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Strahlende Siegerinnen beim Gaudirndldrahn in der Surtalhalle (von links): Christina Kriegenhofer vom GTEV Surtal Lauter (2. Platz), Emilie Haßlberger vom GTEV »D`Miesenbacher« Ruhpolding (1. Platz) und Annemarie Anfang vom GTEV Heutau (3. Platz).

Emilie Haßlberger vom GTEV »D'Miesenbacher« gewinnt Gaudirndldrahn

Surberg – Emilie Haßlberger vom GTEV »D`Miesenbacher« Ruhpolding draht und tanzt am besten. Nach zwei Durchgängen mit sehr guten, beständigen Leistungen erreichte sie beim Gaudirndldrahn des Gauverbands I in der Surtalhalle eine Gesamtpunktzahl von 78,30 von 80 möglichen Punkten. 94 Dirndln aus den Vereinen des Gauverbands I waren gekommen, um sich beim Gaudirndldrahn zu messen. 


Um Platz zwei und drei wurde es besonders spannend. Christina Kriegenhofer vom GTEV Surtal Lauter und Annemarie Anfang vom GTEV Heutau waren nach dem Finaldurchgang punktgleich. Am Ende erreichte Christina Kriegenhofer dank einer sehr guten Leistung beim Rittern Platz zwei und verwies Annemarie Anfang auf den dritten Platz.

Bei diesem Wettbewerb drehte sich das Dirndl um die eigene Achse und den Buam, der in der Mitte der Bühne plattelte. Wenn der Bua sein Dirndl so einfängt, dass das Walzerstück von Anfang an flüssig und in Taktfolge sauber getanzt wird, folgt erneut eine Drehrunde. Was so einfach klingt, verlangt von den Paaren fleißiges Üben, körperliche Fitness und letztlich auch Nervenstärke.

Spannung kam beim Finaldurchgang auf, bei dem die besten 25 Dirndln erneut an den Start gingen. Die begehrten Pokale gab es für die Teilnehmerinnen mit Platzierungen bis zum 30. Platz.

16 Dirndln in der neuen Gaugruppe

Die 16 Erstplatzierten schafften es in die Gaugruppe des Gauverbands I. Diese sind: Regina Axthammer, »D'Alztaler« Truchtlaching, Monika Edfelder, Anger-Höglwörth, Elisabeth Daxenberger, Trauntal Traunstein, Barbara Enzinger, »D'Schwarzenberger« Neukirchen, Emilie Haßlberger, »D'Miesenbacher« Ruhpolding, Annemarie Anfang, »D'Heutauer« Heutau, Christina Niederbuchner, Nußdorf, Christina Utzmeier, Bergen, Christina Kaiser, Trauntal Traunstein, Melanie Maier, Siegsdorf, Elisabeth Hogger, »D'Raschenberger« Teisendorf, Michaela Scharf, »D'Alztaler« Truchtlaching, Tanja Werkstetter, »D'Reischachtaler« Reischach, Christina Meisl, »D'Miesenbacher« Ruhpolding, Lena Aicher, »D'Schwarzenberger« Neukirchen, Katharina Hogger, »D'Raschenberger« Teisendorf.

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Die Gruppe Truchtlaching I vom GTEV »D'Alztaler« Truchtlaching gewann in der Königsdisziplin, dem Gruppenplattln (hinten von links): Johannes Frank, Regina Axthammer, Andrea Lukas, Micha Scharf, Pia Grassler, Sepp Sieber mit (vorne von links) Anton Pletschacher und Maxi Scharf. (Fotos: Inge Erb)

Bei der Königsdisziplin, dem Gruppenplattln ist synchrones Plattln und Tanzen der jeweils vier Paare angesagt. Jeder Schritt, jeder Schlag muss passen. Selbst die Tanzgeschwindigkeit, ebenfalls ein Walzer, ist im besten Fall synchron. Hier ging der Sieg an Truchtlaching I (GTEV »D'Alztaler« Truchtlaching) mit 77,68 Punkten gefolgt vom GTEV Seerose Seebruck mit 77,52 und GTEV Surtal Lauter mit 77,40 Punkten. Schon seit 2011 ist der Wanderpokal der Gruppen unterwegs. Bisher gelang es noch keiner Gruppe, dreimal in Folge das Gruppenplattln zu gewinnen und ihn mit nach Hause zu nehmen.

Die Pandemie hat auch den sonst üblichen, zweijährigen Turnus von Gaupreisplattln, Gaudirndldrahn und Gruppenplattln durcheinandergebracht. Nachdem letzte Woche beim Gaufest in Bad Endorf die Buam an den Start gingen, waren nun die Dirndln und die Gruppen an der Reihe. »Wir haben jetzt drei sensationelle Wochenenden hinter uns«, so Gauvorstand Michi Hauser. Gemeint sind das Gaufest in Endorf, das Gaupreisplattln und das Gaudirndl-drahn und Gruppenplatteln. Und er setzt nach: »Der Applaus gilt Euch allen!« Was die vielen mitgereisten Zuschauer gerne erwiderten.

Jeweils sieben Preisrichter hatten unter prüfendem Blick ihre Wertungen abgegeben. Zu Gast beim GTEV »Surtal« Lauter, der für die Veranstaltung bestens vorbereitet war, waren abschließend Tanz und Unterhaltung angesagt. Und das ließen sich die Dirndln und Buam zu den Klängen der »Wigel Wogel – extrafeiner Oberkrainer« natürlich gerne gefallen.

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