weather-image
29°

Hotel-Neubau in Siegsdorf nur mit Satteldach möglich

5.0
5.0
Siegsdorf: Hotel-Neubau nur mit Satteldach möglich
Bildtext einblenden
Das Bild zeigt das Gelände des geplanten Hotelbaus im Gewerbegebiet an der Breslauer Straße südlich der A8 und östlich der Staatsstraße 2105.

Siegsdorf – Auf dem letzten freien Grundstück im Gewerbegebiet an der Breslauerstraße möchte eine Immobilien-Firma aus Mindelheim ein Hotelgebäude in Modulbauweise erstellen und betreiben.


Der Neubau in Ziegel- Modulbauweise soll auf einer Länge von 65,26 Metern und einer Breite von 6,85 Metern in zwei Geschoßen Raum für 31 autark zu nutzende Zimmer bieten und mit einem nach Süden abfallenden Pultdach ausgeführt werden. An der nordwestlichen Gebäudeecke ist noch ein aufgeständerter Schriftzug »TS Hotel« (2,4 Meter hoch und 11,40 Meter lang) geplant und zudem soll auf der Nordseite in Richtung der Autobahn neben den 31 Stellplätzen auch ein Nebengebäude (6 mal 2 Meter) für Müllbehälter, Wäschelager und Fahrräder entstehen. Gebucht werden die Zimmer nur online mit Zusendung des entsprechenden Schlüssel-Codes, eine Rezeption ist nicht geplant.

Anzeige

Ausführung mit Satteldach

Der Bebauungsplan »Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsberger Straße« lässt ein solches Vorhaben zu, die Festsetzungen fordern jedoch die Ausführung des Gebäudes mit einem Satteldach. Für die geringfügige Überschreitung der Baugrenzen in die Anbauverbotszone zur Staatsstraße 2105 wurde das Einverständnis des Straßenbauamtes bereits eingeholt und auch die Anlage der erforderlichen 31 Stellplätze in der Anbauverbotszone der Autobahn stellen kein Hindernis dar.

Bauausschuss und Gemeinderat beharrten jedoch zwingend auf einer Ausführung mit einem Satteldach, analog aller bereits bestehenden Gewerbegebäude westlich der Breslauer Straße. Auch eine nachgereichte Begründung des Antragstellers zur Notwendigkeit eines Pultdaches konnte das Gremium nicht umstimmen.

Willi Geistanger (Grüne) forderte eine solche Dachform aus gestalterischen Gründen zwingend und sein Fraktionskollege Gerhard Gimpl hegte Befürchtungen über den notwendigen Bedarf einer solchen Nutzung, als neue Konkurrenz zu den bestehenden Beherbergungsbetrieben. Bürgermeister Thomas Kamm verwies noch einmal auf die Rechtmäßigkeit des Antrages im Gewerbegebiet, bevor das Gremium bei der Gegenstimme von Gerhard Gimpl dem Antrag mehrheitlich zustimmte. Auf die Ausführung der Dachform als Satteldach wird aber weiterhin bestanden, den anderen Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes (Baugrenzen-Überschreitungen) wird zugestimmt.

Einstimmig billigte der Gemeinderat zudem den Änderungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes »Siegsdorf Nordwest« im Bereich des Anwesens Seelauerstraße 1. Geplant ist hier nach den Vorlagen des Planungsbüro Eisenbichler aus Siegsdorf die Aufstockung des Hauptgebäudes um einen Meter und die Anhebung der Garagen um 2,30 Meter, sodass eine vierte und fünfte Wohneinheit entstehen können. Auch die Zufahrt zu den zusätzlichen Stellplätzen wurde zufriedenstellend gelöst. Das Änderungsverfahren kann im »vereinfachten Verfahren« durchgeführt werden, sämtliche Kosten gehen zu Lasten des Antragstellers.

Bauhof bekommt neues Fahrzeug

Der Kleintransporter »Ladog« des gemeindlichen Bauhofes soll nach acht Jahren und 4500 Betriebsstunden durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden. Vier verschiedene Typen von geeigneten Fahrzeugen wurden dazu im Bauhof auf ihre Handhabung, Verarbeitung und den praktikablen Einsatz getestet. Letztendlich entschieden sich die Mitarbeiter um Bauhofleiter Herbert Dangl, der Verwaltung den Ankauf eines REFORM Bokimobil mit 150 PS und einer Breite von 1,40 Meter vorzuschlagen. Alle bisher am »Ladog« verwendeten Anbaugeräte sind dabei kompatibel. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung den Ankauf dieses Fahrzeugs bei der Firma Steinmassl zum Preis von knapp 149.000 Euro.

Auch weitere Auftragsvergaben zur Sanierung und Erweiterung der Turnhalle waren in der nichtöffentlichen Sitzung auf der Tagesordnung. Für die Außenfassade in Lärchenholz hatte das Planungsbüro Straßer ein Leistungsverzeichnis an 22 Fachfirmen verschickt, vier Angebote gingen ein. Nach eingehender Prüfung erhielt die Zimmerei Bachmayer aus Bergen den Zuschlag für die Lärchenholzfassade zum Preis von etwas über 163.000 Euro. Ein Teil der Außenfassade wird mit vorgehängten Faserzementplatten ausgeführt. In beschränkter Ausschreibung wurden 14 Fachfirmen beteiligt.

Unter den zwei eingegangenen Angeboten konnte sich die Firma Hörmannhofer Fassaden aus Marktoberdorf zum Preis von rund 114.000 Euro den Zuschlag sichern. Schließlich wurde auch noch der Zuschlag für die Lieferung und den Einbau eines Hallen-Trennvorhanges erteilt.

Fünf Angebote gingen ein, der Auftrag wurde zum Angebotspreis von fast 47.500 Euro der Firma Metallbau Politz aus Edersleben erteilt. FK

Mehr aus Siegsdorf