Bildtext einblenden
Der langjährige Staudach-Egerndacher Bürgermeister Karl Kaditzky wird zum Ehrenbürger ernannt. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Karl Kaditzky wird Ehrenbürger

Staudach-Egerndach – Altbürgermeister Karl Kaditzky wird die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde verliehen werden. Das beschloss der Staudach-Egerndacher Gemeinderat. Die Ehrung soll am 10. Mai erfolgen.


Bürgermeisterin Martina Gaukler griff in der Sitzung im Gasthof Mühlwinkl den Vorschlag ihres Amtsvorgängers Hans Pertl aus dem Jahr 2016 auf. Warum, das erklärte sie ausführlich: Karl Ludwig Kaditzky vertrat über 45 Jahre mit hohem persönlichen Einsatz die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung auf Gemeinde- und Kreisebene. Seit 1972 zuerst Gemeinderat, lenkte Kaditzky als erster Bürgermeister von 1984 bis 2002 über 18 Jahre die Geschicke der Gemeinde Staudach-Egerndach.

Bürgermeisterin Gaukler erinnerte an Kaditzkys Ini-tiative zum Gemeindebauhof. Als ehemaliger Schulamtsleiter lag ihm der Schulstandort Staudach-Egerndach mit seiner Grundschule sehr am Herzen. Kaditzky initiierte die Errichtung des Kindergartens mit. In seiner Amtszeit plante die Gemeinde das Kanalnetz und setzte es um. Erheblichen Anteil trägt Kaditzky an der Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Marquartstein und dem Neubau des gemeinsamen Rathauses. Er ist Mitbegründer des Ökomodells Achental. Seine Idee für den Maibaum festigt bis heute den Zusammenhalt zwischen Vereinen und Gewerbe im Ort, so Gaukler. Außerhalb seiner Heimatgemeinde wirkte er von 1994 bis 2020 als Mitglied des Kreistags Traunstein. Gaukler beschrieb, wie er sich dort insbesondere für die kleinen Gemeinden einsetzte. Seiner sachlichen und ausgleichenden Art sei es zu verdanken, dass sich die damals acht Gruppierungen im Kreistag ein gemeinsames Energieleitbild für den Landkreis gaben. An der Fusion der Kliniken aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein zu einer gemeinsamen Aktiengesellschaft trug Kaditzky wesentlichen Anteil. Bildung und Infrastruktur lagen Kaditzky besonders am Herzen. Kaditzky war von 1984 bis 2002 auch Verbandsrat im Abwasserzweckverband Achental, von 1999 bis 2002 Vorstandsmitglied im Ökomodell Achental.

Karl Kaditzky und seine jahrelange Tätigkeit als Gemeinderat, Bürgermeister und Kreisrat seien Vorbild für die Stärkung des kommunalen Ehrenamts, so Gaukler. Dem Vorschlag, ihn zum Ehrenbürger zu ernennen, stimmten die Gemeinderäte einhellig zu.

lukk