Gemeinderat Surberg lehnt Tempo-30-Zone im Papst-Benedikt-Weg in Hufschlag ab

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Foto: pixabay Symbolbild

Surberg – In Hufschlag eine Tempo-30-Zone einzurichten, lehnte der Surberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit 12:4 Stimmen ab. Mit der Polizei sollen andere Möglichkeiten wie Einbahnstraße und Vorfahrtsregelung besprochen werden.


29 Anwohner des Papst-Benedikt XVI.-Wegs hatten einen Antrag an die Gemeinde gestellt, für den Abschnitt des Papst-Benedikt XVI.-Wegs von der Bahnunterführung bis zur Einmündung in die Georgistraße eine Tempo-30-Zone einzurichten. Sie begründeten ihren Antrag damit, dass der Papst-Benedikt XVI.-Weg nur einspurig und sehr unübersichtlich sei, sodass die Sicherheit für Kinder und Spaziergänger gefährdet sei.

In der Sitzung des Surberger Gemeinderats berichtete Bürgermeister Michael Wimmer, die Polizeiinspektion Traunstein habe sich die Situation angesehen und eine Geschwindigkeitsbeschränkung im beantragten Bereich als »...weder für rechtlich möglich (fehlende besondere Gefahrenlage) noch wirklich zielführend« beurteilt. Dagegen halte sie eine Anordnung einer Tempo-30-Zone im Bereich des Papst-Benedikt XVI.-Wegs, der Georgistraße und der Straße »Am Kircherl« aus rechtlicher Sicht für möglich und die Örtlichkeit für besonders geeignet.

Aus Hufschlag riefen immer wieder Anwohner an, weil durch Hufschlag zu schnell gefahren werde und dies in Verbindung mit dem hohen Aufkommen an Radfahrern immer wieder zu gefährlichen Situationen führe. Außerdem seien auf der Georgistraße viele Schulkinder unterwegs. Deshalb werde vorgeschlagen, eine Tempo-30-Zone für den Bereich Hufschlag auszuweisen, was zur Folge habe, dass im gesamten Bereich an Kreuzungen und Einmündungen die Vorfahrtsregel »rechts vor links« gelte, so der Bürgermeister.

Während Martin Zillner (CSU/Kommunale Wählervereinigung) und zweiter Bürgermeister Jakob Steiner (Freie Wähler) kein Problem mit Tempo 30 und »rechts vor links« hatten, meinte dritte Bürgermeisterin Katharina Schallinger (CSU/Kommunale Wählervereinigung), Tempo 30 sei nicht notwendig, weil die Engstellen gefährlich seien, sodass man ohnehin nicht schneller als 30 km/h fahren könne. Sie schlug eine Einbahnstraßenregelung vor. Georg Schmid (Bürgerliste) stellte ebenfalls fest, alle Leute fuhren ohnehin langsamer. Die Straße »Am Kircherl« sei bereits eine Spielstraße. Klaus Weber (Bürgerliste) erklärte, mit Tempo 30 tue man weder den Auto- noch den Radfahren einen Gefallen. Vorgeschlagen wurde noch, an einigen Stellen eine Vorfahrtsregelung nur für die Kreuzung bzw. Einmündung einzurichten.

Außerdem wurden weiter die Straßenbestandsverzeichnisse aktualisiert: Die Ortsstraße von der ehemaligen Staatsstraße 2105 – Waginger Straße – bis zum Ortsende von Hufschlag bei der östlichen Grundstücksgrenze des Anwesens Lärchenweg 22 wird zur Ortsstraße gewidmet. Die Gemeindeverbindungsstraße von Hufschlag über Lappen zur Gemeindeverbindungsstraße Thunstetten/Oed wird zur Gemeindeverbindungsstraße »Hufschlag zur Gemeindeverbindungsstraße Thunstetten/Oed« gewidmet. Bjr