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Viele Familien kamen zum »Spiel ohne Grenzen« auf den Sportplatz, wo jede Abteilung des Sportvereins eine Spielstation aufgebaut hatte. (Foto: Bauer)
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21 Gründungsmitglieder sind noch im SV Surberg. Fast alle waren zum Festabend gekommen, um die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden Josef Schneider (links) entgegenzunehmen. (Foto: Buthke)

Festwochenende auf dem Sportplatz in Surberg

Surberg – Es war ein großartiges Festwochenende auf dem Sportplatz in Surberg. Mit einem Jahr Verspätung feierte der Sportverein Surberg sein 50. Jubiläum. Höhepunkt war der große Festabend mit zahlreichen Ehrungen in der Surtalhalle am Samstagabend.


Begonnen hatten die Feierlichkeiten am Freitag mit einem leider etwas verregneten Freundschaftsspiel gegen den Bayernligisten SV Kirchanschöring, das 15:0 für die Gäste ausging. Für die Jungen und jung Gebliebenen gab es am Abend eine ausgelassene Party in der Surtalhalle. Mit einem bunten »Spiel ohne Grenzen« für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei dem sie alle Sportarten des SV Surberg kennenlernen konnten, ging es am Samstag weiter. Schlusspunkt war am Abend der Festabend, den die Musikkapelle Rauschberg-Zell aus Ruhpolding musikalisch umrahmte, weil die Musikkapelle Surberg-Lauter ein »Auswärtsspiel« in Baumburg hatte.

Einen kurzen Rückblick auf 50 Jahre SV Surberg gab der Vorsitzende Josef Schneider beim Festabend. Der Sportverein wurde am 21. Mai 1971 gegründet. Von den 44 Gründungsmitgliedern seien noch 21 im Verein. Nach einem Jahr zählte der Verein bereits 214 Mitglieder. Aus dem Sportverein sei zunächst ein Bauverein geworden. Im Januar 1972 wurde mit dem Bau des Sportplatzes begonnen, der bereits zwei Jahre später mit einer Festwoche eingeweiht wurde. Die Patenschaft über den jungen Verein haben die Sportfreunde des SV Neukirchen übernommen. Das Sportheim wurde 1980 fertiggestellt, im Juni 1985 die Tennisanlage eingeweiht und 1994 um einen dritten Platz erweitert. Die neue Schulturnhalle der Gemeinde sei im März 2000 fertiggestellt worden. Der SV Surberg könne diese nach dem Schulsport unentgeltlich nutzen. Dadurch konnte er das sportliche Angebot deutlich erweitern, so der Vorsitzende. Die ehemalige kleine Turnhalle im Untergeschoss des Sportheims wurde 2001 dem Schützenverein »Eichengrün« überlassen. Im selben Jahr wurde der Jugendförderverein des Sportvereins gegründet.

Wie manche glauben, sei nicht die Fußballabteilung die erste Abteilung des SV Surberg gewesen. Den Anfang machte im Herbst 1971 die Abteilung Turnen mit der Damengymnastik. Die Fußballabteilung sei erst im Juli 1972 ins Leben gerufen worden. 1972 stellte der Verein mit Hans Hofmann auch einen Läufer für den olympischen Fackellauf. Im Laufe der Jahre wurden die Abteilungen Tischtennis (1972), Skifahren (1973), Leichtathletik (1974), Tennis (1981), Volleyball (2000) und Karate (2014) gegründet, sodass der SV Surberg heute über sieben Abteilungen mit insgesamt 23 Sportarten verfügt.

Der Mitgliederstand ist 2021 auf 941 Mitglieder gewachsen, mit einem sehr hohen Anteil von rund 35 Prozent an Kindern und Jugendlichen, wie Schneider betonte. Die Ausführungen des Vorsitzenden ergänzten die Gründungsmitglieder Hans Hofmann und Rudi Irlacher mit einigen Geschichten und lustigen Anekdoten aus der Gründerzeit. Die Moderation übernahm der zweite Vorsitzende Bernd Stitzl.

Zusammen mit Stitzl übernahm Schneider die Ehrung von 63 Mitgliedern, die dem SV Surberg 50 Jahre die Treue gehalten haben. Im Jahr 2021 waren es 48 Jubilare, darunter 21 Gründungsmitglieder, und im Jahr 2022 15 Jubilare.

Der Sport verbinde Menschen jeglicher Generation, Geschlechts und Herkunft. Fußball lebe von Emotionen, erklärte Carmen Gardill, Kreisbeauftragte Inn-Salzach des Bayerischen Fußballverbands (BFV). Dass der Verein so gut dastehe, bedürfe vieler helfender, ehrenamtlicher Mitarbeiter. Sie alle hätten dazu beigetragen, dass der SV Surberg heute sein 50. Vereinsjubiläum feiern könne. Die Jugendarbeit des SV Surberg sei hervorragend. Schon den Kleinsten werde spielerisch der Sport näher gebracht. Gerade das Fortbestehen der kleinen Vereine sollte allen wichtig sein und jeglicher Unterstützung bedürfen, betonte Gardill. Im Auftrag des BFV übergab Gardill dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Fußballer, Wolfgang Niedworock, eine Ehrenurkunde, einen Verbandswimpel und zwei Fußbälle. Die Glückwünsche der Gemeinde Surberg überbrachte Bürgermeister Michael Wimmer. Er betonte, dass der Sportverein so viel mehr sei als ein Verein für die körperliche Fitness. Er leiste auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl der Bürger, fördere Kameradschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und Solidarität. Der Sportverein sei in der Gemeinde Surberg nicht mehr wegzudenken. Wimmer würdigte alle ehrenamtlich tätigen Vereinsvorstände und Mitglieder, wohl wissend, dass es nicht mehr so leicht sei, Menschen für solche Ämter zu gewinnen, und übergab dem Vorsitzenden Schneider eine Geldspende für die wertvolle Vereinsarbeit.

Bjr