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Kindergarten in Eisenärzt wird vergrößert

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Die Westansicht zeigt rechts den derzeitigen Kindergarten mit der bisherigen Eingangstüre. In der Mitte ist der neue gemeinsame Eingangsbereich geplant. Links ist der Anbau für die Kinderkrippe mit dem teilweise überdachten Außenspielbereich zu sehen und darüber der Zeltdach-Aufbau des Gruppenraums.

Siegsdorf – Einziger Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Siegsdorf war der Eingabeplan für den Umbau und die Erweiterung des Kindergartens Eisenärzt.


Der zweigruppige Kindergarten in Hörgering am Friedhof soll nach den Plänen von Architekt Gerhard Chaloupka um eine weitere Gruppe erweitert werden. Dazu wird der überdachte Außenspielbereich geschlossen, um darin die Mittagsverpflegung unterzubringen. Die dritte Gruppe findet im jetzigen Turn- und Mehrzweckraum Platz, der im Untergeschoß des Anbaus entstehen wird. Der Umbau bietet dann Platz für 75 Betreuungsplätze und soll den Betrieb während der Bauphase nicht wesentlich beeinträchtigen.

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Im Norden des jetzigen Gebäudes wird ein separater Gebäudeteil für die Kinderkrippe entstehen. Er erhält im Osten zur Hörgeringer Straße hin ein Untergeschoß, in dem der Mehrzweckraum mit einer großen Fensterfront nach Osten entsteht.

Im Erdgeschoß befinden sich der Gruppenraum und die Ruheräume, sowie ein teilweise überdachter Freibereich für die 13 Betreuungsplätze. Der Anbau erhält ein flach geneigtes Gründach mit Zeltdach-Aufbau über dem quadratischen Gruppenraum. Der Fußweg von der Hörgeringer Straße zum Friedhof wird um den Anbau herumgeführt, die im südöstlichen Bereich angrenzende Friedhofsmauer wird etwas zurückgesetzt und mit einer Hecke wieder eingegrünt.

Der Zugang zu den Kindertagesstätten erfolgt wie bisher von Westen, aus dem neuen gemeinsamen Eingangsbereich in der Mitte der Anlage zweigen die Zugänge zu Kindergarten und Kinderkrippe ab. Die Garderoben fungieren dabei als »Schmutzschleuse« zu den Gruppenbereichen. Beide Gebäudeteile werden über eine gemeinsame neue Pelletsheizung versorgt. Die Kostenschätzung liegt bisher deutlich unter zwei Millionen Euro.

Auf eine Frage aus dem Gremium berichtete Bürgermeister Thomas Kamm über bereits zugesagte Fördermittel aus Finanzausgleichs-Mitteln. Weitere mögliche Fördermöglichkeiten, etwa über einen Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder ähnliches würden derzeit noch geprüft.

Willi Geistanger begründete seine Gegenstimme mit der seiner Meinung nach etwas eingezwängten und ungünstigen Lage des Anbaus im Norden. Er hätte lieber einen Neubau im Süden auf dem angrenzenden gemeindlichen Grundstück gesehen. Kamm verteidigte noch einmal die Planungen und bekräftigte die künftigen Synergieeffekte der beiden Tagesstätten im gemeinsamen Gebäude und mit dem Mehrzweckraum im Keller. Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat den vorliegenden Eingabeplan und beauftragte das Bauamt, die Baugenehmigung zu beantragen.

Bürgermeister Thomas Kamm gab abschließend noch bekannt, dass das Loipenspurgerät der Gemeinde mit einem Defekt an der Aufhängung der Fräse ausgefallen sei und etwa eine Woche Reparaturzeit benötige. Im Bedarfsfall werde man sich um ein Ersatzgerät aus einer Nachbargemeinde bemühen. FK