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Seit die Bäume auf der linken Seite nicht mehr stehen, hält sich kaum noch jemand an die Geschwindigkeitsbeschränkung. Die paar Bäume auf der linken Seite wenige Meter weiter mussten gefällt werden, da sie den Straßenasphalt beschädigten. (Foto: Peter)

Gemeinderatssitzung: Autofahrer halten sich nicht an Geschwindigkeit – Zustand der Kanäle im Surberger Gemeinderat vorgestellt

Surberg – Angela Ellmer vom Planungsbüro ing Traunreut stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Zustandsbewertung der Kanäle aus dem Altbestand in den Ortsteilen Hufschlag, Hallabruck und Thannreit vor. Hierbei wurden zirka 3,5 Kilometer Kanalleitungen und 132 Schachtbauten begutachtet.


Die Planerin bescheinigte der Gemeinde einen allgemein guten Zustand des Kanalsystems. Die Sanierungen werden in zwei Schritten umgesetzt, wobei ein Teil mit Baukosten von rund 250.000 Euro nächstes Jahr und die restlichen Arbeiten im Jahr 2026 vorgesehen sind. Die Baukosten der gesamten Sanierung in diesen Bereich belaufen sich auf rund 590.000 Euro.

Beim ersten Teil handle es sich um den sofortigen und dringlichen Bedarf der Sanierung, führte Ellmer aus. Generell sei das Kanalnetz in einen sehr guten Zustand. Die Schäden, die behoben werden müssten, beträfen fast ausschließlich Abzweigungen oder Anschlüsse sowie Schächte, die zu tief oder zu hoch seien, und entsprechend angepasst werden müssten.

Robert Hintereder (CSU-Kommunale Wählervereini-gung) fragte, ob dann für die Maßnahmen in 2026 wiederum Planungskosten anfallen würden. Das Konzept stehe, meinte Ellmer. Natürlich könnten aber auch unvorhersehbare Ereignisse anfallen, was dann eine Neuplanung mit sich brächte. Eine Einschätzung der Mehrkosten wollte Elke Scheil (Bündnis90/Die Grünen) von der Planerin erfahren. Die Steigerungen, soweit sie bekannt seien, seien bereits berücksichtigt, so Ellmer. Wie sich die aktuelle Situation letztlich wirklich auswirken werde, könne keiner sagen, schob sie nach. Bürgermeister Michael Wimmer (CSU-Kommunale Wählervereinigung) verwies darauf, dass sehr viele Maßnahmen in geschlossener Bauweise, also direkt in den Rohren, ausgeführt werden könnten und so auf die teure, offene Bauweise mit Grabungsarbeiten verzichtet werden könne. Um jeweils die Voraussetzung für ein Baurecht in Oed und in Lauter zu schaffen, mussten die Innerbereichssatzung »Oed/Bergstraße« und der Bebauungsplan »Lauter Süd« geändert werden. Nach der Auslegungsfrist wurden die eingegangenen Stellungnahmen bearbeitet und durch Einarbeitung entsprechend berücksichtigt. Der Gemeinderat beschloss jeweils einstimmig die Änderungen.

Auch drei weitere Anträge zu Bausachen erhielten jeweils eine einhellige Zustimmung des Gemeinderats: der Antrag auf Vorbescheid für den Bauwerber in Hub zum Anbau eines Quergiebels, der Antrag zur Genehmigung der Teilsanierung eines Dachstuhls für ein Nebengebäude in Surtal und die Genehmigung eines Tekturplans für den Anbau einer Eingangs- und Terrassenüberdachung in Surtal.

Der Antrag des Bauwerbers aus Lauter, den Bebauungsplan »Lauter Süd« im westlichen Bereich des Schulweges zu ändern, wurde einstimmig abgelehnt. Wie Bürgermeister Wimmer ausführte, wollte der Bauwerber in diesen Bereich ein weiteres Vollgeschoß. Das wäre jedoch zu wuchtig und die Erhöhung müsste folglich dann auch anderen Bauwerbern erlaubt werden. Wichtig sei, so der Bürgermeister, dass dort kein weiteres Vollgeschoß entstehe. Das Dachgeschoß könne durchaus gut als Wohnraum genutzt werden. Weiter fügte der Bürgermeister an, dass in diesem Bereich in der letzten Zeit schon einige Wohnungserweiterungen umgesetzt worden seien, ohne dass ein weiteres Vollgeschoß entstanden sei.

Beim Tagesordnungspunkt Anfragen sagte dritte Bürgermeisterin Katharina Schallinger (CSU - Kommunale Wählervereinigung), dass bei der Ortseinfahrt aus Richtung der Verbindungsstraße nach Neukirchen die Geschwindigkeitsbeschränkung kaum noch eingehalten werde. Die Bäume, die gefällt werden mussten, weil sie den Asphalt der Straße beschädigten, hätten einen gewissen Tunneleffekt gehabt, was ein Abbremsen der Autofahrer bewirkt habe, so Schallinger weiter. Der Bürgermeister sagte zu, dass um eine Lösung geschaut werden soll.

Zweiter Bürgermeister Jakob Steiner (Freie Wählergruppe) regte an, im Bereich des Bahnübergangs kurz vor Hufschlag auf der Fahrbahn Radweg-Markierungen aufzubringen. Aus seiner Sicht würde das die Sicherheit für den Radverkehr erhöhen.

Man könne als Gemeinde bei den übergeordneten Stellen für solche Markierungen eine Anregung machen, meinte der Bürgermeister, was gemacht werden könne.

MP