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Wirtschaftsempfang in Bad Adelholzen mit Uli Hoeneß

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Nachrichten aus Siegsdorf
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Uli Hoeneß, die Generaloberin, Hermann Gerland und Geschäftsführer Stefan Hoechter von den Alpenquellen (v.l.) beim 17. Jahresempfang der regionalen Wirtschaft in Siegsdorf. Foto: Franz Krammer

Siegsdorf – Vertreter der heimischen Wirtschaft trafen sich beim Wirtschaftsempfang in Bad Adelholzen zu einem amüsanten Podiumsgespräch mit Uli Hoeneß und Hermann Gerland vom FC Bayern.


Zum Jahresempfang der regionalen Wirtschaft trafen sich zum 17. Mal in den Räumen der Adelholzener Alpenquellen Vertreter von Handwerk, Industrie, Handel und Behörden in entspannter Atmosphäre zum Gedankenaustausch. Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung, Dr. Birgit Seeholzer empfing die Gäste aus Politik, Kirche, Handel und Handwerk.

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Nachdem Geschäftsführer Stefan Hoechter im Namen der Alpenquellen und des Ordens die Gäste über die neuesten Entwicklungen des Brunnenbetriebs informiert hatte, der mit einigen Spitzenprodukten zum deutschen Marktführer aufgestiegen ist, ging er auf die fast zwei Jahrzehnte andauernde Partnerschaft der Adelholzener Alpenquellen mit dem FC Bayern München ein. Dazu hatte er unterhaltsame Aufnahmen mit den Fußballern und den Ordensschwestern mitgebracht.

Heimat braucht Menschlichkeit

Unter dem Motto »Heimat braucht Menschlichkeit« brachte Landrat Siegfried Walch seine Wertschätzung über die Bedeutung der regionalen Wirtschaft zum Ausdruck. »Man spürt bei allem, was die Region voranbringen soll, die Verantwortung für die Menschen, die Landschaft und die Natur«, freute sich der Landrat. Er verwies auf die wirtschaftliche Vielfalt der Region als Grundlage des Wohlstands und der komfortablen Lebensverhältnisse. Zum Thema des Abends »Nachwuchs für die Wirtschaft und den Spitzensport« verwies Walch deutlich auf das breite Bildungsangebot und betonte: »Abitur ist gut – aber berufliche Ausbildung ist mindestens genau so gut!« und erntete dafür spontanen Applaus der über 400 Gäste.

Dr. Florian Binder übernahm für den erkrankten Vorsitzenden des Gewerbeverbands, Thomas Eberl, die Vorstellung der Teilnehmer des Podiumsgesprächs: FC- Bayern-Präsident Uli Hoeneß und seinen langjährigen Weggefährten Hermann Gerland als sportlichen Leiter des neuen Nachwuchszentrums der Bayern, sowie Moderator Uli Köhler, Urgestein unter den Sportjournalisten Deutschlands, der seine Gesprächspartner bereits seit Jugendjahren kennt.

Nachwuchs gewinnen für Wirtschaft und Sport

Unterhaltsam und informativ erzählten die Gesprächsteilnehmer aus ihren Erfahrungen im Umgang mit jungen Leuten in der Talentschmiede und dem täglichen Arbeitsablauf im Nachwuchszentrum und der FC-Bayern-Zentrale. Die aufmerksamen Gäste konnten viele Gemeinsamkeiten in der Ausbildung und der Anwerbung von jungen Talenten für Sport oder Wirtschaft erkennen. Behutsamer Umgang mit der Jugend, Einfühlungsvermögen und besonders die Vorbildfunktion der Chefetagen sind auch heute entscheidend, um neben dem Talent auch die Leistungsbereitschaft des Nachwuchses zu aktivieren.

Großen Applaus erntete Hoeneß mit den Bekenntnissen: »Je erfolgreicher man wird, desto sozialer sollte man werden« und »Vorgesetzte sollten für ihre Leute da sein – und nicht umgekehrt«, bevor er mit einem Lob auf die starke Region Chiemgau/Rupertiwinkel endete. Dabei forderte er die Politik auf, alte Tugenden auszugraben: »Politik sollte den Menschen dienen und nicht vordergründig der eigenen Karriere«.

Moderator Uli Köhler versteigerte dann zwei handsignierte FC-Bayern-Trikots für 1250 Euro zugunsten des verunglückten Nachwuchssportlers Nikolai Sommer. Dann überreichte Dr. Florian Binder den Podiumsgästen Chiemgauer Spezialitätenkörbe. Dann würdigte er seinen Vorstandskollegen Claus Egger für die Organisation und Vermittlung des Podiumsgesprächs sowie die Adelholzener Geschäftsführung und die Generaloberin mit Blumen und Präsenten für die angenehme Gastfreundschaft.

Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen

»Das letzte Wort« hatte wie immer die Generaloberin des Ordens. Schwester M. Rosa Maria Dick ermunterte die Besucher, in ihren verantwortungsvollen Aufgaben immer den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. »Tragen sie alle auch künftig dazu bei, durch die Achtung des Menschen und seiner Individualität eine Verbindung zu Jesus und seinem Erfolgskonzept 'im Mittelpunkt steht der Mensch' zu schaffen«.

Noch lange fanden die Besucher und Gäste dann Gelegenheit, sich bei angenehmer Unterhaltung der Band »Baeck in Town« sowie bei bester Bewirtung über das vorangegangene Podiumsgespräch und die aktuellen Anforderungen in Wirtschaft und Handel auszutauschen. FK