weather-image
18°

Verantwortung zum Erhalt des Friedens in Europa

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Altenmarkter Ortsvereine unterstützten ihre KSK mit starker Teilnahme, denn heuer war die KSK Altenmarkt Ausrichter der Wallfahrt nach Maria Eck. (Fotos: Krammer)
Bildtext einblenden
Bereits am Morgen trafen sich die Vereine in Siegsdorf zum Totengedenken und zur Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

Siegsdorf – Bereits zum 73. Mal seit 1946 trafen sich die  Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften (KSK) des Chiem- und Rupertigaus zur Gauwallfahrt nach Maria Eck, um für Frieden und Freiheit in der Heimat zu beten und ihrer Verstorbenen und gefallenen Mitgliedern zu Gedenken.


Gauvorstand Michael Bern-auer betonte beim morgendlichen Totengedenken in Siegsdorf die Verantwortung jedes Einzelnen zur Wahrung des Friedens in Familie und Gesellschaft und legte zur Erinnerung und Mahnung einen Kranz vor dem Kriegerdenkmal ab.

Anzeige

Angeführt von der Gaufahne und den Ortsvereinen aus der Gemeinde Altenmarkt, deren KSK heuer für die Ausrichtung der Wallfahrt verantwortlich zeichnete, machten sich dann die Pilger mit ihren Vereinsfahnen betend auf den Weg nach Maria Eck. Dort wurden die Gläubigen nach dem gemeinsamen Einmarsch mit der Musikkapelle vor dem Freialtar unterhalb des Klosters von Guardian Bruder Franz aus Maria Eck herzlich empfangen. »Dass ihr euch auf den Weg gemacht habt, um im gemeinsamen Gebet der Sache des Friedens zu dienen, ist aktueller denn je«, freute sich der Klosterchef.

Eingerahmt von über 45 Vereinsfahnen und begleitet von den Klängen der Musikkapelle Altenmarkt zelebrierte dann Monsignore Rainer Boeck aus München die Festmesse. Der gebürtige Altenmarkter nannte die Gedächtniswallfahrt der KSK-Vereine eine »stolze Tradition« und einen lebendigen Beweis für die große Bedeutung von Vereinen, Institutionen und Helferkreisen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er betonte: »Frieden fällt nicht vom Himmel, er hält nur stand, wenn wir alle zusammenstehen und gemeinsam unter 'verantwortungsvoller Führung' vorangehen.«

Nach dem Gottesdienst dankte der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch, der mit den Kameradschaften nach Maria Eck gepilgert war, den KSK-Vereinen für ihr lebendiges Bekenntnis zu Heimat und christlichem Glauben, freute sich über den sichtbaren Ausdruck des gesellschaftlichen Zusammenhalts und ermahnte die Gottesdienstbesucher, neben dem notwendigen Gedenken an die vielen Toten der beiden Weltkriege auch den derzeitigen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr für ihre friedensstiftende Arbeit Respekt und Unterstützung zukommen zu lassen.

Der Vorsitzende der KSK Altenmarkt, Wolfgang Losert und Gauvorstand Michael Bernauer stellten die Frage: »Sind die Krieger- und Soldatenkameradschaften noch zeitgemäß?«, und verwiesen auf die große Bedeutung des »Mahnens und Erinnerns« bei der Gestaltung der Zukunft, das von den Kameradschaften besonders bei Volkstrauertagen und Jahrtagen, aber auch bei den gemeinsamen Gedenkfeiern in Maria Eck und auf der Kampenwand am Leben erhalten wird. Bernauer freute sich besonders über die Teilnahme von Landrat Siegi Walch, Bürgermeister Stephan Bierschneider aus Altenmarkt und Toni Eckart vom Volksbund Traunstein sowie der Vorstandskollegen aus dem Rupertiwinkel und der Vertreter der Bundeswehr. Sein Dank galt allen, die sich in irgendeiner Weise an der Organisation beteiligt hatten, allen voran der KSK Altenmarkt mit der Musikkapelle und den Ortsvereinen der Gemeinde, sowie der Polizei und den Rettungsdiensten, bevor die Gedenkfeier mit der Bayernhymne ausklang. FK

Blattl Sonntag Traunstein