weather-image

Zeugin griff sofort ein: Exhibitionist vor Siegsdorfer Schwimmbad

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Foto: dpa/Symbolbild

Siegsdorf – Vorbeilaufende Kinder mussten am Mittwochnachmittag vor dem Siegsdorfer Schwimmbad mitansehen, wie ein psychisch auffälliger 51-jähriger Mann als Exhibitionist auftrat. Der Mann war nur mit einem T-Shirt bekleidet und hatte auf offener Straße onaniert.


Update vom Freitag: Zeugin verhinderte Schlimmeres

Anzeige

Eine aufmerksame Zeugin konnte Schlimmeres verhindern. Als die Frau bemerkte, dass ein, wie sich später herausstellte, psychisch auffälliger Mann beim Fahrradabstellplatz onanierte, informierte sie daraufhin sofort die Schwimmbadangestellten, die den Bereich so absicherten, dass keine Kinder oder andere Personen an dem Mann vorbeigehen mussten. Das teilte eine Schwimmbadangestellte gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt mit.

Die Polizei hatte in ihrer Meldung zunächst berichtet, dass vorbeigehende Kinder den Mann beobachtet hatten. Eine Polizeistreife, die innerhalb von wenigen Minuten am Schwimmbad eintraf, setzte dem Spuk ein Ende. Der Mann kam in eine Fachklinik. Die Kripo ermittelt seither. vew

Bericht vom Donnerstag:

Der 51-jährige Tatverdächtige aus dem Landkreis Traunstein saß zum Tatzeitpunkt im Bereich des Fahrradabstellplatzes vor dem Schwimmbad. Der psychisch auffällige Mann, der bis auf ein T-Shirt keine weitere Kleidung trug, manipulierte offensichtlich an seinem Glied, als mehrere Kinder an ihm vorbeigingen.

Eine Zeugin, die das Geschehen ebenfalls beobachtete, verständigte sofort die Polizeiinspektion Traunstein, die eine Streifenbesatzung losschickte. Die eintreffenden Beamten konnten den mutmaßlichen Täter noch an Ort und Stelle antreffen und festnehmen. Der Mann wurde in Absprache mit dem Landratsamt Traunstein in einem Fachklinikum untergebracht.

Die Kripo Traunstein führt die Untersuchungen in dem Fall und ermittelt wegen „Sexuellen Missbrauchs von Kindern“. Weil der Gesetzgeber Kinder unter 14 Jahren unter besonderen Schutz stellt, kommt in solchen Fällen dieser Straftatbestand in Betracht. Die Strafandrohung ist mit „Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren“ höher als beim Tatbestand „Exhibitionistische Handlung“ mit „Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr“.