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Kleine Feuerwehr mit sieben Einsätzen

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Vorsitzender Andreas Höger (rechts) ehrte Günther Sturm für 45 aktive Dienstjahre bei der Feuerwehr. (Foto: Eder)

Staudach-Egerndach – Die Freiwillige Feuerwehr Staudach-Egerndach wurde im vergangenen Jahr zwar nur zu sieben Einsätzen gerufen, dennoch summieren sich die ehrenamtlich geleisteten Stunden, wie bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Mühlwinkl mitgeteilt wurde.


Die Feuerwehr hat derzeit 36 Aktive, informierte Kommandant Michael Sturm; davon sind zwölf ausgebildete Atemschutzträger. Es wurden 24 Übungen, darunter drei Winterschulungen, durchgeführt. Über 650 Stunden bei den Übungen und 112 ehrenamtliche Stunden bei den sieben Einsätzen, darunter Straßenabsperrungen für die Feierlichkeiten in der Gemeinde und eine Alarmierung zu einem Brand in Übersee, wurden geleistet. Sturm betonte, dass Neuzugänge immer willkommen seien.

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Vorsitzender Andreas Höger informierte über die gesellschaftlichen Aufgaben des Vereins. So war die Feuerwehr bei kirchlichen Veranstaltungen, wie beim Jahrtag der Vereine, an Fronleichnam, beim Erntedankfest und beim Volkstrauertag anwesend. Gelungen war das Wild- und Weinfest des Vereins. Trotz des starken Regens konnten die Feuerwehrler viele Gäste bewirten. Bei der Fahnenweihe der Soldaten- und Kriegerkameradschaft war die Feuerwehr gemeinsam mit allen fahnentragenden Vereinen der Gemeinde Pate und beteiligte sich am Fahnenband. Wie Höger weiter informierte, wurde mit dem Pfeifenverein über eine gemeinsam organisierte Sonnwendfeier diskutiert. Diese soll 2020 stattfinden. Auch erinnerte er an den gelungenen Vereinsausflug nach Hallstatt ins Salzbergwerk. Beim Christkindlmarkt wurde der Langos-Stand betreut. Mit der Weihnachtsfeier endete das Jahr. Heuer wurde schon gemeinsam mit dem Trachtenverein ein Faschingsball organisiert. Die aktive Mannschaft durfte zudem eine Brauereibesichtigung mit Bierprobe unternehmen.

Jugendwart Kilian Lehrberger bedauerte, dass bislang keine Mädchen bei der Jugend seien. Er lobte dafür umso mehr seine zwölf Nachwuchsfeuerwehrmänner. Bei sieben Jugendübungen wurden unterschiedliche Einsätze trainiert und auch bei den Übungen der aktiven Mannschaft durfte die Jugend mitwirken. Beim Wissenstest erreichte der Nachwuchs gleich mehrere goldene Abzeichen und beim Kinderferienprogramm wurden 28 Kinder über die Arbeit der Wehr informiert. Auch bei der Gemeinschaftsübung der Jugendwehren aus dem Achental nahm der Staudach-Egerndacher Nachwuchs teil.

Bürgermeister Hans Pertl betonte, dass die Gemeinde stets versuche, die Ausrüstung der Feuerwehr auf den neuesten Stand zu bringen. So werde das neue Feuerwehrfahrzeug gerade geplant und eine neue Pumpe wurde bereits besorgt. Kreisbrandmeister Thomas Mayr lobte den Verein für die gute Jugendarbeit. 762 Stunden Einsatz für die Allgemeinheit bei Einsätzen und Übungen seien für eine kleine Wehr sehr gut.

Werden diese ehrenamtlichen Stunden hochgerechnet, so resultiere ein Betrag von 30.000 Euro, die die Feuerwehr für die Gemeinde »erarbeitet«. »Da steckt schon eine Leistung dahinter«, betonte Mayr. Mit 36 Aktiven und zwölf Jugendfeuerwehrlern sei die Wehr gut aufgestellt.

Die Feuerwehrkameraden bedankten sich auch bei Günter Sturm für dessen 45 aktive Jahre. Dieser erinnerte sich noch gut an seine ersten Jahre bei der Wehr, als zu zehnt in einem Ford Transit, dessen rechtes Hinterrad bei einer engen Kurve in der Luft schwebte, zum Einsatz gefahren wurde. 1991 wurde die erste Jugendgruppe gebildet und aus dieser Truppe seien noch einige aktiv, was Sturm sehr freute. tb