Bildtext einblenden
Langjährige Mitglieder ehrte der Gartenbauverein Surberg bei seiner Jahreshauptversammlung. Unser Foto zeigt (von links) die Vorsitzende Sieglinde Maier-Stöhr, die Jubilare Rosmarie Klengel, Helmut Speckbacher, Altbürgermeister Josef Wimmer, Hildegard Huber (jeweils 25 Jahre Mitglied), Georg Ortner und Engelbert Pertl (50 Jahre) sowie den stellvertretenden Vorsitzenden German Heck. (Foto: Buthke)

Etwas ging immer bei den Surberger Gartlern

Surberg – Nachdem seit dem Ausbruch der Pandemie sehr viele Unternehmungen abgesagt oder verschoben werden mussten, sprach die Vorsitzende Sieglinde Maier-Stöhr bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Surberg im Wirtshaus Lauter die Hoffnung aus, dass die für dieses Jahr geplanten Unternehmungen stattfinden können. Dennoch habe es in den vergangenen beiden Jahren keinen Stillstand gegeben, betonte sie. Als Beispiele nannte die Vorsitzende unter anderem die Bepflanzung und Pflege der Verkehrsinseln und Ortstafeln in der Gemeinde, den Verleih von Gartenfräse, Häcksler und Vertikutierer sowie die Vereinsverwaltung.


Für dieses Jahr sind ein Rosenschnittkurs, die Palmbuschenaktion, ein Sensenmähkurs, ein Pflanzentauschtag, das Projekt »Wissen, wie es wächst und schmeckt«, ein Gartenfrühstück in Fridolfing, einVereinsausflug, eine Wanderung, die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde, ein Herbstkranzbinden und die Herbstversammlung vorgesehen. Ferner wies Maier-Stöhr auf die Auszeichnung »Bayern blüht – Naturgarten« und die Kreisprämierung »Der bunte und gesunde Gemüsegarten« hin.

Ferner gibt es wieder die Aktion »Gelbes Band« des Kreisverbands für Gartenkultur und Landespflege. Wer seine Obstbäume nicht selbst abernten will oder kann, kann ein gelbes Band anbringen, damit sich andere bedienen können.

Mit dem stellvertretenden Vorsitzenden German Heck ehrte die Vorsitzende Maier-Stöhr einige Mitglieder für langjährige Vereinstreue: mit der Ehrennadel mit Kranz Georg Ortner und Engelbert Pertl für 50 Jahre, mit der Ehrennadel in Gold für 40 Jahre Josef Wendlinger sowie mit der Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Hildegard Huber, Rosmarie Klengel, Helmut Speckbacher und Josef Wimmer.

Einen kurzen Rückblick auf 2021 gab Schriftführerin Ursula Schallinger. Gebunden wurden wieder Palmbuschen, die kostenlos abgegeben wurden. Es wurde aber wieder kräftig gespendet. Der Pflanzentauschtag fand kontaktlos statt. Eine Moor- und Iriswanderung war in Staudach-Egerndach. Besichtigt wurden der Salinenpark und Apothekergarten in Traunstein. Großen Anklang fand eine Gartenbesichtigung. Beim Ferienprogramm der Gemeinde wurden Gefäße mit Hauswurzen bepflanzt und Vogeltränken gebastelt. Die Vorsitzende ließ anschließend die Vereinsjahre 2020 und 2021 noch einmal mit bunten Bildern Revue passieren.

Einen Vortrag hielt der zweite Vorsitzende German Heck über den Apothekergarten im Traunsteiner Salinenpark. Apothekergärten sind aus den Klostergärten entstanden. Die Apotheker haben sich dort mit ihren Heilkräutern eingedeckt. Im Traunsteiner Apothekergarten wachsen rund 2000 Heilpflanzen. Sie sind nicht nach Krankheiten, sondern nach auf die Pflanzen abgestimmte Standorte (sauer, feucht, lehmig, steppig und so weiter) angepflanzt. Eine Entnahme sei nicht erlaubt, betonte Heck, weil sich unter den Pflanzen auch giftige befänden. Für die Bienen und Insekten gibt es auch Blumen, Totholz und Insektenhotels.

Bürgermeister Michael Wimmer freute sich, dass der Gartenbauverein auch in schwierigen Zeit tätig war und das Vereinsleben aktiv gehalten hat. Eine Freude habe ihm auch die Teilnahme des Vereins am Ferienprogramm bereitet, sagte der Bürgermeister. Das Bepflanzen und Pflegen der Verkehrsinseln mache ein schönes Ortsbild. Auch bei den gemeindlichen Blühflächen habe der Gartenbauverein mitgeholfen.

Bjr