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Herausragendes Jahr mit 60.000 Besuchern

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Siegsdorf: Naturkunde- und Mammutmuseum hatte 2019 fast 60.000 Besucher
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Wegen der Corona-Krise ist derzeit auch das Naturkunde- und Mammutmuseum in Siegsdorf geschlossen. Im vergangenen Jahr lief der Betrieb sehr erfolgreich. Knapp 60 000 Besucher strömten in das Museum. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Von einem »herausragenden Jahr« für das Naturkunde- und Mammutmuseum mit der Sonderausstellung »Mumien« und den damit verbundenen Erkenntnissen sprach Museumsleiter Dr. Robert Darga im Gemeinderat. »Der Versuch mit einem richtigen Reißer wie 'Mumien' hat sich gelohnt, die Besucherzahlen konnten deutlich gesteigert werden«, freute sich Dr. Darga und verwies stolz auf insgesamt 59.891 Besucher im Jahr 2019.


»Das beste Ergebnis seit 15 Jahren wirkte sich trotz intensiver und teils teurer Werbemaßnahmen auch positiv auf die Einnahmen aus«, berichtete der Museumsleiter weiter. Er verwies dabei auch auf die sehr gut angenommenen 50 öffentlichen Sonderführungen der »Museumsmädels«, an denen allein 900 Personen meist aus Siegsdorf und der näheren Umgebung teilgenommen hatten.

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Eine an 155 Tagen durchgeführte Befragung der Museumsbesucher brachte weitreichende Erkenntnisse über die Effektivität der Werbemaßnahmen und bestätigte dem Museum ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem die Print-Medien – Zeitungen, Broschüren, Flyer – sowie Mundpropaganda und die persönliche Empfehlung lagen dabei ganz vorne und erzielen offenbar immer noch wesentlich deutlichere Erfolge als die Online-Werbung.

»Zusätzliche Besucher für das Museum können aber künftig nur durch attraktive Sonderausstellungen generiert werden«, resümierte Dr. Darga. Anhand von Bildern und Videos vermittelte er dem Gremium dann den Museumsbetrieb an einem »normalen Tag« mit mehreren Schulklassen, die zeitgleich in wenigen Stunden ihr Pensum mit Besichtigung und museumspädagogischen Programmen absolvieren müssen.

2019 wurden 350 solcher Programme vorwiegend für Schulklassen mit über 7000 Teilnehmern durchgeführt. Viele weitere Anfragen von Schulen konnten nicht bedient werden, weil zu wenige Räume verfügbar waren. Hier wurde deutlich, wie häufig das Museum und die Betreuer aufgrund der beschränkten räumlichen Situation an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Bedenkt man dabei, dass das Siegsdorfer Museum ursprünglich für einen Betrieb von maximal 5000 bis 10 000 Besuchern konzipiert worden war, erahnt man, was es für das Personal bedeutet, diesen Besucherstrom logistisch zu bewältigen und abzuwickeln.

Museum braucht mehr Platz

Großes Lob erhielten die Museumsmacher auch für die 37 Aktionstage mit Lagerfeuern und Steinzeit-Erlebnissen, die mit teilweise 500 bis 900 Teilnehmern je Tag ebenfalls bestens angenommen wurden. Anerkennend äußerten sich die Gäste dabei besonders über die Freundlichkeit und die fachkundige Vermittlung, sowie die ansprechende Gestaltung im gesamten Museumsbereich.

»Um das Museum weiterhin zukunftsfähig zu erhalten, müssen demnächst Überlegungen zur räumlichen Ergänzung und dem künftigen Platzbedarf angestrengt werden«, schloss der Museumsleiter seinen Rückblick. Und dann ging er noch auf einige Fragen aus dem Gremium zur Herkunft und Zusammensetzung der Besucher ein.

»Neben den Urlaubsgästen aus dem gesamten Chiemgau und dem benachbarten Österreich, wobei die Chiemgau-Card eine sehr erfreuliche Rolle spielt, kommen unsere Besucher vornehmlich aus dem Bereich südlich von München, aus Rosenheim, Mühldorf, Altötting«, verdeutlichte er und verwies auch auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Souvenir-Artikeln im Kassenbereich, der mit mehr Platz und Übersicht ebenfalls deutlich zu steigern wäre.

Bürgermeister Thomas Kamm lobte die gesamte Museumsmannschaft für diese erfolgreiche Leistung und sprach von einem kompakten und erfolgreichen Projekt. »Knapp 60.000 Besucher im Museum sind auch ebenso viele Menschen im Dorf, die das Angebot der Gastronomie und der Geschäfte nutzen können«, verwies Kamm abschließend auf die belebende Wirkung des Museums. Und er war sich mit Dr. Darga über die Notwendigkeit von attraktiven Sonderausstellungen zum effektiven Weiterbetrieb des Museums einig.

Inwieweit die bereits zu den Osterferien geplanten Sonderausstellungen »Auerochsen – eine Spurensuche« und »Kristalle« im Zuge der Corana-Krise und ihrer Nachwirkungen umgesetzt werden können, steht derzeit noch ebenso in den Sternen, wie auch das für den 16. Mai geplante, große Fest zum 25-jährigen Bestehen des Naturkunde- und Mammutmuseums Siegsdorf. FK

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