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Siegsdorfer sind zufrieden mit ihrer Gemeinde

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Auch das Thema des Venusberger Wegs – hier eine Archivaufnahme aus dem Herbst – kam zur Sprache.

Siegsdorf – Nur wenige Fragen gab es bei der Bürgerversammlung in Siegsdorf, nachdem Bürgermeister Thomas Kamm in einem gut zweistündigen Vortrag die Arbeit von Gemeinderat und Verwaltung detailliert aufgeschlüsselt hatte.


Den Anfang machte Jochen Hübsch mit der Anregung zur Berufung eines Sportreferenten aus Reihen des Gemeinderats, um die Kommunikation zwischen dem TSV und dem Gemeinderat sowie der Verwaltung zu verbessern. Bürgermeister Thomas Kamm zeigte sich überrascht, war aber überzeugt, dass dies mit gegenseitigem Zutun auch ohne einen Referenten möglich sein müsste. Er versprach, sich mit dem Gremium darüber auszutauschen.

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Planung zur Verlegung der Sportplätze

Außerdem wollte Hübsch näheres über die Planungen zur Verlegung der Sportplätze wissen, da die Trainingsplätze von einer möglichen Erweiterung des Gewerbegebiets betroffen sind. Kamm betonte, dass die Gemeinde seit Jahren auf der Suche nach geeigneten Flächen für eine Verlegung der Sportstätten sei, Grundstücke derzeit aber fast nicht zu bekommen seien. Hauptplatz, Sportheim und der beleuchtete Trainingsplatz seien aber von den Planungen nicht berührt. Das Gewerbegebiet werde abschnittweise bebaut, sodass für die Verlegung der nördlichen Plätze kein Druck bestehe. Eine dritte Frage hatte Hübsch zur möglichen Anbindung seines Wohnorts Wernleiten an die Gasversorgung. Dazu verwies Kamm auf die Möglichkeit, sich persönlich beim zuständigen Versorgungsunternehmen ESB zu melden. Aufgrund der Entfernung zur Hauptleitung sei er aber bezüglich eines Anschlusses eher skeptisch. Kamm versprach aber, die Verantwortlichen über das bestehende Interesse zu informieren.

Näheres über die Hintergründe der Umgestaltung und Renovierung des Festsaals wollte Sepp Geisreiter, Vorsitzender des Trachtenvereins Siegsdorf, wissen. Er zeigte sich etwas irritiert über die mangelnde Information und Einbindung der betroffenen Vereine. Außerdem interessierte er sich über die Zukunft des Gasthofs Neue Post, der im Besitz der Gemeinde ist. Bürgermeister Kamm verwies auf neue Brandschutzverordnungen, nach denen die jetzige Bestuhlung nicht mehr zulässig ist, sodass neue Tische und Stühle notwendig werden. Zudem soll der Saal etwas mehr Wirtshaus-Charakter erhalten und auch die Beleuchtung und die Lüftung sollen verbessert werden. Er nahm den Vorschlag der Vereine an, ihre Erfahrungen und Ideen in die Umgestaltung mit einzubinden. Zur Neuen Post sagte Kamm: »Bis das erforderliche Städtebau-Förderprogramm für die Umgestaltung des Kardinal-Faulhaber-Platzes greift, bleibt vorerst alles beim Alten. Das Konzept des Gemeinderats ist durch die Planer auf den Weg gebracht, aber bei solchen Verfahren ist Geduld gefragt.«

Dorothea Freund und Rudolf Leugner griffen das Thema Sperrung/Teilsperrung des Venusberger Weges auf. Sie monierten Sinn und Kosten für die Umgestaltung der Zufahrt von der Adelholzener Straße und stellten Vergleiche mit ähnlichen Einmündungen an. Kamm äußerte sich zu diesem Thema sehr zurückhaltend. Er verwies auf das noch laufende Verfahren und betonte, dass die Gemeinde weiterhin am vorgegebenen Ziel einer Verkehrsberuhigung für die Anwohner des Venusberger Weges festhalten und immer »der jeweiligen Situation angemessen« handeln werde.

Immer mehr Verkehr im Ortszentrum beklagt

Angelika Steiger und Edeltraud Popp verwiesen auf den immer stärker werdenden Verkehr im Ortszentrum und zeigten sich erschüttert von den hohen Geschwindigkeiten und den uneinsichtigen Autofahrern.

Dem schloss sich Bürgermeister Thomas Kamm an. Radar und Überwachung seien nur zeitweise erfolgreich. Niederschmetternd waren laut Kamm auch die Erfahrungen mit der erprobten Verkehrsberuhigung in der Ruhpoldinger Straße. Das Umfeld der überörtlichen Straßenführungen von und nach Traunstein sei für Siegsdorf eher von Nachteil und verstärke den Durchgangsverkehr im Dorf. Der Gemeinderat diskutiert seit vielen Jahren über Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung im Ortskern und hat sich dazu auch mehrere Experten ins Boot geholt. Durchschlagende Ideen seien aber noch nicht in Sicht. FK