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»Wir sind nun keine Kellerkinder mehr«

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Pfarrer Andreas Horn weihte den neuen Außenbereich des Kindergartens. Kindergartenleiterin Sandra Lederer ist erleichtert, dass die Kinder nun wieder draußen spielen können. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Viele Jahre waren die Staudach-Egerndacher Kindergartenkinder im Untergeschoß des Schulgebäudes untergebracht. Nach dem Umbau und der gewaltigen Geländeabtragung sowie der Freilegung des Gebäudes konnte ein lichtdurchfluteter, ebenerdiger Kindergarten geschaffen werden.


Auch der Außenbereich wurde neugestaltet. Bei der feierlichen Einweihung durften die Kinder sämtliche Absperrbänder entfernen. Mit dem Sommerfest wurde die Einweihung des Gartens verbunden. Nach einem anstrengenden Umbaujahr, so Kindergartenleiterin Sandra Lederer, gibt es wieder einen Gartenzaun. »Wir sind nun keine Kellerkinder mehr.« Nach einem 25-jährigen Provisorium konnte durch den aufwändigen Umbau ein repräsentativer Kindergarten geschaffen werden. Die Fenster wurden entfernt und durch große Türen ersetzt. Früher führte eine lange Treppe nach unten zum Eingang. Nun kann der Kindergarten ebenerdig betreten werden. Die Fassade hat sich dadurch grundlegend geändert.

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Auch der Spielbereich im Freien wurde verändert. Um die Wiese wurde eine »Dreiradrennstrecke« gebaut und das Atrium lädt zum Verweilen ein. Ein großes Sonnensegel bietet viel Schatten. Geblieben ist das kleine Gartenhäuschen für die Spielgeräte. Lustige Tafeln am Gartenzaun dürfen bemalt werden. Ein großer Sandkasten und verschiedene Spielgeräte runden den neuen Garten ab. Sandra Lederer dankte den Eltern, die für die Zeit des Umbaus als Überbrückung einen kleinen Spielplatz geschaffen haben. Zweite Bürgermeisterin Martina Gaukler betonte, dass dies das erste Sommerfest im neuen Garten sei. Über 200 000 Euro habe die Gemeinde in den Umbau und die Neugestaltung des Außenbereichs investiert. Dies entspreche einen Schokoladentafelturm, der 30-mal so hoch wie der Egerndacher Kirchturm sei. 14 Firmen seien am Umbau beteiligt gewesen und das Ergebnis sei sehr schön geworden. Sie bat die Kinder, auf ihr neues Zuhause acht zu geben.

Pfarrer Andreas Horn nahm die Segnung vor. Ein Garten sei immer auch Freiraum und jeder wisse, wie wichtig Freiräume sind. Monika Irger von der katholischen Kirchenverwaltung als Träger des Kindergartens dankte den Kindergärtnerinnen für ihre Geduld und gute Nerven während der Umbauphase.

Aufgrund eines Gewitters musste das Sommerfest schließlich in den Kindergarten verlegt werden. Vorab blieb aber noch Zeit mit lustigen Liedern und Tänzen das Jahresmotto »Wir leben hier, wie sieht es woanders aus« aufleben zu lassen. tb