»Miniphänomenta« mit spannenden Experimentierstationen

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Xenia Ofner erklärte die Funktionsweise der Stationen. Nicht nur ihre Eltern staunten über die physikalischen Phänomene. (Foto: Eder)

Staudach-Egerndach – An 23 Experimentierstationen der »Miniphänomenta« gingen die Grundschüler im Schulhaus Staudach-Egerndach physikalischen Gesetzen auf den Grund. Mit dem Bildungsprojekt der Initiative »Technik-Zukunft in Bayern 4.0« des Bildungswerks der Bayerischen Zukunft soll das Technikinteresse der Kinder geweckt werden. Beim Öffentlichkeitstag hatten erstmals auch Eltern die Gelegenheit, sich die Stationen von ihren Kindern erklären zu lassen.


Schulleiter Georg Tischler zeigte sich begeistert vom Konzept der Miniphänomenta, die Antworten auf Fragen, wie die Welt funktioniert, biete und den Schülern ermögliche, sich physikalischen Phänomenen zu nähern. Auch unterstütze sie die Mündigkeit der Schüler, wecke Interesse an Technik und biete ihnen die Freiheit, so tief zu forschen, wie sie es wollen. Der Lehrer sei hier nur Begleiter. Tischler dankte den Lehrerinnen Irmi Schneider und Julia Stiegler.

Ziel, so Doreen Dambacher von der Initiative »Zukunft in Bayern«, ist es, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. Zunächst gehe es um das Staunen an den Stationen, dann um das selbstständige Forschen und schließlich das eigenständige Begreifen. Somit erschließen sich die Kinder ihr Wissen selbst. Wichtig sei die freie Zugänglichkeit der Stationen und Zeit, damit die Kinder ohne Druck forschen können. Dies war in den vergangenen zwei Wochen gegeben. Nun liegt es an den Eltern, beim Nachbautag möglichst viele Stationen nachzubauen und dauerhaft im Schulhaus zu integrieren. Die Nachbauten würden finanziell vom Förderverein der Schule unterstützt.

»Der Fachkräftemangel im technischen Berufen ist angekommen. Wir brauchen künftig Fachkräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich«, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände. Mit der Miniphänomenta soll somit schon früh das Technikinteresse geweckt und für die Ausbildung in technisch anspruchsvollen Branchen geworben werden.

Nach einer musikalischen Einführung der Schüler mit Liedern zum Forschen und Entdecken durften sie das Wissen ihrer Eltern an den Stationen testen. Eindrucksvoll erklärten die jungen Forscher die Stationen und ihre gewonnenen Lehren. Ziel der Stationen ist nicht, die physikalischen Gesetze zu erklären, folglich gab es auch keine schriftlichen Erklärungen hierzu, sondern sich dem Phänomen selbst zu nähern. Manches Phänomen barg dabei weiterhin ein nicht gelöstes Geheimnis.

tb