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Peter Huber senior (von links) freut sich über den Brunnen, den Korbinian Trixl und Sebastian Tatzel gefertigt haben. Bürgermeisterin Martina Gaukler, Lehrmeister Sepp Bauer sowie Forstbetriebsleiter Joachim Keßler lobten die Lehrbuben. (Foto: Eder)

»Riamilli-Brindl« aufgestellt – Brunnen bietet Erfrischung mit Bergwasser am Weg zur Schnappenkapelle

Staudach-Egerndach – Eine Erfrischung mit Bergwasser bietet das neue »Riamilli-Brindl«, das nun auf dem Weg zur Schnappenkapelle aufgestellt wurde. Der Brunnen, eine Idee der Bürger sowie von Peter Huber senior, wurde von zwei Forstlehrlingen unter Anleitung ihres Meisters Sepp Bauer gefertigt. Der Brunnen wurde nun offiziell freigegeben.


Der Weg entlang des Baches wurde bereits als Mitmach-Weg gekennzeichnet. Mit Schildern werden die Wanderer gebeten, eine dort bereitstehende Gartenhacke mitzunehmen und die Auskehren sauber zu halten. Dieses Angebot wird bislang gut angenommen und die Hacken sind ständig im Gepäck der Wanderer, wie auch beim Ortstermin zur Einweihung des Brunnens deutlich wurde. Mit der Hacke in der Hand kamen einige Wanderer vorbei. Dies freute besonders Bürgermeisterin Martina Gaukler.

Am neuen Brunnen können sich die Wanderer nun nach getaner »Arbeit« erfrischen. Die Bürgermeisterin dankte den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Ruhpolding und Forstbetriebsleiter Joachim Keßler, der diesen Brunnen möglich gemacht hat. Lehrmeister Sepp Bauer berichtete, dass zunächst die Tanne für den Brunnen gewählt und dann von den Lehrlingen gefällt und entrindet wurde. Mit der Motorsäge wurde der Stamm ausgehöhlt und der Brunnen gestaltet. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Lehrbuben, die stolz auf ihr Werk sein können.

Gesetzt wurde der Brunnen während der Wegeaktion vom Dorfverein mit Hilfe des gemeindlichen Bauhofs. Der Dorfverein wird sich künftig um den Brunnen kümmern. Auch Forstbetriebsleiter Keßler gefiel das neue »Brindl« mit dem ungewöhnlichen Namen. Er lobte die Auszubildenden Korbinian Trixl und Sebastian Tatzel für die perfekte Arbeit. Bürgermeisterin Gaukler erklärte, dass die Quelle »Riamilli Brindl« heiße. Die genaue Herkunft des Namens wusste Peter Huber senior, selbst einst bei den Staatsforsten beschäftigt und äußerst ortskundig. »Riamilli« heiße eigentlich Buttermilch. Die Holzknechte wussten früher, dass es drei Plätzchen mit besonders gutem Wasser gab, und wenn man das Wasser verwendete, um einen Schmarrn zu kochen, schmeckte dieser, als ob Buttermilch verwendet worden wäre und war besonders köstlich.

Eine dieser Quellen mit dem besonderen Wasser sei diese, so Huber. Martina Gaukler fügte hinzu, dass die hier aufgefangene Quelle das ganze Jahr über, auch in trockenen Sommermonaten, reichlich Wasser führt und nun der Erfrischung der Wanderer auf ihrem Weg dienen kann. Nachdem die Qualität des Wassers nicht bestätigt werden kann, ist es kein Trinkwasser. Doch für das Händewaschen und Gesichtkühlen ist es bestens geeignet.

tb