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Siegsdorfer Schwimmbad soll umgebaut werden

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Das Siegsdorfer Schwimmbad soll in den nächsten Jahren umgebaut und die Becken sollen mit Edelstahl verkleidet werden. Unter anderem kommt der Eingangsbereich mit den sanitären Anlagen auf die Nordseite im Anschluss an das Becken. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf – Das Siegsdorfer Schwimmbad ist in die Jahre gekommen und nun soll das Bad, das in den 1980er Jahren gebaut wurde, saniert und wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Der Plan für die Umsetzung wurde nun bei einem Ortstermin im Bad vorgestellt.


Dabei machten sich Interessierte und Badegäste ein Bild, gaben aber auch diverse Hinweise und Anregungen, wie man es eventuell anders gestalten könnte. Architekt Markus Pichler aus Hall in Tirol informierte die Besucher über den Stand der Dinge und die großteils abgeschlossene Planung. Eine Sanierung ist notwendig geworden und im Raum stand auch die Umwandlung in einen Badesee vergleichbar dem in Inzell.

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Befragung ergab: Klar Pro Schwimmbad

Allerdings gab es vorab eine Podiumsdiskussion und Befragungen der Badegäste nach deren Wünschen. Dabei stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung klar für den Erhalt des bestehenden Schwimmbads sei. Darüber hinaus ist man in Siegsdorf platzmäßig eingeschränkt mit der Autobahn, der Traun und der Bundesbahn, sodass die Entscheidung pro Schwimmbad nicht allzu schwer war.

Markus Pichler, der sich seit 2001 mit der Planung, Realisierung und Umsetzung von Sportanlagen, Schwimmbädern und Freizeitanlagen beschäftigt, war darauf aus, das neue Bad in das Gelände passend zu integrieren. »Das Schwimmerbecken bleibt grundsätzlich bestehen, es wird nur mit einer Edelstahlhülle verkleidet. Das Kinderbecken wird ein Lehrschwimmbecken mit einer Tiefe von 80 bis zu 130 Zentimetern auslaufend in einen flachen 'Strandbereich'. In Zukunft gibt es eine Abgrenzung zum Kleinkinderbecken mit einem angrenzenden Duschbereich und Toilettenanlage«, führte der Architekt aus.

Auch die Technik mit der Pumpenanlage und der Wasseraufbereitung wird komplett erneuert. Der Baumbestand soll, soweit es geht, erhalten bleiben, versichert Wolfgang Geistanger vom Bauamt Siegsdorf. »Wir sind darauf bedacht, dass wir die Natur grundsätzlich so belassen, wie es möglich ist. Nur wenige Hecken müssen ein wenig versetzt werden und die Bäume dürfen fast alle so stehen bleiben wie bisher und sollen weiter als Schattenspender dienen.« Man sei bestrebt, die neue Anlage mit dem Kleinkinderbecken und der neuen Rutschanlage so gut wie möglich ins Gelände zu integrieren.

Der Bauplan sieht so aus, dass der neue Eingangsbereich mit den sanitären Anlagen auf der Nordseite in Verlängerung des Stegs über die Traun 2019 errichtet wird und die Becken und Grünanlage dann 2020 fertiggestellt werden kann. Gespräche mit dem Landratsamt wurden bereits geführt.

Eine Förderung ist zu erwarten, ist Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm zuversichtlich. »Derzeit sind wir mit den Planungen und den diversen Absprachen gut im Zeitplan. Allerdings wissen wir noch nicht genau, welcher Fördersatz uns zusteht.« Bei einer Kostenschätzung von circa 6,5 Millionen Euro sei das für die Gemeinde aber sehr bedeutend. Wichtig ist es der Gemeinde daher, dass barrierefrei gebaut und die Technik auf den neuesten Stand gebracht wird. So soll auch das Wasser des Schwimmerbeckens in Zukunft über Solarzellen geheizt werden. Kamm ist zuversichtlich, dass »wir ein Familienerlebnisbad bekommen, mit dem die Schwimmbadbesucher zufrieden sind«.

Bleibt zu hoffen, dass der Zeitplan auch eingehalten werden kann. Unter Umständen muss die Badesaison im nächsten Jahr ein wenig verkürzt werden, um die Fertigstellung nicht zu gefährden. Doch darüber macht man sich noch intern Gedanken. hw