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20 Jahre Kinderkino: Zusammen lachen, weinen und mitfiebern

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Surberg: 20 Jahre Kinderkino in der Grundschule Surberg gefeiert
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Schulleiterin Sabine Ramming, Elke Scheil und Kreisjugendpflegerin Ulli Himstedt (von links) feierten mit den Schülern der Grundschule Surberg »20 Jahre Kinderkino im Landkreis«. Die Kinder der zweiten Klasse bastelten zum Dank ein Plakat. (Foto: Bauer)

Surberg – Etwa 80.000 Kinder waren in all den Jahren dabei und schauten über 100 Filme – manche doppelt und dreifach. Die Rede ist vom Kinderkino. Seit 20 Jahren bietet der Landkreis unter Federführung von Kreisjugendpflegerin Ulli Himstedt zusammen mit 19 Gemeinden dieses besondere Kinoerlebnis für Kinder an.


Und ein Ende ist – ausgenommen in Zeit von Corona – nicht in Sicht. Denn auch nach 20 Jahren hat das gemeinsame Schauen von Filmen – in der Schulaula, dem Pfarrheim oder der Turnhalle – für die Kinder nichts an Reiz verloren. Das zeigte auch die kleine Feier in der Grundschule Surberg.

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Ulli Himstedt, die »Mama vom Kinderkino«, wie sie Schulleiterin Sabine Ramming begrüßte, erinnerte an die Anfänge des Kinderkinos und zeigte den Schülern eine alte Filmrolle. Auf die Frage, ob das noch jemand kenne, hoben sich nur vereinzelt ein paar Hände. Deutlich mehr wussten die Kinder dann aber über die Filme selbst.

Himstedt zählte einige der beliebtesten Geschichten auf und ließ die Kinder mitraten. Im Kinderkino könnten die kleinen Besucher zusammen lachen, weinen und mitfiebern. Das sei ein »besonderes Gemeinschaftserlebnis«, so die Kreisjugendpflegerin gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

Bei einem Planungstreffen mit »Kinderberatern« aus verschiedenen Gemeinden würden jedes Jahr die Filme ausgewählt. »Die Mitbestimmung der Kinder ist mir sehr wichtig.« Deshalb verteilte Himstedt auch in Surberg Stimmzettel für den kommenden Winter. In der laufenden Saison stünde noch ein Film an, »Die kleine Hexe«. Das Landratsamt rät aber, das Kinderkino im März abzusagen.

Elke Scheil organisiert seit 17 Jahren zusammen mit ihrem Mann Johann das Kinderkino in der Gemeinde Surberg. Sie erinnerte an die Anfänge im Pfarrheim und erzählte von »sehr abenteuerlichen Vorführungen«, wenn wieder mal das Tonband gerissen war und sie mit den Kindern gesungen habe, um die Reparaturzeit zu überbrücken. Sie dankte Ulli Himstedt für ihre »geniale Idee vor 20 Jahren« und vor allem den Kindern für ihre Begeisterung. »Zu sehen, was ihr daran für einen Spaß habt«, sei ihr Antrieb in all den Jahren, das Kinderkino zu veranstalten.

Die 2. Klasse der Grundschule überreichte Elke Scheil zum Dank ein selbst gebasteltes Kinoplakat, das künftig auf die Vorführung hinweisen soll. Größtes Lob aber war sicherlich der tosende Applaus der Kinder für das Kinderkino. ka