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Glück im Unglück: Sattelzug gerät ins Schleudern – Reisebus fährt fast in die Unfallstelle

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Polizei Blaulicht bei Unfallaufnahme
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Blaulicht und der LED- Schriftzug "Unfall" auf dem nassen Dach eines Polizestreifenwagens. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archiv Foto: dpa

Siegsdorf – Ein Sattelzug gerät am Montagabend gegen 18.30 Uhr auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern und walzt die Mittelschutzplanke der Autobahn nieder. Während der Unfallaufnahme schleudert ein kroatischer Reisebus fast in die Unfallstelle und kommt kurz vor den Einsatzfahrzeugen zum Stehen.


Zwei bosnische Staatsbürger im Alter von 24 und 22 Jahren fuhren mit ihrem Sattelzug auf der Autobahn, A8 in Richtung Salzburg. Wegen herrschender Schneeglätte geriet der 22-jährige Fahrer am Reichhausener Berg ins Schleudern und walzte die Mittelschutzplanke nieder. Im Anschluss drehte sich der Sattelzug und kam eingeknickt entgegen der Fahrtrichtung, im Ausfahrtbereich der Anschlussstelle Siegsdorf zum Stehen. Durch den Aufprall in die Schutzplanke riss der Dieseltank auf, welches sich in großen Mengen über die Fahrbahn verteilte. Die beiden Lkw-Fahrer blieben unverletzt, auch andere Verkehrsteilnehmer wurden hierbei glücklicherweise nicht verletzt oder geschädigt. Die Unfallursache waren die am Sattelzug komplett abgefahrenen Reifen auf der Antriebsachse. Der Fahrer musste eine entsprechende Sicherheitsleistung vor Ort begleichen. Ein örtliches Abschleppunternehmen barg den Sattelzug. Die Feuerwehren aus Bergen und Siegsdorf waren neben der Autobahnmeisterei Siegsdorf vor Ort, sicherten die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn und gewährleisteten den Brandschutz. Die Autobahn war bis 21.30 Uhr nur einspurig passierbar.

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Während der Bergungsarbeiten fuhr ein Reisebus mit 15 Fahrgästen, der auf dem Weg nach Kroatien war, in die Unfallstelle und kam circa 20 Meter vor den Einsatzfahrzeugen zum stehen. Der Busfahrer passte seine Geschwindigkeit weder den Straßenverhältnissen, noch der zuvor geschalteten Gefahrenstelle in der Verkehrsbeeinflussungsanlage an. Um im Gefälle nicht auf ein vorausfahrendes Auto aufzufahren, lenkte er den Reisebus in den abgesperrten Unfallbereich. Hier können alle Beteiligten von Glück reden, dass es zu keinem schwereren Unfall kam. Es wurden glücklicherweise nur vier Pylonen umgefahren. Auch dieser Fahrer wurde vor Ort nach entsprechender Belehrung zur Kasse gebeten und konnte letztlich seine Fahrt mit den geschockten Fahrgästen fortsetzen.

fb/red

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