. Als Stellvertreter steht ihm künftig Matthias Wastlhuber zur Seite. Schriftführer bleibt Christian Hoffmann. Erster und zweiter Kassier sind weiterhin Benedikt Hollinger und Michaela Handrick. Zum Fähnrich wählten die Mitglieder Konrad Eglseer. Seine Fahnenbegleiter sind Stefan Marquart und Heinrich Dominik. Die Kasse prüfen Georg Wendlinger und Alfons Fellner. Vorgenommen wurden die Ehrungen langjähriger Mitglieder im Verein. Im Jahr 2021 für 50 Jahre Georg Buchner und Josef Mayer; für 25 Jahre Peter Handrick, Katharina Schallinger, Franz Bauer, Stefan Burghartswieser, Johann Eder, Markus Hainz, Rudi Lang, Johann und Stefan Lohwieser, Andreas Maier, Robert Mühlbacher, Alois Thanbichler sowie Andreas und Georg Wendlinger. Im Jahr 2022 für 60 Jahre Georg Aicher, Max Lackner und Georg Wendlinger senior; für 50 Jahre Johann Berger, Alois Lang, Rudolf Lang senior, Franz Schmid, Georg Wimmer und Manfred Biermaier; für 25 Jahre Hans Mader, Manfred Michl, Karl Strohmaier, Johann Greisberger und Hermann Winkler.

Mit Fahrzeugen und Technik gut aufgestellt

Kreisbrandmeister Albert Rieder stellte fest, die Surberger Feuerwehr sei mit Fahrzeugen und Technik sehr gut aufgestellt. Zum Tag der Brandmelder sagte Rieder, die meisten Leute würden nicht durch Brandeinwirkung, sondern an Erstickung durch Rauchgase sterben. Deshalb sei es wichtig, dass sie aufgeweckt würden.

Zusammen mit Kommandant Burghartswieser ehrte Rieder Hans Mader mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktive Dienstzeit sowie Martin Maier, Johann und Stefan Lohwieser Robert Mühlbacher, Georg Wendlinger und Stefan Burghartswieser mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktive Dienstzeit.

Zu den Mitgliedern der neu gewählten Vorstandschaft meinte Bürgermeister Michael Wimmer, es sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass ein Ehrenamt übernommen werde. Mader lobte er dafür, dass er 25 Jahre Vorsitzender des Feuerwehrvereins war. Zwölf Jahre sei er dessen Stellvertreter gewesen. Das Vereinsleben sei in den vergangenen zwei Jahren zwar nicht da gewesen, aber wenn man den Verein gebraucht habe, dann habe er kurzfristig reagiert, zum Beispiel bei der Durchführung des Ferienprogramms, bei der Organisation der Einweihung des neuen Löschfahrzeug und bei der Teilnahme am Ehrenabend für Altbürgermeister Sepp Wimmer.

Zur aktiven Feuerwehr sagte Wimmer, es sei schön, dass die Einsätze stets reibungslos abgelaufen seien. Gefreut habe es ihn, dass keine Corona-Fälle aufgetreten seien und die Feuerwehr deshalb nicht abgemeldet werden musste. Die Einsatzfähigkeit und der Schutz der Bürger seien immer gewährleistet gewesen. Für 30 Jahre aktive Dienstzeit ehrte er Helmut Lohwieser und Siegfried Mix.

Bjr