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Pfarrer Andreas Horn weihte das neue Feuerwehreinsatzfahrzeug LF 20 Kat S der Feuerwehr Staudach-Egerndach. (Foto: Eder)

Neues Feuerwehrfahrzeug in Staudach-Egerndach nach Nottaufe erneut geweiht

Staudach-Egerndach – Stolz sind die Staudach-Egerndacher Feuerwehrler auf ihr neues Feuerwehrfahrzeug, ein Löschfahrzeug 20 Katastrophenschutz S, das bereits im vergangenen Jahr in Einsatz gestellt wurde. In festlichem Rahmen wurde nun das Fahrzeug von Pfarrer Andreas Horn geweiht. Die Nachbarfeuerwehren beteiligten sich an dem Fest.


Wie Bürgermeisterin Martina Gaukler informierte, wurde das Fahrzeug im vergangenen Jahr schon geweiht, doch dies sei aufgrund der Hochzeit von Corona eine Nottaufe, nur sehr klein und im Anschluss an den Gottesdienst, gewesen. »Es war uns wichtig, dass die Mannschaft nicht alleine rausfährt und der Segen mitfährt«, begründete die Bürgermeisterin die damalige Nottaufe. »Es war uns aber wichtig, dass die Weihe in einem größeren Rahmen nachgeholt wird und ein zweiter Segen schadet nicht«, fügte sie hinzu.

Bereits im Juni 2018 hatte der Gemeinderat beschlossen das Einsatzfahrzeug LF20 Kat S, ein Löschfahrzeug, das auch dem Katastrophenschutz dient, anzuschaffen. Das Vorgängerfahrzeug LF8 wurde 1988 gekauft.

Zwischenzeitlich haben sich, so Gaukler, die Anforderungen an das Einsatzgerät geändert. Immer öfter rücke die Wehr zu Hochwassereinsätzen und zu Sturzwasser aus. Zudem sei die Ersatzteilbeschaffung für das LF8 immer schwerer geworden.

Die Kameraden hatten sich intensiv bei anderen Wehren informiert und deren Fahrzeuge begutachtet. Mit 300 Metern Schlauch, 1600 Liter Wassertank, einer motorangetriebenen Feuerlöschwasserpumpe wurde das LF20 als geeignet angesehen, zumal es Allradantrieb besitzt, was im Gemeindegebiet wichtig ist. Auch für die Erste Hilfe bei Verkehrsunfällen eignet sich das Fahrzeug und könne dank des schwenkbaren Teleskoprohrs Unfallstellen perfekt ausleuchten.

Insgesamt wurden 410.000 Euro investiert. Gefördert wurde das Fahrzeug mit 88.000 Euro von der Regierung von Oberbayern. Mittlerweile gab es bereits 90 Übungen mit dem neuen Fahrzeug in kleinen Gruppen während der Pandemiezeit.

Gaukler lobte das »unglaubliche ehrenamtliche Engagement«. Gleichwohl gratulierte sie Michael Sturm zur Wiederwahl als Kommandant. Er wird nun weitere sechs Jahre die Mannschaft anleiten. Sturm begrüßte die Nachbarmannschaften und ergänzte, dass er bereits Anfang 2016 dem Bürgermeister erklärt hatte, dass ein neues Fahrzeug bald notwendig werde. Er erinnerte an die Fahrzeugsuche und die Mitarbeit der Feuerwehr bei der Ausstattung des Fahrzeugs bis hin zum Abholen des LF20.

Kreisbrandrat Christof Grundner beglückwünschte die Wehr zum neuen Fahrzeug und auch zur Ertüchtigung des Feuerwehrhauses. Als Geschenk hatte er einen kleinen Schutzpatron für das Einsatzfahrzeug mitgebracht. Pfarrer Andreas Horn segnete auch diesen. Der Ausdruck Nottaufe gefalle ihm sehr gut, sagte Pfarrer Horn. Der Segen sei notwendig, denn gerade die Feuerwehr werde zu Notlagen, Katastrophen und menschlichem Elend gerufen. Zudem solle die Wehr nicht selbst in Not geraten und stets Beistand von oben erhalten. Pfarrer Horn segnete das Fahrzeug und erbat auch Gottes Segen für den Schutzpatron-Aufhänger.

Vorsitzender des Feuerwehrvereins Andreas Höger dankte für die schöne, kleine Feier, die mit einem gemeinsamen Essen, begleitet von intensiven Gesprächen, abgerundet wurde.

tb