Bildtext einblenden
Geschäftsführerin Karin Lehnert (von links) ehrte gemeinsam mit Vorsitzendem Hermann Roth (rechts) Renate Pletschacher und Dieter Roßner für 60-jährige Mitgliedschaft. (Foto: Eder)

DAV-Sektion Achental plant wieder viele Aktionen

Staudach-Egerndach – »In den letzten zwei Jahren wurde die Kameradschaft, das Miteinander stark strapaziert, und trotzdem konnte einiges erlebt werden«, sagte der Vorsitzende der DAV-Sektion Achental, Hermann Roth, in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Mühlwinkl. »Es gibt einiges nachzuholen«, betonte er. Informationen zum laufenden Betrieb, aber auch vom Hauptverband, gaben Vorstandschaft und Spartenleiter.


So berichtete Roth von dem alpinen Museum auf der Fraueninsel, das Mitte nächsten Jahres nach dem Umbau wieder eröffnet werde. Mittlerweile habe der Hauptverband 1,4 Millionen Mitglieder, und die neue Bundesgeschäftsstelle in München könne bei Interesse von den Mitgliedern auch besichtigt werden.

Sektion braucht einen Klimakoordinator

Hauptthema der DAV- Hauptversammlung sei das Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, 2030 klimaneutral zu sein, gewesen. Seit 2021 leisten alle Mitglieder einen Klimabeitrag von einem Euro pro Jahr. Untersucht werde, in welchen Bereichen CO2 eingespart werden könne. Dies sei im Bereich der Mobilität möglich. Die Sektion brauche einen Klimaschutzkoordinator, so Roth.

Aus der Sektion informierte Roth, dass das Kinder- und Jugendklettern wieder begonnen habe und auch die erste Wanderung im April möglich war. Drei Mitglieder des Vereins haben zudem die Ausbildung zum Wanderleiter absolviert. Der Mitgliederzuwachs sei positiv, selbst in schwierigen Zeiten. So zählte die Sektion Ende 2021 bereits 2028 Mitglieder, ein Zuwachs um 6,5 Prozent. Der derzeitige Mitgliederstand liege bei 2119, erneut über 90 Neuzugänge. 2021 war nur eine Sektionstour zur Düsseldorfer Hütte mit 27 Leuten möglich.

Der einzige Sektionsabend fand auf der Staffnalm statt. Alpinistischer Höhepunkt sei die von Michael Trautmann geführte Hochtour gewesen. Der Bergsteigerflohmarkt durfte aufgrund der Coronabestimmungen nicht statt-finden. Skitouren mussten fast alle abgesagt werden. Nur die Skitour zum Dürrnbachhorn war möglich.

Nun sehe er zuversichtlich auf die Saison 2022, das Sektionsleben habe bereits Fahrt aufgenommen. Die Ziele der Wandertouren der Dienstags- wie auch Donnerstags-Wandergruppen stehen bereits bis Mitte des Jahres fest. Künftig solle es auch für Berufstätige ein Wochenendangebot geben. Die erste Tour, geführt von Elfriede Steil, ist bereits diesen Sonntag. Nähere Information stehen im Internet. Zwei Mehrtagestouren sind geplant, eine in den Bayerischen Wald nach Bodenmais, die zweite in die Venediger-Gruppe. Sektionsabende werden künftig nurmehr im Winter geboten. Dafür wird das Angebot an Almabenden ausgeweitet.

Naturschutzreferent für Besucherlenkung

Naturschutzreferent Stefan Kattari informierte schriftlich über starken Wandererandrang in den Coronajahren und mögliche Konflikte mit Trailfahrern. Er sprach sich für eine Besucherlenkung aus. Kattari betonte aber auch, dass ein Angebot für Trailfahrer wichtig wäre. Es gebe Gespräche in den Achentalgemeinden mit dem Ziel einer räumlichen Trennung von Wanderern und Trailfahrern. Auch informierte er, dass er sich seit Oktober als Beisitzer in der internationalen Cipra-Organisation einbringe.

Die Dienstags-Wandergruppe um Peter Parsiegla konnte 24 Touren mit zwei bis zwölf Personen durchführen. Insgesamt beteiligten sich 139 Wanderer. Er, habe sich über viele positive Rückmeldungen gefreut. »Ihr habt Abenteuer gebucht, ihr bekommt auch Abenteuer«, so Parsiegla. Ähnlich aktiv war die Donnerstagsgruppe von Günter Altinger, die von 48 geplanten Touren 22 durchführen und bis zu 25 Teilnehmer pro Tour zählen konnte. Ein Höhepunkt sei die Vier-Tages-Tour im Bayerischen Wald gewesen.

Die Jugendarbeit, so berichtete Roth in Vertretung von Bettina Bartsch, ruhte und auch die Mountainbiker konnten nur zu zwei Touren aufbrechen. Roth freute sich, dass sich in die Familiengruppe Kerstin Gravermann als Führungsleiterin einbringen möchte. Sie sei neu in der Sektion und stamme aus dem Stuttgarter Raum.

Die Jugend-Boulderer und Kletterer Martin Maier und Charly Tonkovic stellten einen kleinen Videofilm vor, der die Begeisterung der jungen Kletterer spiegelte.

Wegereferent Gerfried Bock zeigte sich zufrieden mit den Wegen, die die neun Wegepaten regelmäßig kontrollieren. Leider konnte der Bohlenweg zur Vorder-alm noch nicht saniert werden. Man habe sich entschieden, noch zu warten, zumal auch die Preise auf dem Holzmarkt explodierten. Je nach Materialverfügbarkeit sei die Sanierung für heuer geplant.

Gar nichts ging, so die Auskunft von Michael Trautmann bezüglich Skitouren in 2021. Zwei Hochtouren waren im vergangenen Jahr möglich, eine auf den Johannisberg und eine Gletschertour. Geplant seien zwei Hochtouren, je eine im Juni und im September.

Schließlich konnte Karin Lehnert einen umfassenden, stimmigen Kassenbericht vorlegen, der natürlich eingehend von Herbert Häger und Manfred Diezinger geprüft und gelobt wurde.

Zur Aufnahme noch einen Bürgen gebraucht

Letztlich galt es noch, langjährige Mitglieder zu ehren. Darunter waren für 25 Jahre Renate Bonnmann und Georg Mayer, für 40 Jahre Bürgermeister Stefan Schneider aus Bergen und Josef Auer sowie Ludwig Klarwein. Jeweils ein halbes Jahrhundert gehören Wolfgang Obermeier, Katharina Hörterer, Oskar Knoll und Siegfried Parzinger der Sektion an. Renate Pletschacher und Dieter Roßner wurden gar für jeweils 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Damals, so informierte Roth weiter, brauchte man noch einen Bürgen, um überhaupt in den Verband aufgenommen zu werden.

tb