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Heutauer Trachtler feiern nächstes Jahr 125-jähriges Bestehen

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Hermann Neumayer, zweiter Vorstand der Staudacher Trachtler (von links), achtete mit Fahnenmutter Silvia Berreiter auf das richtige Scheitelknien von Christian Landler, Anton Mader und Martin Gehmacher. Fahnenbraut Elisabeth Mader kam zur Unterstützung.

Staudach-Egerndach – Ein Fest für die Staudacher Trachtler und Heutauer Trachtler war das Patenbitten im Gasthof zum Ott. Der Trachtenverein Heutau feiert im kommenden Jahr sein 125-jähriges Bestehen und war auf der Suche nach einem Paten für die neue Vereinsfahne. In Staudach-Egerndach wurden die Heutauer fündig.


Als Göd hatten sich die Heutauer die Staudach-Egerndacher Trachtler auserkoren, zumal diese bereits bei der ersten Fahnenweihe im Jahr 1900 die Patenschaft übernommen hatten. »Im Jahr 1900 haben wir unseren Göd ganz genau ausgesucht und auch heute ist die Wahl noch die Richtige«, betonte der Heutauer Trachtenvorstand Christian Landler. Die Heutauer Trachtler kamen mit großer Mannschaft. So hatten sie nicht nur die Vereinsmitglieder, die Aktiven und ihre Musik dabei, sondern auch Stefan Wieninger und Braumeister Bernhard Löw von der Brauerei Wieninger sowie ein großes Fass Festbier.

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Nachdem Christian Landler die Bitte, das Patenamt zu übernehmen, an die Staudacher gestellt hatte, fragte Trachtenvorstand Nikolaus Weisser vom Trachtenverein Staudach-Hochgern, was denn die Freunde aus Heutau bereit wären für dieses Amt als Gegenleistung zu übergeben. Mit nur einem Schlag zapfte Landler das große Fass an und verteilte, um die Staudacher gnädig zu stimmen, an alle Gäste süffiges Bier. Allein mit dem Freibier war es aber nicht getan: Einige Tänze der Aktiven beider Vereine folgten und Christian Landler überreichte zudem einen Korb mit Nussschnaps für die Frauen.

Doch ohne das traditionelle Scheitelknien wollten die Staudacher die Patenschaft nicht zusagen. Natürlich hatten sie bereits ein schönes großes, spitzes Scheitel Holz vorbereitet. Nachdem Nikolaus Weisser sowohl den Vorsitzenden Christian Landler wie auch dessen Stellvertreter Martin Gehmacher und Festleiter Anton Mader auf mögliche Knieschoner überprüft hatte, ging es zum Scheitelknien. Noch einmal wiederholte Landler seine Bitte an den Staudacher Verein. Erst nach einigen Minuten Knien wurden die Gäste erlöst und die Staudacher Trachtler sagten die Übernahme der Patenschaft zu. Jetzt konnte richtig gefeiert werden. Mit frischem Bier und einem perfekten Kronentanz der Heutauer Trachtler wurde dem Göd gedankt. tb