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Kirchenpfleger Markus Hirtelreiter (links) und Kirchenmaler Michael Stein sind sehr zufrieden mit der kunstvollen Restaurierung der Kirchenuhr.

Sanierung der Kirche – An Turm und Dach wird fleißig gewerkelt

Siegsdorf – Auch wenn es aus der Entfernung oft nicht zu sehen ist, am Siegsdorfer Kirchturm und an der Erneuerung des südlichen Kirchendachs wird fleißig gearbeitet.


Allerdings ist es im Gegensatz zu herkömmlichen Baustellen ein mühsames und zeitaufwändiges Arbeiten, mit viel Handarbeit und ständig neuen Herausforderungen für die versierten Handwerker. Glücklicherweise konnten im Rahmen der Ausschreibung für die Arbeiten am Kirchenschiff die Aufträge an dieselben Firmen vergeben werden, die auch an der Turmsanierung arbeiten. Diese können nun, je nach Anforderung und Wetter, flexibel auf die wechselnden Anforderungen reagieren und ohne größere Wartezeiten anfallende Arbeiten erledigen.

Nachdem seit einigen Wochen von den Zimmerern, gut sichtbar, die Verschalung am südlichen Kirchenschiff erneuert wird, geht es nun auch an der Turmspitze wieder vorwärts. Die Handwerker und Architekten hatten im Zuge der Arbeiten größere Schadstellen an der Verbindung des Turms und der Turmspitze festgestellt und dann nach Möglichkeiten der Verbesserung gesucht. Nun konnte mit speziell angefertigten Stahlteilen und massiven Eichenbalken wieder eine stabile Verbindung hergestellt werden, die auch den Vorstellungen des Denkmalschutzes gerecht wurde. Jetzt arbeiten bereits auch die Dachdecker am unteren Teil der Turmspitze und befestigen die ersten neuen Schieferplatten.

Noch längere Zeit werden allerdings die Glocken des Turms stumm bleiben. Kirchenpfleger und Experten arbeiten derzeit an Sanierungsmöglichkeiten und der notwendigen Finanzierung dazu. Vor allem die große »Pfarrer Lechner-Glocke« aus dem Jahr 1829 zeigt deutliche Gebrauchsspuren und Schadstellen an der Aufhängung. Kirchenpfleger Markus Hirtelreiter hofft auf ein baldige Entscheidung und Freigabe der verantwortlichen Behörden, um die Sanierung noch heuer abschließen zu können.

Währenddessen haben auch die im letzten Jahr abgebauten Teile der Turmspitze mit Kugel und Wetterhahn, sowie die Ziffernblätter und Zeiger der großen Turmuhr eine »Schönheitskur« hinter sich. In der Werkstatt des Kirchenmalers Michael Stein in Inzell wurden alle Teile sorgsam gereinigt und teilweise neu vergoldet. Die großen, knapp zwei Meter hohen Ziffernblätter, konnten in Absprache mit den Experten wieder in der gewohnten Ausführung neu bemalt und versiegelt werden. Kirchenpfleger Markus Hirtelreiter zeigte sich zusammen mit dem Kirchenmaler Michael Stein bei einem Werkstatttermin sehr zufrieden über das Ergebnis der kunstvollen Restaurierung.

Eingerüstet ist der Kirchturm bereits seit Oktober 2019. Dabei handelte es sich allerdings um ein Schutzgerüst, damit der Friedhof weiter betreten werden konnte. Denn es bestand zu der Zeit die Gefahr, dass Schindeln vom Dach fallen könnten. »Richtig« gearbeitet wird seit vergangenen Herbst.

FK

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